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Aus der Stadt Zahl der Hinweise auf Gefährdungen von Kindern steigt
Hannover Aus der Stadt Zahl der Hinweise auf Gefährdungen von Kindern steigt
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00:15 28.10.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Die Menschen sind beim Thema Kindeswohl achtsamer geworden. Das geht aus dem Kinderschutzbericht im Fachbereich Jugend der Region Hannover hervor, der am Dienstag in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgestellt wurde.

Danach hat sich die Zahl der sogenannten Gefährdungseinschätzungen von 539 im Jahr 2014 auf 715 im vergangenen Jahr erhöht. „Die Zahlen sind vor allem gestiegen, weil die Menschen viel sensibler geworden sind“, sagt Regionssprecherin Sonja Wendt. Die Hinweise aus der Bevölkerung auf mögliche Gefährdungen von Kindern oder Jugendlichen seien zahlreicher geworden. Außerdem würden die Vorfälle besser dokumentiert und die Vernetzung von Menschen oder Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten, sei deutlich verbessert worden. „Das Koordinierungszentrum für den Kinderschutz erreicht zudem mehr Familien, Kinder und Jugendliche“, betont Wendt.

Seit zwei Jahren gibt es zudem die telefonische Fachberatung von Stadt und Region für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. „Bei Verdachtspunkten werden weitere, nötige Schritte besprochen“, so Wendt. Die Verantwortung liege zwar bei den Anrufern, die Fachberatung könne aber wichtige Hinweise geben. Dieser Service werde sehr gut angenommen.

Die hohe Zahl der Kontrollbesuche in Familien hat allerdings nur zu einer geringfügigen Steigerung der Inobhutnahmen geführt. 2015 wurden 180 Kinder und im vergangenen Jahr 210 Mädchen oder Jungen wegen Kindeswohlgefährdung aus ihren Familien geholt.

sub

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