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Handy am Steuer: Zahl der Unfälle steigt

Region Hannover Handy am Steuer: Zahl der Unfälle steigt

Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Region Hannover hat einen neuen Höchststand erreicht. Als Hauptunfallursachen gelten der Analyse zufolge überhöhte Geschwindigkeit und Fahren unter dem Einfluss von Alkohol. Nach Informationen der HAZ ist allerdings ein weiteres Problem mutmaßlich Auslöser für schwere Verkehrsunfälle: die Ablenkung der Autofahrer durch Telefonieren oder Tippen auf dem Handy. 

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Quelle: Archivfoto: Körner

Hannover. In den Tabellen der Statistiker sind so viele Unfälle verzeichnet, wie in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr.  Insbesondere die Zahl der Verkehrstoten gibt Polizei und Politik zu denken. Demnach sind im vergangenen Jahr auf den Straßen der Stadt und des Umlandes 64 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden. Im Jahr zuvor waren es lediglich 39. Die Region Hannover hat jetzt ein sogenanntes Strategie- und Handlungskonzept erstellt, um den steigenden Zahlen entgegenzuwirken. Es wird am Donnerstag im Verkehrsausschuss der Region vorgestellt.

Basis des neuen Konzeptes ist eine Auswertung aller Unfälle in Stadt und Umland in den Jahren 2011 bis 2013. Die Daten stammen von der Polizeidirektion Hannover, externe Verkehrsplaner haben sie ausgewertet. Demnach ereigneten sich in diesem Zeitraum in der Region mehr als 89 000 Unfälle. Bei knapp 14 000 davon wurden Menschen verletzt, insgesamt 17 131. „In der Region Hannover hat sich somit in den Jahren 2011 bis 2013 im Durchschnitt alle 20 Minuten ein Straßenverkehrsunfall und etwa alle zwei Stunden ein Unfall mit Personenschaden ereignet“, heißt es in einer Anlage zu der Analyse.

Um die Probleme auf den Straßen in den Griff zu bekommen, plant die Region Ausgaben von insgesamt 100 000 Euro, verteilt über zwei Jahre. Mit dem Geld sollen Konzepte entwickelt werden, um die Unfallzahlen einzudämmen. Mit der Ausgestaltung der Vorschläge soll ein externes Büro beauftragt werden.

In dem neuen Strategiepapier zeigen die Verkehrsexperten bereits etliche Ansatzmöglichkeiten auf. Neben regelmäßigeren Geschwindigkeitskontrollen und Tempobegrenzungen sollen insbesondere Risikogruppen wie Senioren und junge Erwachsene Fahrsicherheitstrainings erhalten. Unklar ist allerdings noch, wie diese Maßnahme finanziert werden soll. „Wir sind erst am Anfang unserer Überlegungen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

Als Hauptunfallursachen gelten der Analyse zufolge überhöhte Geschwindigkeit und Fahren unter dem Einfluss von Alkohol. Nach Informationen der HAZ ist allerdings ein weiteres Problem mutmaßlich Auslöser für schwere Verkehrsunfälle: die Ablenkung der Autofahrer durch Telefonieren oder Tippen auf dem Handy. Die Beweisführung in diesem Bereich gestaltet sich derzeit allerdings noch relativ schwierig. Selbst wenn Polizeibeamte nach einem schweren Verkehrsunfall das Mobiltelefon bei dem mutmaßlichen Unfallverursacher im Fußraum entdecken, dürfen sie das Gerät nicht einfach beschlagnahmen, um zu überprüfen, ob es unmittelbar vor dem Zusammenprall benutzt wurde oder nicht.

Andere Kommunen sind bereits einen Schritt weiter. In Köln beispielsweise hat die Polizei eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft getroffen. Demnach dürfen die Beamten die Handys bei allen Unfällen mit Toten oder Verletzten, bei denen die Ursache nicht unmittelbar erkennbar ist, sicherstellen. Den Beamten in der Region Hannover bleibt bislang nur die Möglichkeit, bei einer Verkehrskontrolle nicht nur das Augenmerk auf Tempoüberschreitungen zu legen, sondern auch auf das Telefonieren oder Tippen mit dem Handy während der Fahrt.

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