In Hannover wird gebaut und das gleich dutzendfach. Stolze 16,8 Millionen Euro will die Stadt in diesem Jahr in Straßenbau- und Straßensanierungsprojekte investieren. „Das sind rund vier Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr“, sagte gestern Gerhard Kumm-Dahlmann, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Er stellte am Dienstag im Neuen Rathaus die rund 40 wichtigsten Bauprojekte vor, die in den kommenden Wochen und Monaten angegangen werden sollen – und die auf den Straßen der Stadt mitunter für Umleitungen und Verzögerungen sorgen werden.
Im Stadtteil Linden ist das nun schon seit knapp drei Jahren der Fall, und wenn die Arbeiten an der Benno-Ohnesorg-Brücke auch deutlich dem Ende entgegengehen, so bleibt der Bereich am Schwarzen Bären auch 2011 eine Baustelle.
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„Die Brücke ist und bleibt unser umfangreichstes und wichtigstes Projekt“, sagte Paul Babel vom Fachbereich Tiefbau. Im September soll die zweite Brückenhälfte stehen, dann soll umgehend mit dem Bau eines neuen Hochbahnsteigs begonnen werden. Die neue Stadtbahnstation wird direkt auf der Brücke liegen und soll bis zum Sommer 2012 fertiggestellt werden. Erst dann wird die Benno-Ohnesorg-Brücke wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Bis dahin bleibt es dabei, dass der Verkehr, der in Richtung Innenstadt unterwegs ist, über die Blumenauer Straße ausweichen muss. Für den Verkehr in Richtung stadtauswärts ist die Brücke bereits seit vergangenem Jahr freigegeben.
Ebenfalls vor Monaten rollten die Bagger an der Wunstorfer Landstraße an, und die Erneuerung der wichtigen Verkehrsader im Osten der Stadt dauert an. Noch vor Ostern soll der zweite Bauabschnitt beginnen und die Bundesstraße zwischen Richard-Lattorf-Straße bis zur Stadtgrenze ausgebaut werden. „In den Sommerferien wird es in dem Bereich eine mehrtägige Vollsperrung geben“, kündigte Babel an.
Bereits in den kommenden Wochen kann es auf der Vahrenwalder Straße zu Verzögerungen kommen. In Höhe der Straße Sahlkamp war dort im vergangenen Jahr das Gleisbett der Üstra abgesackt, nachdem ein brüchiges Abwasserrohr zu einer Unterspülung geführt hatte. „Der Schaden wurde damals provisorisch behoben. Jetzt ist der Winter vorbei, und die Rohre werden erneuert“, sagte Babel.
Auch in diesem Jahr wird das Stadtplatzprogramm zur Verschönerung und Belebung öffentlicher Plätze fortgesetzt. Unter anderem wird der ehemalige Stadtteilfriedhof in Döhren zu einem Stadtplatz umgestaltet. Im Herbst soll in Kleefeld die Erneuerung des Kantplatzes fortgesetzt werden.
Für die Baumaßnahmen am Autobahnkreuz Hannover-Ost ist die Stadt nicht verantwortlich, dennoch beschäftigt die Großbaustelle die Planer im Rathaus. „Die Erneuerung der Schnittstelle zwischen A 7 und A 2 bis 2013 wird Autofahrern manche Geduldsprobe abverlangen“, sagte Kumm-Dahlmann. Vor allem auf der Umleitungsstrecke über die A 37 sei mit Behinderungen zu rechnen.
vmd
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