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Aus der Stadt Zechtour endet mit Körperverletzung
Hannover Aus der Stadt Zechtour endet mit Körperverletzung
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00:17 24.03.2016
Symbolbild Quelle: Archiv
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Hannover

Im Dezember 2014 soll Waldemar M. in die Wohnung des Opfers in Bemerode eingedrungen sein und Geld von ihm gefordert haben. Als dieser sich weigerte, soll ihm der Angeklagte mehrfach mit der Kette eines Fahrradschlosses ins Gesicht geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft M. vor, dem  Geschädigten dann 30 Euro, eine EC-Karte und ein Smartphone gestohlen zu haben, nachdem der Verletzte aus seiner eigenen Wohnung geflüchtet war. M. widerspricht dieser Darstellung jedoch und wirft dem Opfer vor, ihn zuvor mit einem Messer angegriffen zu haben.

Um dem tatsächlichen Geschehen am Abend des 6. Dezember auf die Spur zu kommen, musste der Vorsitzende Richter Stefan Joseph schon am ersten Verhandlungstag viel Geduld beweisen. Grund dafür ist die internationale Mischung aller Beteiligten. Die damit verbundenen Kommunikationsprobleme machten die Wahrheitsfindung der 19. Großen Strafkammer nicht ganz leicht.

So versicherte der vietnamesische Taxifahrer mehrfach, dass seine beiden Passagiere sich zwar lauthals während der Fahrt stritten, worum es dabei ging, habe er jedoch nicht verstanden. Obwohl beide schon bei Fahrtantritt an der Christuskirche stark betrunken waren und bereits auf Höhe der Marienstraße ankündigten, kein Geld dabei zu haben, fuhr er sie noch bis nach Bemerode. Als  sie dann am Geldautomaten der Tankstelle kein Geld abheben konnten, notierte sich der Taxifahrer einen Namen und fuhr wieder in Richtung City. Schließlich habe an dem Abend Hannover 96 gespielt.

Auch ein 25 Jahre alter Nachbar, der die beiden Streithähne später voneinander trennte, konnte wenig Licht ins Dunkel bringen. Der Kameruner konnte nicht sagen, worum es bei dem Streit ging, und auch nicht, wer von den beiden verletzt wurde. Noch bevor die Polizei am Tatort ankam, war der Nachbar schon wieder weg. „Ich wollte damit nichts zu tun haben“, sagte er.

Am 5. April soll das Opfer vor Gericht gehört werden. Ob er die Sache aufklären kann, ist fraglich. Schon am Abend der Tat konnte er sich gegenüber der Polizei an viele Details des Streits nicht erinnern. Bei einem Alkoholtest maßen die Beamten fast 1,4 Promille.

 

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