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Aus der Stadt Zoo bekommt seltenen Nachwuchs
Hannover Aus der Stadt Zoo bekommt seltenen Nachwuchs
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11:58 02.04.2016
Die Thüringer Waldziegen im Zoo verpassen den Kühen eine kostenlose Rückenmassage. Quelle: Zoo Hannover
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Hannover

Ziege ist nicht gleich Ziege. Lina und Gustav, die Mitte März im Zoo Hannover zur Welt gekommen sind, sind sich dessen vielleicht nicht bewusst, aber sie gehören einer besonderen Rasse an. Es handelt sich um sogenannte Thüringer Waldziegen. Der Kenner identifiziert sie an ihrem dunkelbraunen bis schwarzen Fell, einer ausgeprägten Gesichtsmaske und weißgesäumten Stehohren.

Der Zoo freut sich auch deshalb über den quietschfidelen Nachwuchs im Stall auf Meyers Hof, weil die Thüringer Waldziegen stark gefährdet sind und auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen stehen. Alt heißt in diesem Fall: Die Thüringer Waldziegen entwickelten sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts als spezielle Züchtung und wurden 1935 als eigenständige Rasse benannt. Sie gelten als besonders robust und widerstandsfähig, was sie zwar nicht im eher gemäßigten Klima Hannovers benötigen, aber in ihrer angestammten Heimatregion. Im manchmal rauen Thüringer Wald werden sie in Lagen bis zu 1000 Metern Höhe gehalten.

Die Zicklein im Zoo sind neugierig. Angestachelt durch die mittlerweile frühlingshaften Temperaturen springen sie den gesamten Tag umher und hüpfen dabei auf alles, was nicht höher als einen Meter ist.

Besucher können dabei eine besondere Symbiose beobachten. Das schwarzbunte Niederungsrind Emmi und das Harzer Rotvieh Irma, ebenfalls zwei Vertreter seltener Tierrassen, legen sich gerne hin und lassen die kleinen Ziegen auf ihren breiten Rücken herumtrampeln. „Das ist für die Kühe wohl eine Art Massage. Sie genießen das richtig“, sagt Tierpfleger Carsten Heinß. Der Ziegennachwuchs hat bei der Sache ebenfalls seinen Spaß.

dpa

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