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Zoll findet 2500 gefälschte Markenartikel

Lieferung aus China Zoll findet 2500 gefälschte Markenartikel

Es ist der größte Fund von gefälschten Markenartikeln in der Geschichte des Flughafens: Der Zoll hat in Langenhagen 2498 gefälschte Schuhe, Taschen, Rucksäcke und Parfüms sichergestellt. Wert der Ware: rund 730.000 Euro. Die Produkte kamen aus China und sollten in die Ukraine.

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Der Zoll hat gefälschte Markenartikel gefunden, unter anderem Schuhe.

Quelle: Zoll

Hannover. Fahndern des Hauptzollamtes Hannover ist ein empfindlicher Schlag gegen die Markenpiraterie gelungen. Wie erst jetzt bekannt wurde, entdeckten die Beamte am 8. und am 11. Juli zwischen zwei Luftfrachtsendungen mit No-Name-Kleidungsstücken aus Peking, die über Amsterdam am Flughafen in Langenhagen gelandet waren und weiter in die Ukraine transportiert werden sollten, insgesamt 2498 gefälschte Markenartikel. „Wir haben allein 1873 Paar Schuhe der Marken Adidas, Nike, Converse und North Face aus dem Verkehr gezogen“, sagt Behördensprecher Hans-Werner Vischer. Außerdem stießen die Zollfahnder auf 289 Handtaschen, Rucksäcke und andere Accessoires unter andrem der Marke Chanel. „Insgesamt sind 30 verschiedene Inhaber von Markenschutzrechten betroffen“, sagt Vischer. Es handelt sich bei dem Fund um die größte Menge an Produktfälschungen, die jemals auf dem hannoverschen Flughafen sichergestellt worden ist.

Damit handelt es sich um den größten Fund, der dem Zoll Hannover jemals am Flughafen Hannover gelang. Die waren kamen aus China und waren für die Ukraine bestimmt.

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Die Zollfahnder waren auf die beiden Luftfrachtsendungen nach einem Fahndungserfolg ihrer Frankfurter Kollegen im Frühjahr aufmerksam geworden. Der gleiche Versender aus China, der jetzt in Hannover mit seinen gefälschten Produkten aufgeflogen ist, hatte damals insgesamt 15,6 Tonnen nachgemachter Luxusprodukte nach Frankfurt fliegen lassen. Die gefälschten Sonnenbrillen, Badeanzüge, Poloshirts und Männer-Unterhosen, die für die Märkte in Russland und der Ukraine bestimmt waren, waren in insgesamt sieben Lieferungen mit insgesamt 42 Tonnen Fracht versteckt. Nach Angaben des Zolls erlaubt eine seit März geltende EU-Verordnung den Fahndern, nicht für die EU bestimmte Transitware bei einem Verdacht gegen ein Gesetzesverstoß zu kontrollieren. Das war vorher nicht möglich.

Die eigentliche Prüfung, ob es sich bei dem verdächtigen Paar Schuhe oder der Handtasche tatsächlich um eine Fälschung handelt oder nicht, obliegt nicht dem Zoll selbst. Rechtsanwälte, die von den Herstellen beauftragt worden sind, übernehmen das. „In der Regel machen wir von jedem verdächtigen Produkt ein Foto und schicken es an die jeweilige Kanzlei“, sagt Hans-Werner Vischer. Reicht den Juristen das Bild nicht aus, wird der Artikel zur genauen Überprüfung zu dem jeweiligen Rechtsanwalt geschickt. Wird im Verfahren die Fälschung festgestellt, werden die Waren unter Aufsicht des Zolls vernichtet.

Unklar ist, ob die Schuhe, Handtaschen und Rucksäcke, die in Hannover aus dem Verkehr gezogen wurden, offiziell in Geschäften zum Kauf angeboten oder ob sie unter der Hand vertrieben werden sollten. Ungewiss ist ebenfalls, mit welcher Strafe der chinesischer Versender der nachgemachten Markenprodukte rechnen muss. „Darauf haben wir keinen Einfluss“, sagt Vischer.

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