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Razzia in Döner-Imbiss am Lister Platz

Verdacht auf Schwarzarbeit Razzia in Döner-Imbiss am Lister Platz

Beamte des Zolls haben am Mittwochmittag mit Unterstützung der Polizei die Wohnungen zweier irakischer Brüder und deren Döner-Imbiss am Lister Platz durchsucht. Die beiden 27 und 32 Jahre alten Männer sollen Sozialabgaben in nicht unerheblichem Umfang unterschlagen haben.

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Razzia des Zolls am Lister Platz. 

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Auf die Machenschaften der Brüder war der Zoll vor Monaten bei einer Routinekontrolle aufmerksam geworden. Nun statteten die Fahnder den Imbiss-Betreibern erneut Besuch ab. Sie sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg Mitarbeiter ihres Geschäfts nicht bei der Sozialversicherung angemeldet und Lohn schwarz ausgezahlt haben. Bei der Razzia stießen die Fahnder auf einen weiteren Mitarbeiter, der zwar eine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen konnte, aber keine Arbeitserlaubnis hatte. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten Beweismaterial, das nun ausgewertet wird. Nach Angaben des Zolls verhielten sich die Verdächtigen kooperativ.

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Der Einsatz sorgte im Stadtteil für große Aufregung, weil die Fahnder zahlreiche Einsatzfahrzeuge am Lister Platz und am Lister Turm abgestellt hatten. Möglicherweise droht auch den Angestellten des Geschäfts Ärger. Sollten die Ermittlungen ergeben, dass sie Leistungen des Jobcenters erhalten haben, obwohl sie Geld verdient haben, werden auch sie sich verantworten müssen.

Unterdessen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Besitzern von Hotels und Gaststätten vorgeworfen, häufig nicht den Mindestlohn zu zahlen. Die NGG beruft sich auf Zahlen des Hauptzollamts Hannover. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt sechs Verfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne eingeleitet. „Es kann nicht angehen, dass sich auch zwei Jahre nach seiner Einführung noch immer nicht alle Betriebe an den gesetzlichen Mindestlohn halten“, sagt NGG-Geschäftsführerin Claudia Tiedge. Ihren Angaben zufolge haben die Zollfahnder im ersten Halbjahr in der Region 124 Hotels, Gaststätten und Restaurants überprüft.

Die Regionsgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes, Kirsten Jordan, sagt, ihr Verband kläre alle Wirte ständig über die geltenden Gesetze auf, auch über den Mindestlohn und die Arbeitszeitgesetze. Der Mindestlohn im Gastgewerbe beträgt derzeit 8,84 Euro pro Stunde.     

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