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Zombie-Walk in Hannover sorgt für Aufsehen

Spaziergang des Grauens Zombie-Walk in Hannover sorgt für Aufsehen

Überraschung beim Einkaufsbummel in Hannover: Mehrere Hundert junge Leute haben sich am Sonnabend als Zombies verkleidet und sind durch die Stadt gelaufen – vom Hauptbahnhof bis in die Altstadt.

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Schauriges Vergnügen: Anna Pochert und ihre Schreckensgenossinnen haben viel Kunstblut verspritzt.

Quelle: dpa

Hannover. Es ist das Grauen. Mitten an einem vergleichsweise sonnigen Sommertag treffen sich Gestalten vor dem Hauptbahnhof, die eigentlich das Tageslicht scheuen müssten. Blutüberströmte, zähnefletschende Wesen, kalkweiße Untote mit dunklen Ringen unter den Augen und andere Gruselgenossen begrüßen sich auf schaurigste Weise. Doch die Passanten, die am Sonnabendnachmittag von dem Spektakel überrascht werden, nehmen es gelassen: Der Zombie-Walk macht ihnen keine Angst. Die Grenzen des Appetitlichen haben einige der kostümierten Horrorfreunde allerdings arg strapaziert.

Die selbsternannten Zombies haben die modernen Kommunikationsformen genutzt und sich im Internet zur Freakshow unter freiem Himmel verabredet. An die 100 Gleichgesinnte zählt die Polizei, die es wohl zum ersten Mal mit lebenden Leichen zu tun hat. Zu den am weitesten Gereisten zählen Christine Friedrich und ihre Mitstreiter aus Wernigerode. Das dortige Hexenmuseum muss am Wochenende auf einen Teil der Belegschaft verzichten, weil diese zum unkonventionellen Betriebsausflug nach Hannover gestartet ist.

Mehrere Hundert als Zombies verkleidete Menschen haben sich im Jahr 2011 in Hannovers Innenstadt zum ersten Zombie-Walk getroffen. Sie wollten den Weltrekord von mehr als 4000 Untoten überbieten, was aber nicht gelang.

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René Klement und Jenny Weyhe sind von Berufs wegen noch nicht so gut ausgestattet. Der Lagerist und die Marketingassistentin haben sich erst am Vormittag mit Horrorutensilien eingedeckt. „Wir waren in Garbsen, aber da gab es keine Narben mehr“, sagt Klement, der in einem einschlägigen Geschäft in Hannovers Altstadt fündig wurde und nun mehrere grobstichige Latex-Imitate à la Frankenstein auf Wange und Stirn kleben hat. Eklig-echt sieht auch das Kunstblut aus, das Anna Pochert und ihre „schrecklichen“ Freundinnen großflächig auf Gesicht, Hals und Dekolleté verteilt haben. Wenn Anna im wirklichen Leben ihrem Job nachgeht, bleibt es bei einem dezenten Make-up – sie verkauft Trauringe. Bräute eines ganz anderen Kalibers haben am Sonnabend in blutverschmierten Tüllroben ihren furchterregenden Auftritt.

Als der Lauf sich Richtung City und Altstadt in Bewegung setzt, wandert die Polizei mit, weil die Zombies ihren Spaziergang nicht angemeldet haben. Und nach anderthalb Stunden bereiten die Beamten dem Spuk schließlich ein Ende.

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Foto: Mehrere Hundert Menschen sind am Samstag als Zombies verkleidet durch Hannover gezogen.

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