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Aus der Stadt Zoo eröffnet seinen Afi Mountain
Hannover Aus der Stadt Zoo eröffnet seinen Afi Mountain
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17:37 10.08.2017
Von Bernd Haase
Geöffnet: Das neue Affengehege Afi Mountain. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Drill-Männchen Lulo huscht durch sein neues Revier, das er seit drei Tagen kennt. Es ist die neue Themenwelt Afi Mountain im Zoo Hannover, die nach einjähriger Bauzeit gestern präsentiert wurde und vom heutigen Freitag an für das Publikum zugänglich ist. „Wir haben keine Fantasiewelt geschaffen, sondern zeigen den Lebensraum der Tiere und auch die Konflikte, die es um ihn gibt“, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff.

Afi Mountain ist das Verbindungsstück zwischen der Schimpansenanlage Kibongo – diesen Namen wird der Zoo nicht mehr benutzen – und dem Gorillaberg. Dadurch gehen die Besucher durch unterschiedliche Vegetationszonen von der Feuchtsavanne im Tal über den Regenwald bis zum Hochland mit den Gorillas und sehen dabei die Affenarten Afrikas. 
6  Millionen Euro hat der Zoo dafür ausgegeben – die Summe, die auch zuvor veranschlagt war.

Der Zoo Hannover hat erstmals sein neues Affengehege mit dem Namen Afi Mountain gezeigt.

In dem 720 Quadratmer großen Drillwald leben außer den namensgebenden Affen mit dem bunten Gesäß auch Brazza-Meerkatzen. Ebenfalls zum Regenwaldteil gehört eine begehbare Voliere mit afrikanischen Arten wie Rußköpfchen, Gabelracken und Gelbschnabelenten.
Der Zoo betont seit einiger Zeit seinen Bildungsauftrag. „Mit Afi Mountain machen wir auf die Bedrohung der Affen Afrikas aufmerksam“, sagt Casdorff. Eine Region mit diesem Namen gibt es wirklich. Sie liegt auf 117 Quadratkilometern Fläche im Südosten Nigerias. Außer Schimpansen und Gorillas leben in dem Gebiet 500 der noch in freier Natur vorkommenden 3000 Drills. Die Organisation „Rettet den Drill“ um die Tierpflegerin Kathrin Paulsen leistet dort mit Geld- und Sachspenden Unterstützung.

„Aktuell ist Afi Mountain durch den geplanten Super-Highway durch Nigeria bedroht“, sagt Kathrin Röper, Referentin für Artenschutz und Zoopädagogik. Die Straße, gegen die es erbitterte Widerstände gibt, würde mitten durch das Naturschutzgebiet führen.

Die drohende Lebensraumzerstörung durch Straßenbau wird auf dem Weg durch Hannovers Afi Mountain genauso thematisiert, wie Schneckenzucht. In Nigeria gibt es Farmen, auf denen Achatschnecken mit einem Gewicht von bis zu 500 Gramm gezüchtet werden. „Sie sind ein traditionelles Nahrungsmittel und damit eine Alternative zum Bushmeat“, berichtet Röper. Die Jagd auf Affen wegen ihres Fleisches ist mit eine Ursache dafür, dass die Tiere existenziell bedroht sind.

Und dann wäre da noch das Tal der Masken. Wer wissen will, was ein Drill meint, wenn er guckt, wie er gerade guckt, wird dort umfassend aufgeklärt.     

Nachwuchs erwünscht

Drills hält der Zoo schon seit Langem – bisher allerdings wenig attraktiv im Tropenhaus. Was mit dem von der Bausubstanz her nicht mehr zeitgemäßen und maroden Gebäude passiert, ist nach Angaben von Geschäftsführer Andreas Casdorff derzeit noch unklar.
Mit dem Umzug der Affen nach Afi Mountain verknüpft der Zoo nach Angaben seines zoologischen Leiters Klaus Brunsing auch die Hoffnung auf Nachwuchsarbeit. Ein Männchen ist aus dem Tierpark im französichen St. Martin-la-Plaine eingetroffen und hat die Auswahl zwischen zwei Weibchen. Sein Vorgänger in Hannover hat derweil in Edinburgh in Schottland eine neue Heimat. In Deutschland gibt es insgesamt nur sieben Zoos, die Drills halten.     

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