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Zoo klagt über 6 Prozent Besucherrückgang

Zwischenbilanz Zoo klagt über 6 Prozent Besucherrückgang

Der Zoo Hannover verzeichnet einen Rückgang bei den Besucherzahlen. Bisher sind in diesem Jahr 550.000 Gäste in den Zoo gekommen. Damit liegt die Zahl der Besucher fast 6 Prozent unter der des Vorjahres. Der Zoo sieht das schlechte Wetter als Ursache dafür. Für eine Steigerung der Zahlen sollen neue Attraktionen sorgen.

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Der Zoo hat bis 2025 viel vor: Die Gehege etwa von Elefanten, Affen und Giraffen sowie der Eingangs- und der Wirtschaftsbereich sollen erneuert und teils verlegt werden. Der Anfang ist jetzt mit dem Sambesi Kraal (Foto links) gemacht.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Nach Angaben von Sprecherin Simone Hagenmeyer wirkt sich derzeit noch immer das sehr schlechte Wetter zu Beginn des Jahres auf die Zahlen aus. Außerdem habe es relativ viele verregnete Wochenenden gegeben. Die Sommerferien verlaufen nach Angaben von Hagenmeyer durchwachsen. Es gebe sehr gut besuchte Tage, aber - wetterbedingt - auch Tage mit deutlich weniger Besucherandrang.

Die Besucherzahlen pendelten in den vergangenen Jahren zwischen 1,2 und 1,36 Millionen. Ausnahmen waren das Eröffnungsjahr von Yukon Bay (2010) und das darauffolgende mit mehr als je 1,6 Millionen Besuchern.

Überlegungen, die Eintrittspreise zu erhöhen, hatte Zoochef Andreas M. Casdorff eine klare Absage erteilt. Erst jüngst hatte eine Untersuchung ergeben, dass Hannovers Zoo im bundesweiten Vergleich den höchsten Eintrittspreis kassiert.

Um die Besucherzahlen zu steigern und damit auch die Einnahmen zu verbessern, bemüht sich der Zoo, immer neue Attraktionen zu schaffen. Grundlage dafür ist der Masterplan 2025+. Dahinter steckt ein Umbau-, Modernisierungs- und Sanierungskonzept. Wird alles umgesetzt, stehen Investitionen von 71 Millionen Euro an, von denen der Tierpark selbst 40 Millionen Euro über Kredite aufbringen will. Der Rest soll von der Region kommen, die Alleingesellschafter beim Zoo ist. Erstes Projekt des Masterplans ist die Montag in Betrieb genommene Streichelwiese.

Sambesi Kraal

Mit dem Umzug der Kleintiere von der Mullewapp-Streichelwiese ist die erste Maßnahme des Masterplans 2025+ abgeschlossen. Die 40 afrikanischen Zwergziegen und Kamerunschafe können nun  im jüngst eröffneten Areal namens Sambesi Kraal gestreichelt werden. In der Nachbildung einer afrikanischen Siedlung haben sie nun knapp 40 Prozent mehr Platz als zuvor und zudem neue Nachbarn: In jeweils eigenen Gehegen sind drei Pinselohrschweine, zwei Zwergrüsseldikdiks und drei Dahomey-Rinder untergebracht. Diese dürfen jedoch nicht gefüttert oder gestreichelt werden.

40 Tiere sind von der Grünfläche an Meyers Hof in den neu errichteten und 1000 Quadratmeter größeren "Sambesi Kraal" gezogen.

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Eingangsbereich

Im kommenden Jahr baut der Zoo einen komplett neuen Eingang. Geplant ist ein lang gestrecktes Gebäude aus Holz- und Glaselementen. Nach derzeitigem Stand soll das Teilprojekt 2,6 Millionen Euro kosten. Derzeit befindet sich der Eingangsbereich in einem maroden ehemaligen Gastronomiegebäude.

Weitere Projekte

Schon im Herbst dieses Jahres entsteht auf der Fläche der jetzigen Watvogelanlage ein dichter Urwald, in dem Drills und Meerkatzen leben werden. An der Stelle der ehemaligen Gibbon-Anlage soll dann eine begehbare Afrikavoliere zu einer Begegnung mit afrikanischen Vogelarten einladen. Die Fertigstellung ist für das kommende Jahr geplant. Dann vereint die neue Zoo-Mitte den Gorillaberg und das Reich der Schimpansen (Kibongo) zur in sich geschlossenen Themenwelt Afi Mountain.

Weitere Pläne

Im Zoo gibt es unter anderem Ideen für eine Asienhalle und eine Südamerikahalle. Allerdings handelt es sich dabei derzeit noch um Visionen.

Diorama

Bei einer weiteren geplanten Attraktion am Zoo mussten noch Details mit der Stadt geklärt werden. In einem Diorama soll den Besuchern auf kolossalen Rundumbildern verschiedene Naturparadiese nahegebracht werden.

Von Mathias Klein und Nils Oehlschläger

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