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Zoo Hannover plant virtuelles Riff

Neue Attraktion Zoo Hannover plant virtuelles Riff

Der Zoo Hannover will mit einer neuen Attraktion Besucher anlocken. Nach Informationen der HAZ liegt der Stadt eine Bauanfrage für einen Turm vor, in dem ein virtuelles 360-Grad-Diorama gezeigt werden soll. Die Rundumbilder mit Ton- und Lichtinstallationen sollen den Besuchern verschiedene Naturparadiese wie den südamerikanischen Dschungel oder das Great Barrier Reef vor Australien näherbringen.

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Im Leipziger Gasometer sollen die Bilder des Great Barrier Reefs schon ab Oktober gezeigt werden (hier eine Animation).  

Quelle: Asisi Visual Culture GmbH

Hannover. Der Zoo Hannover plant eine neue Besucherattraktion. In einem mehr als 30 Meter hohen, runden Turm sollen den Besuchern nach Informationen der HAZ mithilfe eines riesigen Rundumbildes und mit Ton- und Lichtinstallationen unterschiedliche Naturparadiese nahegebracht werden. Im Gespräch sind unter anderem der südamerikanische Dschungel und das australische Great Barrier Reef. Das sogenannte Diorama ist auf dem Gelände der derzeitigen Greifvogelanlage geplant, die als nicht mehr zeitgemäß gilt. Dort soll eine 32,5 Meter hohe Rotunde mit einem Durchmesser von 36 Metern errichtet werden. Der Bau aus einem Stahlgerüst mit einer Wandverkleidung ist bewusst schlicht gehalten. Die Fassade soll farblich der Umgebung angepasst werden.

Besucher des Dioramas sollen die neue Attraktion direkt vom Zooparkplatz durch einen eigenen Eingang erreichen können. Nach der der HAZ vorliegenden Baubeschreibung ist dort auch ein Kassenhäuschen geplant. Besucher können dort zwischen einer Eintrittskarte nur für das Diorama oder einem Kombiticket für Diorama und Zoo wählen.

Werden die Tickets teurer?

Im Turm sind drei Aussichtsplattformen vorgesehen, die den Besuchern unterschiedliche Blickwinkel auf die riesigen Bilder bieten sollen. Der Zoo arbeitet dabei eng mit dem Künstler Yadegar Asisi zusammen. Er gilt als Erfinder der weltgrößten 360-Grad-Panoramabilder. Vorbild für die Zoopläne ist das Leipziger Gasometer. Dort ist derzeit noch Asisis Völkerschlachtbild zu sehen, ab Oktober können die Besucher dann in die Welt des Great Barrier Reefs eintauchen. Die Kosten für das Projekt in Hannover sollen 3,6 Millionen Euro betragen, ein Teil der Summe soll von Sponsoren stammen. Wie hoch der Eintrittspreis sein wird, ist unklar. In Leipzig kostet der Besuch im Gasometer 11,50 Euro, für Kinder 6 Euro.

Offenbar soll der in Leichtbauweise entstehende Turm kein Konstrukt für die Ewigkeit sein. Nach den bisherigen Planungen ist ein Abriss des Baus nach fünf Jahren vorgesehen. Eine andere Möglichkeit ist, den Turm dann in der Höhe zu halbieren, um das Gebäude anschließend für andere Zwecke zu nutzen. Derzeit läuft eine Bauvoranfrage bei der Landeshauptstadt. Eine Entscheidung des Rathauses steht noch aus.

Eigentlich war die Eröffnung des Dioramas bereits für das erste Quartal kommenden Jahres geplant. Der Termin dürfte jedoch kaum noch zu halten sein. Die Pläne für das Diorama kommen überraschend. Im erst vor den Sommerferien von der Regionspolitik verabschiedeten Masterplan für den Zoo war davon noch nicht die Rede. Die Zoo-Geschäftsführung wollte gestern zu den Plänen nichts sagen. Am Abend beschloss der Aufsichtsrat den Bau des Turms.

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Digitales Riff
Die jetzige Greifvogelvoliere soll für den Turm weichen.

Die Zoo-Pläne, auf dem Areal der Greifvogelvoliere das 360-Grad-Panorama eines Riffs zu zeigen, erhalten Beifall aus der Politik. Allerdings gibt es auch Kritik von Zoo-Gästen an den vorgesehenen Eintrittspreisen, die zusätzlich zum regulären Eintritt bei 9 Euro ohne und 5 Euro mit Zoo-Dauerkarte liegen sollen.

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