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Zoo trifft verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Angebliche Tierquälerei Zoo trifft verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Die Empörungswelle wegen angeblicher Tierquälerei hält an – der Zoo erhält weiter Hassmails und Morddrohungen gegen Mitarbeiter. Unterdessen hat die Tierschutzorganisation Peta, deren heimlich gedrehtes Filmmaterial Grundlage für den Bericht war, ein zweites Video veröffentlicht. 

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Weil die Pfleger sich in Hannover innerhalb der Elefantenherde bewegen, brauchen sie den Haken. Diese Haltungsform soll umgestellt werden. Archivfoto: Wilde

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Der Zoo erhält wegen des Fernsehbeitrags über angebliche Tierquälerei durch den Einsatz sogenannter Elefantenhaken im Gehege der Dickhäuter weiterhin Hassmails und Beschimpfungen bis hin zu Morddrohungen gegen Mitarbeiter. Deshalb wird bis auf Weiteres zusätzliches Sicherheitspersonal auf dem Gelände eingesetzt.

Video

Das zeigen die Peta-Aufnahmen.

Unterdessen hat die Tierschutzorganisation Peta, deren heimlich gedrehtes Filmmaterial Grundlage für den Bericht war, ein zweites Video veröffentlicht. Es zeigt keine neuen Bilder, aber andere Schnitte. Der Bitte des Zoos, ihm Sequenzen unbearbeitet zur Verfügung zu stellen, ist Peta bislang nach Angaben von Zoosprecherin Yvonne Riedelt nicht nachgekommen. „Wir brauchen das aber, um die Vorwürfe durch einen Gutachter überprüfen zu lassen“, sagt Riedelt. Beim Zoo vermutet man unter anderem, dass Peta auch älteres Bildmaterial aus der Zeit verwendet hat, als die mittlerweile abgeschafften Elefantenshows noch liefen. Die in den sozialen Medien tobende Empörungswelle ist nach Angaben von Stadtsprecher Udo Möller mittlerweile auch in Form von Kritik und Beleidigungen im Rathaus angelangt. „Das kommt aus vielen Ländern weltweit. Die Leute denken, dass die Stadt für den Zoo verantwortlich ist und machen keinen Unterschied“, sagt Möller.

Tierschützer werden Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. 

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In einer Hinsicht ist sie das auch - in ihrer Eigenschaft als zuständige Veterinärbehörde. „Der Zoo wird von den Amtstierärzten, insbesondere von einer Fachtierärztin für Tierschutzkunde und öffentliches Veterinärwesen, mehrmals jährlich tierschutz- und tierseuchenrechtlich überprüft“, betont der Sprecher. Dabei gehe es um artgerechte Haltung, Fütterung und den Zustand der Tiere. Laut Möller hat die letzte Visite mit Fokus auf die Elefanten am 3. April stattgefunden, also einen Tag vor Ausstrahlung des Fernsehbeitrags. „Wir waren vorab informiert, dass da etwas ansteht“, erklärt Möller. Die Jungtiere, um die es in dem Film speziell geht, hätten sich dabei unauffällig und dem Alter entsprechend normal verhalten. Anzeichen für Dauerstress seien nicht zu beobachten gewesen.

Komplettes Material nicht verfügar

Auch die Veterinäre können nach Angaben der Stadt aus dem bislang veröffentlichtem Filmmaterial nicht beurteilen, ob gegen Tierschutzbestimmungen verstoßen worden ist. Aus kurzen, aus dem jeweiligen Zusammenhang gerissenen Ausschnitten erschließe sich nicht, ob den Tieren Schmerzen zugefügt worden seien.

Peta hat den Zoo bei der Staatsanwaltschaft wegen Tierquälerei angezeigt. Vor 15 Jahren lag das Thema dort schon einmal vor. Damals wurden Sachverständige angehört mit dem Ergebnis, dass die sachgerechte Benutzung eines Elefantenhakens nicht gegen den Tierschutz verstoße.

Demonstrationen vor dem Zoo

Am Freitagnachmittag haben Tierschützer der Organisation "Animal Rights Watch" eine Mahnwache für die Rechte von Tieren und gegen die mutmaßlich schlechten Bedingungen im Zoo abgehalten. Eine weitere Demonstration ist am Sonnabend geplant: Dann will Peta  gegen d en Zoo protestieren. Für 10.30 Uhr ist eine Kundgebung am Steuerndieb angemeldet.

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