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Zooviertel-Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt

Mord an Andrea K. Zooviertel-Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt

Der 27-jährige Florian K. ist der Mörder der Geschäftsfrau Andrea K. - er hat die 49-Jährige am 4. Mai dieses Jahres im Zooviertel umgebracht. Das Schwurgericht unter Vorsitz von Wolfgang Rosenbusch verurteilte den gelernten Hörgeräteakustiker wegen Mordes aus Habgier in Tateinheit mit Raub zu einer lebenslangen Haftstrafe.

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Florian K. wurde als Mörder von Geschäftsfrau Andrea K. zu lebenslanger Haft verurteilt.

Quelle: Steffen/Droese

Hannover. Damit folgte die Kammer dem Plädoyer von Staatsanwalt Jörg Hennies. Verteidiger Dimitrios Kotios hatte auf Freispruch plädiert, weil es erhebliche Zweifel an der Täterschaft seines Mandanten gebe; der Anwalt kündigte an, Revision einlegen zu wollen.

Dagegen stellte Richter Rosenbusch in der Urteilsbegründung fest, dass die Kammer keine Zweifel hege, dass Florian K. die Miteigentümerin einer Zeitarbeitsfirma umgebracht hat. K. habe den Raubmord in der Mars-la-Tour-Straße begangen, um seine Schulden von 12.000 Euro tilgen zu können. Dazu plante er, den Mercedes 350 SLK von Andrea K. zu verkaufen, stellte den Wagen nach der Tat nahe seiner Wohnung in der Südstadt ab. Außerdem unternahm er noch an jenem Abend mehrere Versuche, bei verschiedenen Banken mit drei Kreditkarten seines Opfers Geld abzuheben. Diese Bemühungen scheiterten, weil K. die PIN der Karten nicht kannte. Rosenbusch nannte diese Versuche „dilettantisch“ und „völlig schwachsinnig“; sie würden aber zeigen, wie verzweifelt der Täter auf Geld ausgewesen sei. Die erfolgreiche Geschäftsfrau Andrea K., die ein schickes Auto fuhr und in einem Nobelquartier wohnte, stellte für den 27-Jährigen das passende Opfer dar.

Vor dem Landgericht Hannover hat der Prozess um den Mord an einer Unternehmerin im Zooviertel begonnen.

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Das Schwurgericht charakterisierte Florian K. als einen Mann, der redegewandt sei, sich gerne über Niveau verkaufe und es verstehe, Menschen hinters Licht zu führen. Eine Kostprobe gab K. gestern bei seinem Schlusswort. In gestelzten Worten sagte er zu der Schwester des Opfers, dass er sich vor ihr „verneige“, weil sie den Prozess so tapfer durchgestanden habe. Entschuldigen könne er sich allerdings nicht, da er den Mord ja nicht begangen habe.

Das sah das Gericht völlig anders. Rosenbusch verwies auf die Verletzungen der Frau, sie sich lange gegen ihren Mörder zur Wehr gesetzt hatte, die vor ihrem Tod gewürgt worden war und einen Schlag auf den Kopf bekam. Er führte aus, dass die Ermittler einen Handabdruck von Florian K. an den Fliesen im Bad gefunden hatten - direkt neben der Wanne, wo das Opfer ertränkt wurde. Er erwähnte den Fingerabdruck an einem Weinglas, den der - bei der Tat offenbar unbekleidete - K. bei seiner überaus gründlichen Beseitigung der Spuren übersehen hatte. Er sprach die Löschung der Kontaktdaten von „Camilo“ im Handy der getöteten Frau an - diesen Aliasnamen hatte der Frauenheld K. in Internet-Kontaktbörsen benutzt, um sich in immer neue Affären zu stürzen.

Die Polizei hat eine 49 Jahre alte Frau tot in ihrer Wohnung an der Mars-La-Tour-Straße im Zooviertel entdeckt. Eine Obduktion ergab, dass die Frau umgebracht wurde. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes.

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Nach Überzeugung des Schwurgerichts wollte der Täter den Mord wie einen Unfall aussehen lassen, doch dank der detektivischen Spurensuche der Polizei ging dies schief. „Sie haben die Frau ertränkt, nachdem Sie sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben“, sagte Rosenbusch zu Florian K. Und für solch eine grausame Tat könne es nur eine Strafe geben - lebenslänglich.

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