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Neuer ZOB hat schon wieder Schäden

Zu hohe Belastung für Asphalt Neuer ZOB hat schon wieder Schäden

Hannovers neuer Busbahnhof ist noch kein Jahr alt, da tun sich schon die ersten Schäden auf. In der Asphaltdecke klaffen Löcher: Die schweren Fernbusse reiben beim Bremsen krümelweise den Asphalt weg. Die Stadt lässt derzeit prüfen, wie die Schäden beseitigt werden können, ohne den Betrieb am Busbahnhof aussetzen zu müssen.

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280 Busse im Regional- und Fernverkehr rollen täglich auf den neuen Busbahnhof. 
Das moderne System der Abfertigung hat sich bewährt, die meisten Kunden sind 
zufrieden. Nachgebessert werden muss jetzt aber beim Asphaltbelag.

Quelle: Kutter

Hannover. Das Areal ist an eine Betreiberfirma verpachtet.

Der neue, modern gestaltete Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) ersetzt das heruntergekommene Areal am alten Fernsehturm. Täglich werden etwa 80 Fernbusse und 200 Regiobusse abgefertigt. Doch der Asphalt hält den bis zu 18 Tonnen schweren Gefährten nicht stand. An der Einfahrt kurz vor der Schranke etwa klaffen inzwischen rund fünf Zentimeter tiefe und 20 Zentimeter lange Löcher im Asphalt. Regelmäßig bleiben die ankommenden Reisebusse mit ihrem Vorderreifen in dieser Vertiefung stehen, wenn Sie darauf warten, auf das Areal hinter dem Hauptbahnhof fahren zu können. „Ja, die Schäden sind uns bekannt“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. „Insbesondere im Bereich vor der Einfahrtsschranke haben sich zwei Vertiefungen in der Deckschicht gebildet.“

Der neue ZOB in Hannover hat bereits Schlaglöcher.

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4,3 Millionen Euro hat der Busbahnhof gekostet, als er im September 2014 eröffnet wurde. Beim Betreiber Deutsche Touring nimmt man die Schäden auf dem teuren Areal gelassen. Von einer „kleineren Welle in der Einfahrt“, sagt eine Mitarbeiterin des Unternehmens. Man habe die Landeshauptstadt um eine Stellungnahme bezüglich des Themas gebeten. Das Tiefbauamt kümmere sich jetzt um die Löcher, die wahrscheinlich aufgrund des heißen Wetters entstanden seien, sagt die Sprecherin.

Tatsächlich richten die immer schwereren Busse an vielen Stellen im Stadtgebiet Schäden an – doch normalerweise bilden sich vor häufig angefahrenen Bushaltestellen Wellen im Asphalt. Dass beim ZOB jetzt schon nach so kurzer Zeit Brösel aus dem Belag fallen und sich regelrechte Schlaglöcher bilden, ist für Fachleute eher ein Beleg dafür, dass das Material falsch verarbeitet wurde. „Ich gehe auch davon aus, dass diese Schäden nicht allein durch die Abnutzung durch die Busse entstanden sind“, sagt Jörg Finke, Dezernatsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde. Möglicherweise seien die Schichten falsch aufgebracht, aus denen ein Straßenbelag bestehe, um dem extrem hohen Druck von Bussen oder Lastwagen zu widerstehen. Regelrechte Schlaglöcher jedenfalls weisen seiner Meinung nach auf einen Fehler beim Bau hin.

So sieht das offenbar auch die Stadt. „Die Verwaltung geht davon aus, dass die Schäden im Rahmen der Gewährleistung beseitigt werden“, sagt Dennis Dix.

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