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Aus der Stadt Unternehmen lassen Schüler mitarbeiten
Hannover Aus der Stadt Unternehmen lassen Schüler mitarbeiten
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00:17 01.05.2016
Wie wird aus einem Fest für 500 Kinder ein Erfolg? Das war nur eine der Aufgaben, an denen die 60 Schüler bei der Madsack Mediengruppe tüftelten. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Am Flughafen schauten 90 Schüler bei einer Führung hinter die Kulissen. Und praktisch wurde es im Stephansstift. Dort lernten 29 Schüler, wie vielseitig die Berufe in der Altenpflege sein können. Sie übten, den Blutdruck zu messen, halfen immobilen Menschen mit Bewegungsapparaten und erlebten in einem Alterssimulationsanzug, wie sehr Sinne und Mobilität im Alter eingeschränkt sind. Angebote zum Zukunftstag gab es natürlich auch bei Ämtern und Fachbereichen der Stadt und Region, im Zoo, im Kestner Museum und bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. Allein in der California-Fertigung in Limmer halfen 40 Schüler bei der Instandhaltung kleiner Werkstücke und bekamen Einblicke in die Montage.

Auch die Auszubildenden der Madsack Mediengruppe luden 60 Schüler zur Mitarbeit ein. In Projektgruppen entwickelten sie Werbeanzeigen, formulierten Kurzmeldungen, halfen der Citipost und planten für die Veranstaltungsagentur Festfabrik ein Kinderfest für 500 Kinder. Mit begrenztem Budget diskutierten sie leidenschaftlich über das Programm von Bands bis DJs, stritten über die Beschaffenheit von Sitzmöbeln und besprachen vor allem das Essensangebot von Hummer bis Popcorn. „Ich möchte unbedingt Dosenwerfen“, erklärten Jannick Shaya und Tom Cornils. Die beiden Schülerinnen Maja Ammaschubert und Florine Twele schrieben fleißig mit, verfassten anschließend einen Bericht für die Mitarbeiterzeitung und freuten sich später über den ersten richtigen Feierabend.

Auch die Redakteure im Umland freuten sich über tatkräftige Unterstützung. So interviewte die 13-jährige Eda den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff, der am Donnerstag die Spargelsaison in Fuhrberg eröffnete. Katharina und Lena schrieben für die Burgdorfer Redaktion über den Zukunftstag bei der Polizei, und in Wunstorf verfassten Lena, Louis, Felix und Fabian einen Bericht über die Feuerwehr. In Gehrden machten die Nachwuchs-Reporter eine Umfrage in der Innenstadt.     

Von Jan Sedelies

„Es ist eine gute Sache, mal hier reinzuschauen“

Erzieher werden will er nicht. Das kann Scherif Ay ganz klar sagen, als Resümee seines Zukunftstages in der Kita Trammplatz. „Zu anstrengend“, meint der 13-Jährige. Lieber will er Pförtner im Rathaus werden, wie sein Vater es früher war, erzählt der Schüler von der IGS Garbsen – und grinst mit Zwillingsbruder Dennis um die Wette. „Obwohl es eine gute Sache ist, mal hier reinzuschauen.“

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Zahlreiche Unternehmen in der Region Hannover bekamen handfeste Unterstützung von Schülern beim Zukunftstag. 

Das finden auch Nico Zurheide und Niklas Schwarz von der IGS Rodenberg beziehungsweise der Käthe-Kollwitz-Schule. Obwohl es eher mit pragmatischen Gründen zu tun hat, dass sie sich eine Kita ausgesucht haben. Wie Dennis und Scherif, so hat auch Nico Verwandte im Rathaus. Niklas hat lange telefoniert – und oft gehört, dass ein Platz Kindern von Arbeitnehmern aus dem Betrieb vorbehalten war. Am Ende sei eben etwas in der Kita Trammplatz frei gewesen. Dennoch: Der 14-jährige Nico hat es genossen, mal draußen zu sein statt den ganzen Tag in der Schule zu hocken. Der 13-jährige Niklas hat in der Bauecke Türme aus Legosteinen und Holz gebaut, mit Kindern gespielt und ist mit seinem Zukunftstag auch zufrieden.

Die vier haben ein umfangreiches Programm absolviert, angefangen mit der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Hermann um 8 Uhr. Es folgten mit Morgenkreis und Freispiel Stationen im Kindergarten. Ein Teil der Gruppe hat sogar einen Ausflug zu einer Zoohandlung unternommen. Nach dem Mittagessen folgte ein Vortrag zum Thema „Wie finde ich einen Job?“ – und eine Reflexionsrunde des Tages stand für die Jungen kurz vor dem Ende um 15 Uhr auf dem Plan. Der Tag in der Kita war also keine vertane Zeit, obwohl am Ende ein Job bei VW, Mercedes oder als Polizist „doch irgendwie cooler wäre“.     

Von Jutta Rinas 

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