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Zum Obama-Besuch droht eine Flugverbotszone

Präsidentenbesuch Zum Obama-Besuch droht eine Flugverbotszone

Muss am Flughafen während des Obama-Besuchs zur Hannover-Messe der Flugverkehr für mehr als zwei Tage eingestellt werden? Eine Ankündigung möglicher Flugverbotszonen der hannoverschen Polizei hat Irritationen am Flughafen Hannover ausgelöst.

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Beim Besuch von US-Präsident Barack Obama zur Hannover Messe drohen Einschränkungen im Flugverkehr in Hannover.

Quelle: Dröse/Archiv

Hannover. Die Deutsche Flugsicherung hält ein derartiges Szenario aber für wenig realistisch - eher sei mit kurzzeitigen Einschränkungen zu rechnen. Stärker als der kommerzielle Flugverkehr könnten die Hobbyflieger betroffen sein. Auch Drohnen droht ein mehrtägiges Flugverbot.

In dem Schreiben kündigt die Polizei eine Flugverbotszone von 30 Seemeilen um das Hannover Congress Centrum (HCC) herum an, das entspricht rund 55,6 Kilometern. Laut Schreiben sollen Flüge in diesem Radius von Sonnabend, 23. April, 12 Uhr, bis zum Montag, 25. April, 18 Uhr verboten sein. Im Kongresszentrum soll Obama die Messe am Sonntag, 24. April, zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnen.

Wörtlich heißt es in dem Brief: „In dem abschließend festgelegten Flugbeschränkungsgebiet werden alle Flüge einschließlich des Betriebs von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrsystemen untersagt sein.“ Ausnahmen gelten demnach nur für Bundeswehr, Polizei und Rettungshubschrauber. Demnach müsste der Flughafen in Langenhagen für zweieinhalb Tage komplett schließen. Bei der Polizei heißt es, die Beschränkungen für den Flughafen stünden noch nicht fest. Darüber werde die Deutsche Flugsicherung informieren.

Am Flughafen, sorgte das Schreiben der Polizei für Verwunderung. Eine offizielle Stellungnahme gab es gestern dazu nicht. Hinter vorgehaltener Hand heißt es beim Flughafen, man warte zunächst ab, die Angelegenheit werde sich noch zurechtruckeln. Vorstellbar seien etwa temporäre Beschränkungen, wenn die Präsidentenmaschine Air Force One starte und lande.

Die Deutsche Flugsicherung (DSF) rechnet mit Details über die Flugverbotszone erst etwa eine Woche vor dem Termin. „Völlig ungestört für den Luftverkehr wird das nicht ablaufen“, sagt DSF-Sprecherin Ute Otterbein. Flugverbotszonen seien ein normales Prozedere bei solchen Anlässen. Die Flüge von und nach Langenhagen würden aber kaum betroffen sein.

Die Auswirkungen für die Freizeitpiloten werden dagegen wesentlich drastischer sein. Im April beginnt vor allem für die Segelflieger die Saison. Die Vereine seien mit dieser Einschränkung sehr unglücklich, sagt die Landeschefin des Deutschen Aero-Clubs, Meike Müller. Betroffen vom Flugverbot wird auch der mehrmalige Deutsche Meister LSV Burgdorf sein, der von Ehlershausen aus fliegt. Den Bundesligafliegern wird an dem Wochenende nichts anderes übrig bleiben, als die Hochleistungssegelflugzeuge in Anhänger zu packen und sich einen Flugplatz außerhalb der Verbotszone für Starts zu suchen. Und Fluglehrer Jürgen Habel, der in der Woche vor dem Obama-Besuch junge Fluglehrer ausbildet, will den Lehrgang beschleunigen. „Dann müssen wir mit den Prüfungsflügen schon am Freitag anfangen“, sagt er. Und hoffentlich regnet es dann nicht.

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