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Aus der Stadt Diana Babalola rockt die Illumination
Hannover Aus der Stadt Diana Babalola rockt die Illumination
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00:17 18.06.2017
Von Juliane Kaune
Große Kulisse: Diana Babalola tritt vor dem Schloss in Herrenhausen auf. Quelle: Villegas
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Hannover

Sicher ist sich Herrenhausen-Direktor Ronald Clark nicht, wie die Besucher der Illumination reagieren werden, wenn sie zu Klängen von Metallica, Guns n Roses, Dire Straights oder Phil Collins durch die Rabatten flanieren. "Wir wollen das einfach mal ausprobieren", sagt Clark, der die Idee hatte, die Wassermusik kurzfristig pausieren zu lassen. Bei Steffen Müller, stieß er auf offene Ohren. Der Geschäftsführer von Radio 21 ließ ein gut dreistündiges Programm zusammenstellen, das die Gartengäste aufhorchen lassen soll - mit Rocknummern ebenso wie mit poppigen Stücken oder Balladen wie "Sound of Silence". Alles bekannte Originale - aber natürlich ohne die dazugehörigen Interpreten, sondern herausgesucht aus dem Musikarchiv des Senders.

Die Live-Musik steuert ein Original aus der Südstadt bei: Diana Babalola, die sich derzeit weit über Hannovers Grenzen hinaus einen Namen als Rock-, Pop- und Soulsängerin macht. Ihre Stimme ist klar und kräftig. Coverversionen von Adele oder Beyonce hat sie ebenso im Repertoire wie eigene Kompositionen. Am Donnerstag testete sie für die Fotografen die Kulisse für ihren etwa halbstündigen Auftritt am 23. und 24. Juni, posierte vor dem Schloss und im Großen Parterre. Sie verriet noch nicht, was sie singen wird, machte aber etwas Werbung für ihre neue EP "Wild Fire" - der Titel passe doch bestens zum Spiel mit Licht.

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Sängerin Diana Babalola rockt die Herrenhäuser Gärten: Statt Händel gibt es zur Illumination nun Rockmusik.

"Ich kenne die Gärten, und ich mag sie. Schließlich bin ich in Hannover aufgewachsen", sagt die Tochter einer Ukrainerin und eines Nigerianers. Auch die Barockmusik ist ihr nicht fremd: Die 24-Jährige hat eine klassische Klavier- und Gesangsausbildung. "Da habe ich natürlich auch Werke von Händel gespielt." Die Wassermusik war nicht dabei.

Das 1717 von dem Hofkomponisten des hannoversch-britischen Königshauses nach einer Fahrt auf der Londoner Themse geschaffene Werk hat es zum Herrenhausen-Klassiker gebracht. Vor genau 80 Jahren wurde der Barockgarten komplett mit elektrischen Leitungen ausgestattet, um die gartenhistorischen Schmuckstücke ins rechte Licht zu setzen. In den Sechzigerjahren kam dann die Wassermusik als akustische Begleitung hinzu.

"Unsere Gäste merken ganz genau, wenn sich etwas verändert", sagt Clark. So sei den Stammhörern aufgefallen, dass seit 2013 eine andere Version der Wassermusik zu hören ist - eingespielt von der Hannoverschen Hofkapelle. Umso gespannter ist der Gartenchef, was die Besucher sagen werden, wenn nun Rock- und Popnummern aus den Boxen klingen - übrigens aus einer ganz neuen Tonanlage, die den mehr als 30 Jahre alten Vorgänger ersetzt.

Einlass zu "Romantic meets Rock" ist am 23. und 24. Juni von 20 bis 22.30 Uhr, die Illumination läuft von 22 bis 23 Uhr; Karten gibt es im Vorverkauf an der Gartenkasse oder im Künstlerhaus für 4 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen nichts. Die Besucherzahl ist auf 2500 Gäste je Abend begrenzt.

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