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Zwei Obdachlosen-Treffs haben neue Räume

Neue Unterkünfte Zwei Obdachlosen-Treffs haben neue Räume

Die beiden großen Obdachlosentreffs Nordbahnhof und Dach über dem Kopf (DüK) haben jeder eine neue Bleibe gefunden. Beiden Tagestreffs war 2016 unabhängig voneinander von ihren jeweiligen Vermietern gekündigt worden.

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 Der Tagestreff bietet Obdachlosen bis 14 Uhr Duschen und Kochgelegenheiten.

Quelle: Herzog, Archiv

Hannover. Die Suche nach neuen Räumen erwies sich als schwierig. „Wir haben ein Jahr lang gesucht, es wollte uns niemand haben“, berichtet Petra Tengler, Geschäftsführerin der Selbsthilfe für Wohnungslose (Sewo), die den Nordbahnhof in der Nordstadt betreibt. Auch die Stadt habe sich nicht hilfreich gezeigt.

Der Tagestreff Nordbahnhof gehört wie das DüK zu einem Netz von sieben Tageseinrichtungen für Obdachlose mit gestaffelten Öffnungszeiten. Wohnungslose können ohne Anmeldung vorbeikommen und duschen, einen Kaffee trinken, essen, Wäsche waschen und einen Computer nutzen. Der Ausfall auch nur einer der Einrichtungen hätte eine beträchtliche Lücke gerissen.

Die Probleme sind nun gelöst: Das DüK, eine Einrichtung der Diakonie, geht an die Berliner Allee 8, nur einen kurzen Fußweg vom Hauptbahnhof. „Wir wollten dringend in der Innenstadt bleiben und dort für die Menschen da sein“, erklärt Pastor Rainer Müller-Brandes, Leiter des Diakonischen Werks Hannover. Die Immobilie, zwischen Brautmode und Sanitärhandel gelegen, sei der Kirche auf Vermittlung der Stadt angeboten worden. Noch muss das Gebäude umgebaut werden. Der Umzug ist zum August oder September geplant. Bis dahin bleibt das DüK wie in den vergangenen 25 Jahren in der Lavesstraße 72.

Am neuen Standort fasst die Diakonie auf vier Etagen mit jeweils 200 Quadratmetern mehrere Einrichtungen zusammen. Der Tagestreff im Erdgeschoss bietet Obdachlosen bis 14 Uhr Duschen und Kochgelegenheiten. „Sie können sich aufwärmen und ohne Termin mit unseren Sozialarbeitern sprechen“, erläutert Müller-Brandes. In die oberen Etagen ziehen die zentrale Beratungsstelle der Wohnungslosenhilfe (ZBS) und die Straffälligenhilfe Resohelp, die bisher beide in der Hagenstraße zu finden sind.

Der Nordbahnhof, der als einziger Tagestreff auch sonntags öffnet, zieht vom Engelbosteler Damm eine Haltestelle weiter stadtauswärts an die Schulenburger Landstraße 34. Nach Abschluss des Umbaus geht der Betrieb am 10. April weiter. Ein Mitarbeiter hatte die leer stehenden Räume einer ehemaligen Sparkassenfiliale entdeckt. Vermieter ist die Sparkasse Hannover. „Wichtig ist uns, dass die Räume sinnvoll genutzt werden und nicht leer stehen“, sagt Sprecherin Dagmar Lietz.

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