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Aus der Stadt Zwei nackte Männer prügelten sich in Sauna
Hannover Aus der Stadt Zwei nackte Männer prügelten sich in Sauna
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00:16 23.09.2016
Von Michael Zgoll
Eigentlich ein Ort der Entspannung: die Sauna. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Der Grund: Ein 32-Jähriger, eher schmächtig gebaut, sollte mitsamt seinem Handtuch ein Stück rutschen, wollte aber nicht. Das brachte seinen Nachbarn, einen großgewachsenen Friseurmeister von 39 Jahren, in Harnisch. Schlussendlich trug der Ältere ein blaues Auge davon - und verklagte den Kontrahenten.

Am Dienstag kassierte der Friseur den zweiten Schlag, dieses Mal von Zivilrichterin Catharina Erps. Sie wies seine Klage auf Zahlung von 2500 Euro Schmerzensgeld und 1836 Euro Schadensersatz zurück. Zunächst einmal könne er den behaupteten Verdienstausfall nicht auf Basis eines Angestelltensalärs geltend machen - als Selbstständiger müsse er eine andere Rechnung präsentieren. Auch fuße die weitaus meiste Zeit einer dreiwöchigen Krankschreibung doch wohl eher auf einem Magen-Darm-Infekt als auf den Nachwirkungen des blutunterlaufenen Auges.

"Ich wollte einfach nur sitzen und meine Ruhe haben"

Die Sauna war an jenem Weihnachtstag voll besetzt, gut 30 Gäste schwitzten um die Wette. Der Friseur hockte auf der obersten Ebene der hölzernen Terrassenlandschaft. Als der 32-Jährige hinzukam und sich neben ihn quetschte, machte sich der Ältere zunächst klein. Doch irgendwann wurde es ihm zu eng und er forderte seinen Banknachbarn auf, ein wenig zu rücken. „Ich wollte aber einfach nur sitzen und meine Ruhe haben“, erklärte dieser dem Gericht. Über das, was dann folgte, gingen die Schilderungen der beiden Wellnessfans weit auseinander - wer zuerst aggressiv wurde, wer saß oder stand, wer wen anbrüllte, schubste und zuerst zuschlug. Gesichert war am Ende des Tages nur, dass der Mann mit dem blauen Auge die Polizei rief und Anzeige erstattete.

"Fass mich nicht an"

Für die Richterin war die Aussage einer Zeugin entscheidend, die ihren Aufguss in der Erdsauna mit den zwei heißblütigen Männern geteilt hatte. Nach deren Beobachtung, ein wenig getrübt durch eine Sehschwäche und das Dämmerlicht, hatte der Größere den Streit begonnen und war auf den Sitznachbarn losgegangen. Die 59-jährige Dozentin erinnerte sich an einen „Tumult“ und ein „Klatschen“, es seien Sätze gefallen wie „Fass mich nicht an“ und „Ich hab doch nichts getan“. Dass der Schmächtige dem Friseur im Zuge eines wilden Gerangels ein Veilchen geschlagen habe, sei ihm nicht vorzuwerfen, urteilte Catharina Erps - vielleicht habe er sich in einer Notwehrsituation gewähnt.

Im September 2015 hatte es am Amtsgericht bereits ein Strafverfahren gegeben, damals musste sich der 32-Jährige wegen Körperverletzung verantworten. Dieser Prozess endete mit einer Einstellung, allerdings hatte der Schmächtige 500 Euro an die MHH-Hilfsorganisation Kleine Herzen zu zahlen.

Sie waren ihnen ohnehin ein Dorn im Auge: Die Plakate der SPD, auf denen die Genossen mit Oberbürgermeister Stefan Schostok warben, obwohl dieser gar nicht zur Wahl stand, ärgerten die Opposition. Nun stehen sie immer noch, obwohl laut Gesetz alle Wahlplakate abgeräumt sein sollten. 

Andreas Schinkel 23.09.2016

Im nächsten Sommer wird der Stadtbahnbau die westliche Innenstadt 16 Wochen lang komplett lahmlegen. Der Bereich Goethestraße–Steintor–Lange Laube wird von Mai bis September für den Autoverkehr gesperrt. Bahnverbindungen aus Ahlem fallen aus, zudem muss mit Verspätungen im gesamten Streckennetz gerechnet werden. 

Conrad von Meding 21.09.2016

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