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Zweites Rathaus wird am Schützenplatz gebaut

Zulassungsstelle und Ordnungsamt unter einem Dach Zweites Rathaus wird am Schützenplatz gebaut

Hannover bekommt ein zweites, sogenanntes technisches Rathaus am Schützenplatz. Die städtische Immobiliengesellschaft Union Boden hat den Zuschlag für den Bau auf dem Grundstück der Zulassungsstelle erhalten. Die vertraulichen Verwaltungspläne sollen noch vor dem Jahreswechsel den politischen Gremien vorgestellt und beschlossen werden.

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Die Kfz-Zulassungsstelle am Schützenplatz soll für das sogenannte Zweite Rathaus weichen. 

Quelle: Dröse

Hannover. Der Bürokomplex umfasst eine Nutzfläche von knapp 20.000 Quadratmetern. Die Zulassungsstelle, das Ordnungsamt Mitte, die Ausländerbehörde und weitere Abteilungen des Fachbereichs Recht und Ordnung, insgesamt etwa 500 Mitarbeiter, werden in dem Neubau untergebracht. Im Foyer wünscht sich die Stadt ein „Welcome-Center“ für ihre Kunden, wie es in den Verwaltungsplänen heißt. Die alte Zulassungsstelle wird abgerissen. Der Neubau dürfte nach Informationen der HAZ einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. „Das wird ein Riesenkasten“, heißt es aus Kreisen der Union Boden.

Noch zu Zeiten von Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) wurde die Idee geboren, verstreut liegende Behörden zusammenzuführen. So sind 2013 die Mitarbeiter des Fachbereichs Soziales in das ehemalige Telekom-Gebäude an der Hamburger Allee gezogen. Im zweiten Rathaus sollte der Fachbereich Recht und Ordnung gebündelt werden.

Stadt will Räume für 30 Jahre mieten

Wichtigster Grund für einen neuen Standort war nicht zuletzt der marode Zustand des Ordnungsamtes Mitte in der Leinstraße, in dem auch die Ausländerbehörde untergebracht ist. Seit Jahren klagen Mitarbeiter über zugige Büros und veraltete Elektrik. Ord-
nungsdezernent Marc Hansmann (SPD) hat immer wieder betont, dass das veraltete, düster wirkende Haus nicht geeignet sei, eine „Willkommenskultur“ zu vermitteln. Doch das Vergabeverfahren für das zweite Rathaus zog sich lange hin. Zwischenzeitlich musste der Ausschreibungstext aus rechtlichen Gründen neu verfasst werden. Die Stadt war gezwungen, eine neue Ausschreibung zu starten. Beworben hatte sich die städtische Union Boden mit ihrem Grundstück am Schützenplatz.

Wie das neue Verwaltungsgebäude aussehen soll, darüber ist wenig bekannt. Union Boden hüllt sich unter Hinweis auf ein „laufendes Verfahren“ in Schweigen. Aus den Plänen der Stadt geht hervor, dass von einem Architektenwettbewerb abgeraten wird. Stattdessen soll das beauftragte hannoversche Architekturbüro KSW drei Entwürfe präsentieren. Fest steht, dass die Union Boden unter dem Gebäude eine Tiefgarage einrichtet. Im vierten Quartal 2018 soll der Bau an die Stadt übergeben werden. 30 Jahre will die Stadt die Räume mieten, zu moderaten Konditionen.

Über den Standort dürfte es in der Ratspolitik noch Debatten geben. CDU und FDP wünschten sich bisher den alten Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Hamburger Allee als Standort. Ämter mit großem Publikumsverkehr müssten in der Mitte der Stadt angesiedelt werden, argumentierte die Ratsopposition. Jetzt will die Deutsche Bahn ihren Hauptsitz auf dem ZOB errichten. SPD und Grüne hatten schon immer mit dem Standort am Schützenplatz geliebäugelt.     

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