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Robert Enke

Zwischen Mensch und Image


Ein Torwart ist gestorben. Er hat sich das Leben genommen. Michael Ballack steht im schwarzen Anorak in der Marktkirche zu Hannover, eine Kerze in der Hand. Teresa Enke sitzt auf einem Podium, schwarz ihre Kleidung, schwarz der Hintergrund, und hilft ihrem Mann ein letztes Mal, das zu erklären, was niemand erklären kann.
Held seiner Fans und Opfer seiner Krankheit: Robert Enke.

Held seiner Fans und Opfer seiner Krankheit: Robert Enke.

© Ulrich zur Nieden

Eine Dauerkarte liegt im Regen, neben den Kerzen vor der AWD-Arena. Die Menschen trauern. Zehntausende, Hunderttausende, Millionen. Doch was ist es eigentlich, das uns an diesem Tod so sehr berührt?

Normalerweise ist es still nach einem Selbstmord. Aus Rücksicht vor den Angehörigen, aus Angst vor Nachahmern, aus Unsicherheit. Bei Robert Enke ist das anders. Es ist ein lauter Tod, viel lauter als sein Leben. Nie stand der Torwart, geboren und aufgewachsen in Jena, so sehr im Fokus, wie nun, nach seinem Tod. 35.000 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet, längst nicht nur Fußballfans, treffen sich in der Innenstadt von Hannover, um nicht allein mit ihrer Trauer zu sein. Die Tränen sind echter, als es die Fernsehbilder zeigen können, die Verzweiflung ist es auch. Aus der Polizeimeldung über einen Selbstmord an der Bahnstrecke Bremen–Hannover in Eilvese am Dienstagabend ist über Nacht ein gewaltiger, nationaler Trauerflor geworden, der sich in Form von Laufbändern auch um das gesamte deutsche Fernsehprogramm gelegt hat.

Wie gute Liebeslieder

Gemessen an der hiesigen Fernsehberichterstattung ist Robert Enkes Tod nur mit dem Tod von Lady Di oder mit Michael Jackson vergleichbar. Jackson war in 40 seiner 50 Lebensjahre ein Weltstar, Enke hat acht Länderspiele für Deutschland gespielt. Aber es ist etwas Besonderes an diesem Mann. Fast unheimlich ist die Anteilnahme für ihn. Auch noch 24 Stunden nach seinem Tod gibt es Sondersendungen, Rückblicke in Endlosschleifen und Liveschaltungen auf allen Kanälen. Als könnte die mediale Dauerbefeuerung sein tragisches Ende noch ein bisschen hinauszögern. Deutschland spielt auf Zeit. Nachrichtensprecher interviewen Sportjournalisten, Psychologen, frühere Sportler – die zahllosen Antworten auf die immer gleichen Fragen hat 96-Torwarttrainer Jörg Sievers am Mittwochabend im Fernsehstudio bei Johannes B. Kerner mit folgenden Worten zusammengefasst: „Alles, was man sagt, ist Spekulation.“

Vielleicht sind es gerade die Leerstellen in der Leidensgeschichte des traurigen Torwarts, die die Betroffenheit so gewaltig machen. Wie gute Liebeslieder, die persönlich sind und dennoch genau dort Lücken lassen, wo der Zuhörer seine eigenen Erfahrungen einsetzen kann. Über Nacht ist die Geschichte des Nationaltorhüters und Medienstars Robert Enke eine fast schon universelle geworden. Eine moderne Tragödie. Eine, die von Erwartungsdruck und Versagensangst erzählt, von schweren Schicksalsschlägen, von einer innigen Liebe, der schließlich keinerlei Happy End beschert ist. Und davon, wie das helle Licht der Öffentlichkeit keinen Raum lässt für menschliche Schwächen.

Das schwarze Nichts

Robert Enke war depressiv. Der Druck auf den Leistungssportler, so kann man vermuten, war zu hoch. Und doch wird aus den unendlich ergreifenden Erklärungen seiner Frau bei der Pressekonferenz deutlich, dass es nicht in erster Linie die Angst des Torwarts vor dem nächsten Ball war, die Robert Enke zu den Bahngleisen trieb. Im Tor war er sicher oft der Beste. Enkes Problem war gerade kein sportliches, sondern vielmehr ein gesellschaftliches. Auch das hebt seine Geschichte weit heraus aus dem Rund des Stadions, hinein mitten ins Leben eines jeden. Der zwischen den Pfosten so furchtlose Schlussmann hatte zu Hause auf seinem Bauernhof die irrationale Angst, das Jugendamt werde ihm, dem depressiven Vater, seine acht Monate alte Adoptivtochter wegnehmen. Er fürchtete die Ächtung durch seinen Arbeitgeber, seine Fans, seine Fußballerkollegen, weil er eine Krankheit hatte, die man nicht haben darf.

Viele Stars kennen dieses schwarze Nichts namens Depression, das dich umgibt wie ein Eiswind, die dunklen Wolken über deinem Kopf, die stummen Raben, die sich auf deine Schultern setzen, die stählernen Türme aus Angst, die rings um dir emporwachsen. Dein eigenes Selbst richtet sich gegen dich, saugt alles Frohe und Warme aus dir heraus, quält dich mit sinnlosen Gedankenschleifen, tötet deine Gefühle. Bei Prominenten wird die Krankheit oft dann übermächtig, wenn das Image – das Bild des Publikums – und das Selbstbild zu weit auseinanderklaffen. Sie werden – im wahrsten Sinne des Wortes – zerrissen. „Ich bin es müde, Elvis Presley zu sein“, hat Elvis einmal gesagt. „Wenn dein Kopf zu groß wird, bricht er dir den Hals.“ Und Maria Callas, die große Sopranistin, sagte: „Wir schuften jahrelang, um bekannt zu werden, und wenn der Ruhm uns schließlich überallhin folgt, sind wir dazu verdammt, uns ständig als würdig zu erweisen, um das Publikum nicht zu enttäuschen, das von seinen Idolen Wunder erwartet.“ „Ich wollte einfach diese Person wegdrücken von mir, die da draußen war, die ich aber nicht bin“, sagte auch Sängerin Michelle kurz nach einem Suizidversuch. „Ich war diese Person nicht.“ Beständig bauen die Medien „saubere“ Starfassaden auf, um sie anschließend mit Lust wieder einzureißen, immer mit dem Argument: „Die leben doch davon, dass wir über sie berichten.“

Wie groß der Widerspruch zwischen Enke, dem erfolgreichen Torwart, und Enke, dem privaten Menschen war, zeigte sich erst nach seinem Suizid. Dass er nicht allein war mit seiner Krankheit, schon gar nicht als Prominenter, hat ihm am Ende nicht helfen können. Es gehört zu den perfiden Taktiken der Depression, dass sie sich selbst für endgültig erklärt, dass sie für den Erkrankten jede Aussicht auf Heilung verbaut. Die Depression ist eine Volkskrankheit, jeder fünfte in Deutschland leidet mindestens einmal im Leben daran. Weiter verbreitet sind sonst nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und trotzdem ist die Krankheit ein Tabu. Noch immer. Wer depressiv ist, gilt schnell als schwach, ist nicht belastbar, ist nicht „leistungsbereit“ – selbst dann, wenn er seit Jahren zu den besten Torleuten Deutschlands gehört. Wohl deshalb hat Enke nicht geredet, deshalb hat er sich nicht stationär behandeln lassen. Und deshalb wird man depressiv. Ein Teufelskreis.

Dieses Tabu ist in vielen Fällen mindestens genauso schädlich wie die Krankheit selbst. In Enkes Fall war es tödlich. Wer aus Angst schweigt, dem kann nicht geholfen werden. Ruhm oder Wahrheit – diese Frage kann Menschen zermürben, sie zwingt manche samt ihrem Umfeld, wie im Fall Enke, zu einem regelrechten Doppelleben.

Es ist nicht das einzige Tabu in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt, in der Politik, im Sport. Homosexualität beispielsweise galt unter den sogenannten Entscheidungsträgern noch bis vor wenigen Jahren als Tabuthema. Wer schwul war, behielt das am besten für sich – mit allen persönlichen Konsequenzen. Der Politiker Guido Westerwelle ging fast zwei Jahrzehnte mit weiblichen Begleitungen auf Empfänge, um sich keinem Getuschel auszusetzen, bis er sich 2004 mit seinem Partner beim Geburtstag der späteren Kanzlerin Angela Merkel zeigte und sich seitdem zu seiner Homosexualität bekennt. Die Vorarbeit machten andere. Es war Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der 2001 in aller Öffentlichkeit bekannte: „Ich bin schwul, und das ist auch gut so.“ Wowereit berichtete später von dem Bekenntnis und davon, dass er viel Angst hatte vor dem Leben nach diesem Satz. Politiker leben, wie alle öffentlichen Menschen, von der Popularität. Doch die Zeit war reif für den Satz. Er machte Wowereit schlagartig berühmt.

Der letzte Mann

Es scheint, als erlebe es die Gesellschaft als befreiend, solche Bekenntnisse zu hören, als sei sie fast dankbar, wenn ein Tabu offen zur Sprache kommt, als breche ein Damm. Das gilt auch für Krankheiten. Mehrfach haben sich zuletzt Prominente mit ihrem Leiden aus dem Dunkel gewagt. Christoph Schlingensief hat das Tagebuch seiner Krebserkrankung veröffentlich („So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein“), schonungslos zu sich selbst und seinen Lesern. Auch „Spiegel“-Reporter Jürgen Leinemann schildert seinen Kampf gegen den Krebs („Das Leben ist der Ernstfall“).

Enke hatte die Kraft nicht, sich zu seiner Krankheit zu bekennen. Vielleicht, weil er schon zu viele Schicksalsschläge hinnehmen musste, vielleicht, weil depressive Torhüter es noch schwerer haben als schwule Politiker. Niemand weiß das genau. Torhüter sind der Inbegriff von Sicherheit, Unangreifbarkeit, sie sind die Leute ohne Nerven, die Nummer eins, der letzte Mann. In einer Branche, in der viel von „mentaler Stärke“ die Rede ist, in der Spiele „im Kopf“ entschieden werden, ist auch im Jahr 2009 noch immer kein Platz für Melancholiker und Zweifler. Es ist vielleicht das einzig Positive an Enkes Selbsttötung, dass sich daran etwas ändern könnte. „Wir haben eine Aufgabe gestellt bekommen von Robert, über die sollten wir nachdenken“, sagte gestern 96-Klubchef Martin Kind. Die Aufgabe ist vielschichtig.

Denn der Tod des Robert Enke sagt nicht nur etwas aus über fatale Tabus. Er verrät auch einiges über unser Verhältnis zu unseren Idolen. Einerseits wünschen wir uns das Leben der Darsteller in dieser seltsamen Parallelwelt aus Geld und Glamour so sorgenfrei und bunt wie möglich. Andererseits lieben wir gerade diejenigen Stars am meisten, die inmitten der Glitzerkulisse gebrochen sind, vom Leben gezeichnet sind, eine „echte“ Biografie vorweisen können. Ironischerweise verfügte Robert Enke gerade weil er sich dem Zirkus aus Homestorys, „Bunte“-Porträts und Promi-Quizshows verweigerte, über eine besondere Nähe zum Publikum. „Dass du kein Held sein wolltest, hat dich zu einem gemacht“, steht auf einer der zutiefst rührenden Abschiedskarten an der AWD-Arena.

Man könne „am Ruhm zerbrechen“, diese Floskel ist oft zu hören in diesen Tagen. Aber was bedeutet das genau? Wie schrecklich muss es sein, wenn das, was dich überhaupt noch am Leben erhält – der Film, die Musik, der Fußball – dich gleichzeitig krank macht, weil du Angst hast, es zu verlieren? Wenn du weißt, dass zu viel von der Droge dir schadet? Und: Ist Prominenz im Grunde nicht ohnehin die reinste Überforderung der menschlichen Psyche, ein diffuser Traum, den Millionen träumen, aber kaum jemand selbst erlebt?

„Gib mir mehr von dem Wahnsinn!“

„Von null auf hundert berühmt zu werden ist die irrste Bewusstseinsexplosion, die man sich vorstellen kann“, hat Popstar Robbie Williams mal gesagt. „Aber was kommt dann? Eine Welt, in der du belächelt, beschimpft und wie Dreck behandelt wirst.“ Und: „Schon jetzt brüllt der Teil meines Verstandes, in dem die Vernunft beheimatet ist, immer lauter: Robbie, hör’ endlich auf mit dem Popstar-Mist“, sagte er während seiner Europatournee 2001. „Aber noch antwortet mein Ego genauso laut: Gib mir mehr von dem Wahnsinn!“

Stars sind Symbole gemeinsamer kultureller Werte. Das Publikum, ein heterogenes Konstrukt aus Millionen Individuen, ist dankbar für jeden Bezugspunkt, jede Gemeinsamkeit. Erst nach seinem Tod zeigt sich, was für eine wichtige Konstante Enke für diese Stadt, gar dieses Land war. Jede Ära hat ihre eigenen Ikonen, manchmal werden sie erst nach ihrem Tod dazu. James Dean brauchte drei Filme und einen Autounfall, um zum Mythos zu werden, weil er, wie Andy Warhol sagte, „der beschädigten, aber wunderbaren Seele unserer Zeit vollendeten Ausdruck verlieh“.

Als kokett, als „Jammern auf hohem Niveau“, wird jedes Wehren gegen die mediale Vereinnahmung, jeder verzweifelte Versuch, sich einen Rest Privatheit zu erhalten, gern abgetan. Was wollen die denn? Die sind doch reich und berühmt – die müssen doch glücklich sein? Wer so denkt, versteht nicht viel von dieser Krankheit. Und von der Bedeutung – und damit Verantwortung –, die Menschen wie Enke als Integrationsfiguren schultern müssen. Eine Bedeutung, die weit über den Fußball hinausreicht. „Für viele Jugendliche ist Gott weit weg“, schrieb vor einigen Jahren eine Schülerin des 12. Jahrgangs am Ratsgymnasium Osnabrück in einer Facharbeit. „Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die von der Wissenschaft dominiert wird, und die Religion kommt oft zu kurz. Die Stars begegnen uns in unserem Leben ständig, sie sind uns nah. Sie geben uns Kraft und lassen uns von einer besseren Welt träumen, in der ewig die Sonne scheint, man das Geld im Handumdrehen verdient, jeder schön und gesund ist, viele Freunde hat und von allen geliebt wird. Kurzum, wir sehnen uns nach dem Leben, was uns die meisten Stars in Zusammenarbeit mit den Medien präsentieren. Wir brauchen diese Illusion.“

„Wie ein trauriger Clown“

Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an die Kaste der Prominenz. Und das hat Folgen. Eine US-Studie von 1995 hat ergeben, dass 26 Prozent aller befragten Prominenten irgendwann in ihrem Leben Alkoholprobleme haben. In der „Normalbevölkerung“ sind es 14 Prozent. Die Selbstmordrate bei Berühmtheiten liegt bei 4,4 Prozent gegenüber etwa einem Prozent bei Nichtberühmten. Hollywoodlegende Marilyn Monroe nahm 1962 eine Überdosis Schlaftabletten, Nirvana-Sänger Kurt Cobain erschoss sich 1994 in Los Angeles. Und auch Romy Schneider bekämpfte die Düsternis in ihrer Seele immer wieder mit Alkohol und Tabletten, bis sie im Mai 1982 starb.

Auch der Sport kennt diese Dramen. Der Fußballer Sebastian Deisler, einst „Basti Fantasti“ bei Hertha BSC, der 2007 ausgebrannt und schwer depressiv seine Karriere beendete, zerbrach an den Erwartungen seiner selbst und denen der Zuschauer. Ihn rettete, dass er darüber sprechen konnte. „Ich bin unglücklich geworden, als ich versucht habe, andere glücklich zu machen“, schreibt er in seiner Biografie, die nach Enkes Tod in den Bestsellerlisten nach oben schießt. „Ich fühlte mich wie ein trauriger Clown.“

Es ist das Vermächtnis des Robert Enke, dass das Tabu bröckelt, dass wir nachzudenken beginnen über die Unmenschlichkeit des modernen Lebens. In der Glitzerwelt, in der Arbeitswelt, im Alltag von Stars und Nichtstars. Insofern birgt der sinnlose Tod des Torwarts Robert Enke vielleicht doch einen winzigen Rest von Sinn.

Von Imre Grimm 
und Dirk Schmaler

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  • @ imre grimm und dirk schmaler just me – 15.11.09
    ...auch ich möchte mich den vielen vorrednern anschliessen und mich bedanken für diesen artikel!!!
    mit abstand das beste was ich seit dienstag zum thema gelesen habe!

    so viele treffende und nachdenklich machende worte und sätze, dass ich nur staunen kann und denke: hoffentlich wird dieser artikel so oft wie nur möglich gelesen und regt viele menschen zu nachdenken und handeln an..

  • Chapeau emathion – 14.11.09
    Ein unendlich bewegender Artikel! Er schafft es spielend die ganze Situation nachhaltig und umfassend zu beleuchten. Solche Beiträge können tatsächlich dazu beitragen, dass sich etwas bewegt in der Gesellschaft.
    Gestern schrieb @anachorete sehr passend auf Twitter: “Wenn sich bitte mal eben 82 Mio Deutsche die Zeit nähmen diesen Text aus der @haz zu lesen...“
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
  • "Depression" =! Krankheit p. – 13.11.09
    Ich halte es für fatal, "Depression" als normale Krankheit zu definieren. Das ist sie nämlich nicht. Allein die Psychiatrie bezeichnet unter dem Begriff einige verschiedene Formen mit jeweils verschiedenen Symptomen. So mag es sein, dass viele Menschen einmal in ihrem Leben mit einer Depression zu kämpfen haben, doch viel mehr ist die problematische Depression eine solche, die therapeuthisch "behandelbar" ist, aber eben nicht heilbar.
  • Artikel HAZ Schweizer – 13.11.09
    ...ein wunderbarer Artikel - voller Wahrheit zu einem so unglaublich traurigen Anlass...
  • Genau so! Stef_D – 13.11.09
    Wenn die Kraft versiegt,
    die Sonne nicht mehr wärmt…
    Dann ist der Tod eine Erlösung.

    Das ist Depression. Die Autoren dieses Berichtes haben die richtigen Worte gefunden, DIE Worte.
    Vielen Dank für diese Zeilen, die ins Mark treffen, die berühren, aber leider Wahrheit sind.

    Die große Frage nach dem "Warum" bleibt. Aber die Worte erklären die lebensbedrohliche Krankheit Depression, den Elefanten, ein wenig näher.

    Ich hoffe, Robert Enkes Tod lässt die Depression in unserer Gesellschaft als echte Krankheit wachsen.
    Dann hatte sein Tod zumindest einen kleinen Sinn...
  • Seite 3 Carsten – 13.11.09
    Wow... danke HAZ!

    Ein großartiger Artikel, der weit über das oberflächliche Medieninteresse der letzten Tage hinausgeht.

  • Der Ursachen so viele.... Dieter – 13.11.09
    Auch ich muss sagen, dass es ein sehr niveauvoller Artikel ist - Respekt!

    Und wie Sie es schreiben, es war ein gesellschaftliches Problem das er hatte, wie so viele in der heutigen Zeit, weil Freiheit falsch verstanden wird, weil Menschen andere Menschen - von Vorurteilen getrieben, fertig machen; weil die Aufklärung damit, dass es keinen Gott geben soll, zuende erklärt ist.

    "Er fürchtete die Ächtung durch seinen Arbeitgeber, seine Fans, seine Fußballerkollegen, weil er eine Krankheit hatte, die man nicht haben darf."

    Schade, dass er nicht schwul war, dann könnten wir uns gleich um ein weiteres gesellschaftliches Problem unter "echten" Männern und Fussballspielern kümmern, dass auch zu so einem Fall führen könnte.

    Um solche Taten - egal von wem und wegen was - zukünftig zu verhindern ist viel mehr Aufklärung und die fast gänzliche Beseitigung von Vorurteilen nötig!
  • Enke-Platz c, d – 13.11.09
    In der momentanen allgemeinen und berechtigten Betroffenheit kam die Idee nach einer Straßenbenennung auf.
    In behutsamer Bewunderung staune ich über Teresa Enke.
    Vielleicht nennt man den Platz vor dem Stadion einfach "Enke-Platz", wer will darf ruhig für sich an hoffentlich noch lange glücklich Lebende mitdenken...
  • Seite3 Ralf – 13.11.09
    Danke für den Text. Das Beste was ich in letzter Zeit gelesen habe.
  • Kompliment ich – 13.11.09
    Kompliment für diesen Beitrag!
  • Dem kann ich mich nur anschließen ... Doli – 13.11.09
    !!!
  • Die beste Seite 3 seit langem. für-mehr-sein-als-schein – 13.11.09
    Respekt und Dank an zwei der talentiertesten Schreiber der HAZ für einen wunderbaren Text, der sich diesem so traurigen wie tragischen Thema in angenehm menschlicher, aber dennoch professioneller Weise nähert. Eine Seite zum Aufbewahren. Bitte mehr davon!

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