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aha entsorgt 60 Schrottfahrräder

Radständer entrümpelt aha entsorgt 60 Schrottfahrräder

Wenn jemand wie Jürgen Standke mit einem Bolzenschneider und einem Trennjäger am Ernst-August-Platz unterwegs ist und alle paar Meter ein Fahrradschloss knackt, rückt normalerweise die Polizei an. Die war zwar gestern auch vertreten, aber nur als interessierter Beobachter.

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Fahrräder am Hauptbahnhof werden von einem aha-Mitarbeiter entfernt.

Quelle: Dröse

Hannover. Standke knackte in öffentlichem Auftrag – die Stadt und die Bahn haben wieder einmal Schrottfahrräder wegräumen lassen. Nirgendwo sonst im Stadtgebiet stehen so viele schrottreife Drahtesel herum wie an den Bügeln auf dem Ernst-August-Platz und vor der Galeria Kaufhof. „Sie blockieren die Abstellanlagen und Erschweren das Durchkommen auf einem der frequentiertesten Plätze Hannovers“, sagt Gerhard Kumm-Dahlmann, Leiter des Fachbereichs Tiefbau im Rathaus. Also rückten Standke und seine Kollegen vom Team Abfallfahndung des Abfallwirtschaftsbetriebes aha an, die sich über mangelnde Aufmerksamkeit nicht zu beklagen brauchten. Ein ansehnliches Medienaufgebot sah ihnen bei der Arbeit zu.

Dabei ist es nicht so, dass die gestrige Entrümpelung vor dem Bahnhof ein Einmalereignis war. Die Bahn, Hausherr auf dem Ernst-August-Platz, lässt nach Angaben von Heinz Herrmann vom Bahnhofsmanagement drei- bis viermal im Jahr Standke und seine Kollegen anrücken. Im Schnitt schmeißen die dann 40 Rostlauben in die Container. Gestern wurde dieser Wert noch übertroffen. An den Bügeln auf dem Ernst-August-Platz waren 52 Fahrräder fällig, vor der Galeria Kaufhof weitere acht. Erfahrungsgemäß dauert es allerdings nicht lange, bis die freigeräumten Stellplätze wieder blockiert sind. „Diese Entrümpelung ist ein mühsames Geschäft“, sagt Herrmann.

Immerhin scheint sich die Lage etwas zu bessern. Im gesamten Stadtgebiet haben die Abfallfahnder nach Angaben ihres Teamleiters Andreas Hübner vor zwei Jahren 963 Räder kontrolliert und davon mehr als jedes zweite schließlich entsorgt. Im vergangenen Jahr erweckten nur noch 647 Räder den Argwohn der Fahnder; 326 nahmen sie mit. „Die Zahlen sinken, weil die Leute teurere Fahrräder kaufen. Da passt man dann auch besser drauf auf und geht pfleglicher mit um“, sagt Hübner.

Bernd Haase

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