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„Lister Meile macht unordentlichen Eindruck“

haz.de-Umfrage „Lister Meile macht unordentlichen Eindruck“

Muss die Lister Meile dringend modernisiert werden, oder soll auf einer der beliebtesten Einkaufsstraßen Hannovers alles beim Alten bleiben? Bei einer Umfrage im Internet auf haz.de, an der sich mehr als 1200 Leser beteiligt haben, stimmen 65 Prozent der Aussage zu, dass die Straße längst nicht mehr so attraktiv ist wie früher.

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Die Lister Meile.

Quelle: Archiv

Hannover .  Nur 13 Prozent halten die Meile noch immer für eine der schönsten Bereiche der Stadt. 21 Prozent der HAZ-Leser geben an, dass sie lieber in anderen Stadtteilen unterwegs seien.

„Die Meile und der Stadtteil gehen langsam aber sicher den Bach runter“, heißt es in einem Leserkommentar auf haz.de. Angestoßen hat die Debatte die Kaufleute-Vereinigung Lister-Meile-Sterne. Vertreter der Händler forderten am Montagabend im Bezirksrat Mitte, dass die Meile verschönert werden müsse. Insbesondere der Abschnitt zwischen Weißekreuzplatz und Celler Straße, der südliche Teil der Meile, mache einen „unordentlichen Eindruck“. Das Bündnis der Geschäftsleute hat sich erst 2014 gegründet und zählt bereits 24 Mitglieder. Vor allem Inhaber kleiner Geschäfte sind vertreten. Sie haben Sorge, dass sich auf der Meile große Handelsketten breit machen und die kleinen Läden verdrängen.

Die Geschäftsleute versuchen, eigene Feste auf die Beine zu stellen, etwa Anfang September eine Tafel für alle Meilen-Bummler. Dabei gibt es bereits eine Kaufleute-Vereinigung auf der Bummel-Allee. Die Aktion Lister Meile zählt 80 Mitglieder und besteht seit den Siebzigerjahren. Ihr Vorsitzender, Dirk Eberitzsch, wehrt sich gegen das heraufziehende Negativimage. Dass die Einkaufsstraße noch immer bei Geschäftsleuten als eine der ersten Adressen in Hannover gilt, zeige sich daran, dass derzeit eine besonders große Nachfrage für Läden mit einer Größe von rund 300 Quadratmetern besteht. „Da ist der Bedarf weitaus höher als das Angebot. So eine Nachfrage hatten wir noch nie“, betont Eberitzsch. Es gebe jetzt vier Interessenten, die die Händlergemeinschaft besonders gerne auf der Lister Meile hätte. „Einmal etwas ganz Neues und eine Essenskette, mehr dürfen wir noch nicht verraten“, sagt er. Die ehemalige Filiale von Back-Factory indes bleibt zunächst noch ungenutzt, Feinkost Ecco will hier kein zweites Geschäft eröffnen.

Ungewiss ist noch die Zukunft der Strauss-Filiale. Das Unternehmen hat im Juni Insolvenz angemeldet, von einer Schließung auf der Lister Meile war da noch nicht die Rede. Derzeit wird das komplette Sortiment allerdings zum halben Preis angeboten. „Es wäre sehr schade für die Meile, wenn Strauss schließen würden“, sagt Eberitzsch.

Von Andreas Schinkel und Susanna Bauch

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