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iPad-Klassen starten – doch dieser Schule fehlt das Netz

Digitales Lernen iPad-Klassen starten – doch dieser Schule fehlt das Netz

In einem Pilotprojekt soll Schülern digitales Lernen vermittelt werden, dafür zahlen Eltern 500 Euro für ein iPad. Doch schon sechs teilnehmende Schulen stellen die Stadt vor Probleme. So sind etwa die Probleme mit Servern und schlechter Internetverbindung so groß, dass sich das Gymnasium in Linden-Süd nun um Jahre zurückgeworfen fühlt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Es soll ein Pilotprojekt für digitales Lernen sein - aber in Teilen fehlen die technischen Voraussetzungen dafür: Gemeinsam mit fünf anderen Schulen nimmt die Humboldtschule an einem Pilotprojekt für sogenannte iPad-Klassen teil. Leider sind die Probleme mit Servern und der schlechten Internetverbindung so groß, dass sich das Gymnasium in Linden-Süd nicht vorangebracht, sondern um Jahre zurückgeworfen fühlt.

„Das sind unhaltbare Zustände“

Claus-Hinrich Schröder, der an der Humboldtschule das Projekt betreut, sagt: „Das sind unhaltbare Zustände, die Stadt hat ihre Versprechen nicht eingehalten.“ Die Liste der technischen Unzulänglichkeiten, die er aufzählt, ist lang: Das Mobile Device Management (Mobilgeräteverwaltung), mit dem die Schule die Tablets der Schüler verwalten und beispielsweise verhindern soll, dass sie während Klausuren im Internet nach Lösungen suchen, funktioniert nicht. Immerhin habe mittlerweile das Rechenzentrum der Stadt Zugang zu den iPads. Die neu eingerichtete städtische WLAN-Verbindung hake. „Das Netz kann im Unterricht nicht genutzt werden“, sagt Schröder. E-Mails könnten nicht abgerufen werden. Das Netzwerk sei nicht stabil, die Lernplattform noch nicht eingerichtet. An den neuen interaktiven Tafeln seien die eingebauten Computer noch nicht so konfiguriert, dass man DVDs abspielen könne, es fehlten Auflademöglichkeiten für Funkmaus und -tastatur. Die Schule behilft sich übergangsweise erst mal mit einem alten Server.

Viele Eltern, die für mehr als 500 Euro (inklusive Versicherung) ein iPad angeschafft haben, sind empört, dass ihre Kinder es im Unterricht nicht richtig nutzen können. „In der freien Wirtschaft müsste die Stadt für so etwas Strafe zahlen“, sagt ein Vater, „das ist eine bodenlose Frechheit.“

Als der Schülervertreter Hugo Meinhof im Bildungsausschuss neulich nachfragte, warum alles so lang dauere, hieß es, durch mehrere langzeiterkrankte Mitarbeiter habe sich einiges leider verzögert. Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski erklärte am Donnerstag gegenüber der HAZ, es sei normal, dass bei einem Pilotprojekt nicht gleich alles sofort optimal laufe.Man arbeite daran, bis zu den Herbstferien werde sich das zurecht geruckelt haben. „Wir sind kein Hightech-Unternehmen, wir sind die Stadt Hannover.“ Mehr als 3000 Tablets in den Schulen zu administrieren sei eine Mammutaufgabe.

„Das ist eben ein Pilotprojekt“

An den anderen Pilotschulen hält sich die Kritik in Grenzen. „Es ist halt ein Pilotprojekt, klar, hakt es noch“, sagt Peter Schütz von der Integrierten Gesamtschule Linden. Das Mobile Device Management funktioniert allerdings auch hier nicht. An der Käthe-Kollwitz-Schule und der Gerhart-Hauptmann-Realschule ist von größeren technischen Problemen nichts bekannt. Auch an der Helene-Lange-Schule heißt es, man sei zufrieden.

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