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Aus der Stadt Mord soll nach 22 Jahren geklärt werden
Hannover Aus der Stadt Mord soll nach 22 Jahren geklärt werden
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20:00 30.01.2017
Quelle: Kristoffer Finn
Hannover

Der neue Prozess soll am 21. Februar beginnen, die Angeklagten hatten einen 24 Jahre alten Mann in ein Auto gezerrt, in dem Wald niedergestochen und hinterher gefesselt in einem Plastiksack vergraben. Pilzsammler entdecken den Toten im Oktober 1996. Zwei vorherige Prozesse platzen 1997 und 2009, ein mutmaßlicher dritter Täter ist inzwischen gestorben.

Einem der mutmaßlichen Täter soll die Schwester des  Opfers zuvor als Ehefrau versprochen worden sein. Als die damals 17-Jährige aus ihrer Heimat in Niedersachsen eintraf, soll ihr Bruder sich geweigert haben, dass sie die Drittfrau des Mannes wird. Daraufhin soll es zu der tödlichen Abrechnung im Fuhrberger Holz gekommen sein.

Der erste Prozess platzte, weil sich der Hauptbelastungszeuge, der bei der Tat dabei gewesen sein soll, mitten im Verfahren nach Syrien absetzte. Erst nach jahrelangen Bemühungen war die syrische Justiz bereit, den Zeugen zu vernehmen. Trotz der damit schriftlich vorliegenden Aussage platzte auch der zweite Prozess. Das Vorhaben des Gerichts, 2009 zur Vernehmung des Mannes in den Irak zu reisen, sei verworfen worden.

Nun wolle man abermals versuchen, die mutmaßlichen Täter zu verurteilen, auch wenn die Beweislage sich nicht verbessert habe, sagte ein Gerichtssprecher. Wo der Kronzeuge sich heute aufhalte und ob er noch lebe, wisse das Gericht nicht.

dpa

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