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Warnstreik

ver.di ruft zu Protesten in Hannover auf

Von Bernd Haase

Die Gewerkschaft ver.di hat für kommenden Montag zu einer ganztägigen Warnstreik- und Protestveranstaltung in Hannover aufgerufen. Mit Betriebsbeginn um 3.30 Uhr bleiben sowohl die Busse und Stadtbahnen der Üstra als auch die Fahrzeuge der RegioBus in den Depots.
Streik am Oststadt Klinikum: 45 Streikende haben in Hannover ihre Arbeit niedergelegt.

Streik am Oststadt Klinikum: 45 Streikende haben in Hannover ihre Arbeit niedergelegt.

© Dillenberg

Hannover wird die Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst am kommenden Montag mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu einer ganztägigen Warnstreik- und Protestveranstaltung aufgerufen, die vor allem den öffentlichen Nahverkehr und weite Teile der Stadtverwaltung für 24 Stunden lahmlegen wird. Betroffen sind ferner die Müllabfuhr, Krankenhäuser, Sparkassen und Dienststellen der Polizei.

Mit Betriebsbeginn um 3.30 Uhr bleiben sowohl die Busse und Stadtbahnen der Üstra als auch die Fahrzeuge der RegioBus in den Depots.

Zu spüren bekommen das rund 500.000 Schüler, Pendler und andere Fahrgäste. Improvisieren müssen auch Eltern, deren Kinder in einer der städtischen Kitas untergebracht sind. „Wir können für einen Tag keine Notdienstvereinbarung abschließen, deshalb bleiben die Einrichtungen geschlossen“, sagt Harald Härke, Personalmanager im Rathaus. Auch die Kraftfahrzeugzulassungsstellen und die Bürgerämter werden nicht arbeiten können. Gewährleistet werden soll auf jeden Fall der Winterdienst.

Die Streikenden werden sich auf dem Trammplatz versammeln und dann zu einer Kundgebung auf dem Opernplatz ziehen, zu der von 11.30 Uhr an mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet werden. Hauptredner ist der Bundesvorsitzende von ver.di, Frank Bsirske. Die Aktion zielt auf den nächsten Verhandlungstag am 10. Februar. Die Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen und andere Leistungen mit einem Volumen von fünf Prozent; die Arbeitgeber halten das angesichts der Kassenlage der Kommunen für nicht akzeptabel. Am Mittwoch kam es im Bundesgebiet zu Warnstreiks. In der Region Hannover protestierten Beschäftigte der Krankenhäuser.

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  • Gute nacht! antibody – 08.02.10
    Ein erfolgreicher Streik! Ich hoffe das sich Arbeitnehmer ausserhalb des öffetntlichen Dienstes ein Beispiel hieran nehmen und nun eben
    falls wieder mutig für ihre Interssene intreten. Insbesondere in den Sektoren in denen Dumping Löhne üblich sind.
  • Eine Frechheit Uwe – 08.02.10
    Streik hin oder her , Es ist eine Frechheit was sich die Gewerkschaft rausnimmt, Sie sitzen ja im Warmen, das Sie eine komplette Stadt lahm legen bei diesen Witterungsverhältnissen, Ich bin heute Morgen 6 Uhr mit den Fahrrad aus der List nach Altwarmbüchen zur Arbeit gefahren, da man ja auf den Radweg nicht fahren kann auf der Straße was eh schon Wahnsinn ist,denn die Autofahrer scheinen kein Verständnis zu haben. Da ich gemerkt habe das es mehr schneit stellte mich mein Chef frei von der Arbeit damit ich noch nach Haus komme, Da stellt man sich als Bürger der Stadt Hannover, Steuerzahler, Warum bekommen es andere Bundesländer mit den Winterdienst hin Nur Hannover nicht , Die Verhältnismäßigkeit Liebe Gewerkschaft ist nicht gegeben solch eine Forderung zu stellen, wenn andere auf Urlaub verzichten, auf 20 % weniger Gehalt und und und was glaubt Ihr eigentlich was Ihr sei!!!!!
  • keine Worte genervte – 06.02.10
    Da freut man sich richtig auf Montag.Erst die Kinder zur Schule fahren, dann auf das Verständnis des Arbeitgebers hoffen.Mittags wieder auf das Verständnis des Arbeitgebers hoffen,Kinder wieder abholen und die verlorenen Stunden wieder aufholen. Tolle Idee mit dem Streik. Hauptsache die Schulpflicht bleibt für diesen Tag bestehen.
  • Meine 5 Cent/Euro Gewerkschaftsmitglied – 05.02.10
    Ich, als Gewerkschaftsmitglied, finde den "Warn-"Streik ebenfalls übertrieben. Auch ich denke, man sollte erstmal Teilbereiche bestreiken.

    Zur Lohnforderung. Es wird leider kaum in den Medien kommuniziert, dass die Hauptforderung nicht der Lohn, sondern vielmehr die Beschäftigtensicherung ist. Ich persönlich kann auf die Lohnerhöhung verzichten. Aber nicht auf meine Kollegen, mit denen ich die Arbeit gemeinsam ausübe. Sicher gibt es im ö.D. genügend schwarze Schafe. Im Minesterium scheinbar mehr, als in den unteren Verwaltungen ;-) Aber ich denke, dass da lieber ein interner Prozess der Optimierung stattfinden sollte, als gleich mit Entlassungen oder Privatisierung zu drohen.

    Ansonsten kann ich über die meisten Kommentare nur lachen. Da wird doch schnell klar, wer über seinen Tellerrand hinwegsehen kann und wer nicht *g*
  • Warntreik Fritz T. – 05.02.10
    Ach, Herr Oberbürgermeister Weil hat kein Verständnis für die Warnstreiks ?
    Wenn ich - wie der OB - nach der Besoldungsgruppe B 9 (das entspricht der eines Ministerialdirigenten) insgesamt ein Monatseinkommen von 9243 € erhalten würde, hätte ich auch keinen Grund zu streiken.
    Der OB Weil sollte sich schämen, seine Angestellten von der allgemeinen Einkommensentwicklung auszuschließen.
  • Marathon Musiker aus der Region Hannover – 05.02.10
    Auf der Üstra Website gefunden
    "Als Nahverkehrsunternehmen steht die üstra für Mobilität und Bewegung. Daher wirbt ein Silberpfeil, seit Anfang Februar mit dem Slogan „Wir bringen Hannover in Bewegung“ für den hannoverschen Marathon und Triathlon."
    Tja, und dieser findet also kommenden Montag statt.
  • Trifft die falschen Musiker aus Region Hannover – 05.02.10
    Solange die bestreikten Verkehrsunternehmen den Streik als "höhere Gewalt" ausgeben dürfen, wird so ein Streik immer die falschen treffen.
    Wenn in meiner Band ein Mitmusiker keine Lust hat, weil ihm die Gage zu wenig ist, kann ich dann auch unter Berufung aus "Höhere Gewalt" den Auftritt absagen und die vorab gezahlte Gage behalten?
    Die Verkehrsunternehmen bedauern die Unannehmlichkeiten, die den Fahrgästen entstanden, nicht mehr als eine leere Höflichkeitsfloskel.
    Die Verkehrsunternehmen kennen aber auch keine Gnade, wenn ein Fahrgast, aus welchen Gründen auch immer, ohne gültigen Fahrausweis angetroffen wird, aber ich als Fahrgast soll Verständnis haben?
    Nun noch zum Rat, Fahrgemeinschaften zu bilden: Wie denn?
    Wenn ich die Suchmaschine nutze, um eine Onlinemöglichkeit der Fahrgemeinschaftsbildung zu suchen, listet die Suchmaschine ne Menge Müll auf, aber nichts, was am Montag Abhilfe schaffen könnte.
    Soll ich mich vielleicht in der Kälte an die Straße stellen und versuchen, die vorbeifahrenden Autofahrer davon zu überzeugen, mich mitzunehmen? Oder bei diesem schönen Wetter Rad fahren? Oder mal eben so 40 km zu Fuß gehen?
    Wie oben gesagt, ist das größte Problem beim Streik, dass die Verkehrsunternehmen einfach sagen können "Höhere Gewalt, ich kann nichts dafür". Wäre es nicht so und die Verkehrsunternehmen müssten für die durch Streik entstandenen Schäden aufkommen oder wenigstens jedem Fahrgast das zahlen, was dieser zu zahlen hätte, wenn er ohne Fahrschein fährt, wäre der Streik wirksam. So aber bewirkt er nur, dass jeder, der sein Auto abschaffte und sich eine Jahreskarte kaufte, diesen Schritt nun bereuen kann, mancher, der mit Öffis nur kürzere Strecken zulegt, sich ein Fahrrad zulegt und die übrigen keine legale Möglichkeit haben, sich zu wehren, denn wie gesagt "Die Verkehrsunternehmen kennen aber auch keine Gnade, wenn ein Fahrgast, aus welchen Gründen auch immer, ohne gültigen Fahrausweis angetroffen wird..."
  • mal Kommentare kommentieren bin auch Kunde – 04.02.10
    @LJA: Und, weil der Streik nicht direkt den Üstra-Vorstand trift, wollen Sie also den Fahrern der Üstra verbieten zu streiken? Anscheinend ist Gleichbeit vor dem Gesetz für Sie kein Thema. Dazu macht nicht der Üstra-Vorstand die Fahrpreise, das ist ne Sache die Zwischen GVH und Region ausgehandelt wird. Aber wenn man falsche Informationen hat, immer rausbrüllen, nicht wahr?
    @Betroffene: Auch Sie wollen also den Üstrafahrern das streiken verbieten, bzw bezeichnen sie als Verbrecher. Gute Einstellung, wüsste gerne was Du für nen Job hast, falls bei Ihnen mal Tarifverhandlungen sind, und Sie "zu faul zum arbeiten sind"
    @Aussteiger: Privatisieren als Allheilmittel? Schauen Sie sich mal an wie das Eisenbahnsystem in Grossbritanien funktioniert, bzw gerade nicht. Das ist auch vor ein paar Jahren privatisiert worden.
    @Kragenwald: Bau von Hochbahnsteigen und Streik (der übrigens von Ver.di, nicht von der üstra organisiert wird) in Verbindung zu bringen ist sehr Fantasievoll. Glauben Sie denn, dass der Üstravorstand den Streik so toll findet und die Forderungen?

  • Öffentlicher Dienst? wozu? herbert – 04.02.10
    Öffentlichen Dienst total privatisieren. Diese lebensfremden Beschäftigten nebst einer Steuergeld fressenden Gewerkschafts-Mafia (insbesondere Beschäftigungsgesellschaften von den Argen)streiken für ein noch schlechteres Ansehen. Außer überhöhte Krankheitszeiten, schlechte Produktivität fällt mir zum öffentlichen Dienst nichts ein.

    Wann bestreiken denn endlich mal die Kunden den öffentlichen Dienst?

    Fahrt Auto und nicht Üstra und meidet Krankenhäuser, die der öffentlichen Verwaltung unterstehen oder werft den Müll auf die Straße.
  • @ hässlicher Vogel LJA – 04.02.10
    Dem ÜSTRA-Management geht dieser Streik doch am A... vorbei. Tatsächlich sind es die gleichen Politiker und Gewerkschafter, die sich dort gegenseitig die Versorgungsposten zuschieben und dann regelmäßig die Fahrpreise erhöhen.
    Die Menschen, die mit einem Streik wirklich getroffen werden, können für Gehaltsunterschiede in der Firma hingegen nichts.
  • Genau richtig! hässlicher Vogel – 04.02.10
    Richtig so!
    Streikt am besten die ganze Woche,
    damit alle mal begreifen was ihr für die Allgemeinheit tut und man nicht alles mit euch machen kann.
    Das Managment der Üstra wird immer reicher und ihr immer ärmer.
    Dabei macht ihr für die Manager die eigentliche Arbeit!
    Ich fahre am Montag gerne mit dem Rad.
  • typisch Hannover Marc S. – 04.02.10
    Als geborener Bremer der dort auch 28 Jahre gelebt hat, habe ich während dieser Zeit nicht einen, ja richtig NICHT EINEN Streik der Bremer Straßenbahn AG miterleben dürfen....
    Seit 2002 "lebe" ich in Hannover und bekomme als Fahrgast der Üstra jedes Jahr eine Preiserhöhung aufgezwungen und muß nun auch noch den zweiten Streik innerhalb von zwei Jahren hinnehmen.
    Da ich in Lahe wohne und mein Arbeitsplatz sich in Laatzen befindet, werde ich wohl gezwungen sein, dem Streiktag einen Urlaubstag opfern zu müssen.
    16km Strecke mit dem Fahrrad, bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen, bewältigen zu müssen ist Angesichts der Winterdienstfaulheit und des Fahrstils der Hannoverschen Autofahrers zu heikel !
  • verdi... madenuzza – 04.02.10
    ... ihr nervt!
  • Streik Betroffene – 04.02.10
    Streik ist das gleich wie Erpressung, und das steht doch unter Strafe, oder ?
    Was die sich da leisten ist eine Frechheit
  • Streik Aussteiger – 04.02.10
    Da hilft nur eins:Privatisieren.
    Als nach dem letzten Streik das Altpapier nicht entsorgt wurde,hatten Firmen, welche mit Privatfirmen Entsorgungsverträge hatten , die Nase vorn.
  • Marketing - GAU der Öffis Kragenwald – 04.02.10
    Die Üstra hat ein kleines Kommunikationsproblem.

    - Auf der einen Seite versucht sie durch Hochbahnsteige, rote Wellen für Autofahrer und andere Formen der Nötigung neue "Kunden" zu gewinnen.

    - Auf der anderen Seite zeigt die Üstra ab Montag mal kurz, was es bedeutet, von einem Monopolanbieter abhängig zu sein: wir, die "Kunden", sind jederzeit erpressbar. Bürger zu Untertanen heißt das Programnm.

    Da bleibe ich lieber unabhängiger Souverän und wende ich mich von dieser ganzen staatlich verordneten Zwangsbeglückung ab. Behaltet euren Kram ! Ich komm auch ohne euch klar.
  • Roter Punkt! Ralf – 04.02.10
    Ich bin auch für den "Roten Punkt". Hat damals sehr gut funktioniert - und nicht nur am Montag, sondern ein bis zwei Wochen am Stück, dann bekommen wir vielleicht auch endlich mal wieder vernümpftige Preise.
  • 500.000 vahrenwalder – 04.02.10
    500.000 Schüler,Pendler und...?

    Wohl eher 230.000 x 2 Fahrten und 20.000. einzelfahrten vielleicht....

    Schon krass, was man mit Zahlen so anstellen kann...
  • wer will schon Üstra fahren ? Boizenburg – 04.02.10
    Ich fahre eh lieber Fahrrad und Auto (je nach Wetter) anstatt von der Üstra abhängig zu sein. Als Öffibenutzer bin ich schutzlos der Willkür von ver.di ausgeliefert und Herr Bsirske bestimmt, ob ich rechtzeitig auf Arbeit bin. Meine Tankstelle hat noch nie gestreikt, mein Auto funktioniert auch bei roter Welle und ich bin mein eigener Herr. Tschüß Üstra.
  • Zumutbarkeit LeoF – 04.02.10
    Im Zusammenhang mit der Zumutbarkeit der Schulpflicht angesichts des WAHN-Streiks und des KOMPLETT ausfallenden ÖPNV möchte ich hier mal Folgendes aus der Info-Mail der Üstra zitieren:

    "Der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) weist darauf hin, dass kein Anspruch auf Fahrpreiserstattung besteht, da der Streik als „höhere Gewalt“ gilt."

    Fazit:
    Es ist den Schülern und ihren Eltern laut Ministerium zumutbar, ohne den ÖPNV die Schulpflicht zu erfüllen aber die Üstra beruft sich auf Höhere Gewalt.
    Warum also berufen wir uns nicht alle auch auf höhere Gewalt (gemeint ist wohl Bsirske) ?

    Nur:
    Wie erklären wir alle das angesichts der Katastrophe in Haiti ?
    Dort hat wirklich höhere Gewalt gewirkt.

    Gruß

    LeoF
  • Studenten glf – 04.02.10
    Ist natürlich super, dass sowas zur Prüfungsphase ist und man dadurch gegebenenfalls Prüfungen verpasst oder nicht erreicht, dadurch ein ganzes Jahr verliert, weil man erst ein Jahr später Prüfungen wiederholen kann. Klar, man kann zu Fuß gehen oder Rad fahren. Studenten können sich aber nur in den seltensten Fällen ein Taxi leisten und wie man nachmittags noch ohne öffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit an der Messe kommen soll, sei natürlich dahin gestellt. Ganz davon abgesehen nach Mitternacht dort noch wegzukommen.

    Ich finde es richtig, dass Lohnerhöhungen gefordert werden, aber an Arbeitstagen zu streiken ist schon ziemlich ungerecht. An Wochenenden würde es das Gleiche bewirken, nur dass Leute, die nichts für das Gehalt der Leute können, nicht darunter leiden müssen.
  • @Benno Ich würde gerne..... – 04.02.10
    ...dem Brsirske mal meine Meinung direkt sagen, muss aber am Montag arbeiten, wenn ich es geschafft habe dorthin zu kommen. Ich denke aber auch, dass Papier und Mails zwar geduldig sind, aber selbst bei Verdi noch gelesen werden.
    Und sollten bei verdi aufgrund massiver Protestmails die Server rauchen, könnte das in bleibender Erinnerung bleiben. Das bewirkt mehr als unsinnige Demos. :-)
    Gruß
    LeoF
  • WAHN-Streik Leo – 04.02.10
    Diese Aktion ist nichts anderes als ein Wahn-Streik.
  • Streik Steuerzahler – 04.02.10
    nach den letzten Warnstreiks der Üstra:Das Kultusministerium liess verlauten:Jedem Schüler kann trotz des Streiks zugemutet werden,zur Schule zu kommen.Schulpflicht!!!
    Aber die Mitarbeiter des Ministeriums blieben mehrheitlich zuhause.
  • @ If Benno – 04.02.10
    WattdennWattdenn - nur Protestmails gegen ver.di? Montag kommt Bsirske nach Hannover. Organisier doch einfach ne machtvolle Gegendemo gegen ihn - aber das haste wohl nich im Kreuze wa?

    Ernsthaft Leute, was hier in dem Kommentaren gegen die Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst abgesondert wird, das ist doch unterste Schublade. Wenn irgendeine öffentliche Dienstleistung nicht 100% läuft dann bricht in der Stadt das verbale Chaos aus. Aber wenn die Leute für eine minimale Anhebung ihrer Gehälter mal einen Tag auf die Straße gehen, dann laufen in den Leserbriefspalten und an den Stammtischen die Hasskappen auf.

    Aber ver.di sollte mal nachdenken, wen sie eigentlich treffen wollen. Eintägige Warnstreiks in den Kitas stellen sehr viele Eltern und Alleinerziehende vor unlösbare Probleme mit sehr persönlichen Konsequenzen. Und wenn dann der Ex-Gewerkschaftsboss Harald Härke sagt, er könne für einen Tag keinen Notdienst anbieten, dann ist das eine organisatorische und fachliche Bankrotterklärung. Wofür wird der Mann eigentlich bezahlt? Oder muss man da eine klammheimliche Unterstützermentalität unterstellen?
  • @ Der Andere Hagen – 04.02.10
    Ähhh...ja....natürlich...Kredite...ah ja...Hallo??...Jemand Zuhause??
  • Streik!!! Jawoll Der wahre Bürger – 04.02.10
    Kurz und knapp
    Organisiert selber eine fette Demo gegen dieses faule Völkchen.
    Solidarität wäre ein Generalstreik. Runter mit den Lohnnebenkosten!!!! Dann haben alle was davon.
    Aber die Herren gehen nur für sich auf die Straße.
    Also auf zur fetten Gegendemo!!!!!
    Dieser Streik ist das Allerletzte!!!!!
    LG
  • PROTESTMAILS AN VERDI lf – 04.02.10
    Hallo zusammen,

    Da hilft nur eins:
    Jeder sollte gegen diesen unsozialen Streik per Mail protestieren, damit diese Pseudo-Revoluzzer mal sehen, wie viel Solidarität ihnen in der Bevölkerung sicher ist.

  • Verdi alter Ego – 04.02.10
    ich habe viele Jahre in einem Ministerium in Hannover gearbeitet.Die Jobs dort sind durch Bestandsschutz geschützt.Das hat zur Folge,daß eine große Langeweile herrscht,da zu wenig Arbeit für zu viel Personal vorhanden ist.Aber wenn wirklich einmal etwas zu tun war,wurden externe Firmen beauftragt.Inkompetenz und Lethargie sind dort an der Tagesordnung gewesen."Das fällt nicht in meinem Zuständigkeitsbereich"der
    Standartsatz.Und wer sich ungerecht behandelt fühlte ,hat sich einfach krank gemeldet.Hat ja keine Konsequenzen.Mehr Geld???Unbedingt ein Ja,aber nur für Polizei,Feuerwehr,Kindergärten...etc.Mein Fazit:In den Behörden wird ineffektiv oder gar nicht gearbeitet.Privatwirtschaftlich wäre dort schon längst eine Insolvenz fällig.Büroartikel für Zuhause auf Staatskosten,Pausen ohne auszustempeln aber Kürzungen bei Sozialarbeit und bei Hortplätzen!Weg mit Verdi!
  • mir kommen die tränen student – 04.02.10
    Aha, ein neu anfangender Fahrer verdient ca 1275€ Netto !?
    Das ist ja natürlich viel zu wenig...
    Also wenn das das Einstiegsgehalt ist, wird jedem klar, warum die Preise zu hoch sind. Das steht in keinem gerechten Verhältnis zu anderen Einstiegsgehältern in der privaten Wirtschaft. Vergleicht das zB. mal mit einer Bäckereifachverkäuferin. Die hat drei Jahre gelernt. Und obendrein kann sie Autofahren. Ein Busfahrer kann im Prinzip nur große Autos fahren und verdient ca. 250 € mehr!
    Na herzlichen Glückwunsch! Ihr lebt halt in einer anderen Welt! Macht man so weiter. Ihr produziert nichts wertschöpfendes. Seid eigentlich reiner Dienstleister, damit die wertschöpfend beschäftigten zur Arbeit kommen. Aber große Ansprüche stellen - das könnt ihr am besten...
    Denkt mal drüber nach an eurem freien Montag...
  • @ich/Roter Punkt Tanja – 04.02.10
    Super Kommentar. Ich musste wirklich etwas schmunzeln.
  • vollkommen schmerzfrei? bibimedo – 04.02.10
    eine unglaubliche Frechheit!? haben die Herrschaften sich mal in der Welt umgeschaut? Die Hälfte unserer Mitbürger arbeitet kurz und verdient 20% oder mehr weniger und bangt um ihren Job und hier streiten wir uns um 5% mehr Lohn!!
    Schämen solltet ihr euch!!!...ich mache drei Kreuze, dass ich damit nichts zu tun habe und ich meinen gerade arbeitslos gewordenen Freunden nicht erklären muss, warum ich die Frechheit besitze nicht zur Arbeit zu gehen!!!
  • @ der Gerechte Der Andere – 04.02.10
    "Wer auf der einen Seite nach oben offene Milliardengeschenke an Banken, Autoindustrie..."

    Das waren keine Geschenke, sondern Kredite. Keine Ahnung, aber gerecht.
  • Streik Meryem – 04.02.10
    Bei diesen Witterungsbedingungen für 24 Stunden den öffentlichen Nahverkehr zu bestreiken, grenzt an Körperverletzung!
    Klar, ein Streik, der niemandem weh tut, ist ziemlich sinnlos, aber bei einem WARNSTREIK muss doch irgendwie die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Nicht jeder kann sich ein Taxi leisten (wenn denn Montag genügend zur Verfügung stehen), nicht jeder kann Fahrgemeinschaften bilden und nicht jeder traut sich bei diesem Wetter aufs Rad! Und wenn man schon vom Rad fällt, dann bitte erst am Dienstag ins Krankenhaus gehen, Montag wird gestreikt *achtungironie*

    Dafür können wir uns alle bei der VERDI bedanken. Deren *piep* Funktionäre werden wahrscheinlich mit einem Chauffeur überall hingefahren, denen ist der öffentliche Nahverkehr doch egal!
  • Verdi Streik flo.ha – 04.02.10
    Ich findes es schon verwunderlich, den eigenen Mitarbeiter gesteht Verdi nur eine Lohnerhöhung von 1,5% zu.

    Und danke Verdi, dass ihr immer auf den Rücken anderer eure Forderungen durchsetzten wollt.

    Und danke Verdi, dass wir durch euch noch hörere Gebühren zahlen werden müssen als schon geplant.

  • Unverständnis Blobb – 04.02.10
    Wie so oft scheint Gewerkschaftspolitik auf den Schultern der Bevölkerung ausgetragen zu werden.

    Doch gerade in Zeiten von Wirtschaftskrise und Entlassungen, aber auch von Schnee und Glätte, sind solche Streiks nicht nur unverhältnismäßig, sondern ein unverschämter Schlag ins Gesicht.
  • Warnstreiks im Öffentlichen Dienst Der Gerechte – 04.02.10
    Obwohl ich selbst von den Folgen des Streiks bei der UESTRA betroffen sein werde, habe ich für ihn sehr viel Sympathie. Wer auf der einen Seite nach oben offene Milliardengeschenke an Banken, Autoindustrie und Altautobesitzer sowie an die gut-situierte FDP-Klientel verteilt, kann sich in den Tarifverhandlungen mit den eher schlecht bezahlten Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes nicht darauf berufen, die Kassen seien leer. So ganz leer scheinen Letztere ja auch noch nicht zu sein, denn über weitere Steuergeschenke wird ja derzeit laut nachgedacht. Wie es scheint, beabsichtigen die Führungseliten unseres Staates, die Zeche für ihr generöses Handeln mal wieder von den eigenen Mitarbeitern zahlen zu lassen. Dass die etwas dagegen haben und sich wehren, kann ich gut nachvollziehen. Soviel Konsequenz des Staates, wie er jetzt in den Tarifverhandlungen mit seinen Mitarbeitern an den Tag legt, hätte ich mir von ihm im Auftreten gegenüber den Verursachern der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise gewünscht. Wenn es den öffentlichen Kassen so schlecht geht wie allgemein behauptet, empfehle ich als allererstes die Einführung einer Sondersteuer auf Bankerboni. Vielleicht bleibt dann ja etwas übrig, um die ehrliche Arbeit der Busfahrer und Kita-Angestellten angemessen zu bezahlen.
  • Rote-Punkt-Aktion ich – 04.02.10
    Eine neue Rote-Punkt-Aktion wirds wohl zumindest im Innenstadtbereich nicht geben.
    Autos mit roten Punkten auf der Windschutzscheibe dürfen da nicht rein ;)

    Achja, noch was zum Thema: Mehr Geld für das Personal öffentlicher Verkehrbetriebe!
    Mindestens 5%! Selbst dann wären die Fahrergehälter noch zu wenig!
    Die üstra an sich mag ein mieser Laden sein aber ein Großteil der Beschäftigten leistet gute Arbeit für viel zu wenig Geld!
  • Fritz T Freak – 04.02.10
    Ich find es schön das sie so schlau werden. Soziale Marktwirtschaft lernt jeder in der 6/7 Klasse.
    Und hier meint keiner die "freie" Wirtschaft, nur weil er es sagt, gemeint ist nur ein Arbeitsplatz außerhalb des öffentlichen Dienstes.

    Aber immerhin sind Sie so schlau, dass sie es schaffen, einen Artikel zu kommentieren ohne was zu Sache zu schreiben. Glückwunsch!
  • @Fritz T.: ok soziale Marktwirtschaft HK – 04.02.10
    Meinetwegen: streiche "frei". Das war eher ein freudsches Anhängsel und hatte nichts mit dem Kern meiner Meinungsäußerung zu tun, wozu Sie allerdings offensichtlich nichts zu sagen haben.
  • Verpasste Chance cousin it – 04.02.10
    Schön, dann wird Hannover jetzt bestreikt. Dann muss man es auch dieses Jahr nicht während der CeBit tun und es tut garantiert nur dem kleinen Arbeiter, nicht aber Herrn Weil weh. Glückwunsch. *head-desk*

    Bringt Euren gewerkschaftsähnlichen Kindergarten WÄHREND der CeBit in Hannover auf die Strasse und ich trete ein.
  • HK Fritz T – 04.02.10
    Wenn ich die "schlauen" Kommentare lese, sträuben sich mir die Nackenhaare.
    Es gibt in der Bindesrepublik Deutschland KEINE freie Wirtschaft, da auch die Wirtschaft gewissen Regeln unterliegt. Daher hat ein Ludwig Erhard die Soziale Marktwirtschaft propagiert.
    Im weitesten Sinn kann man höchstens von einer Privaten Wrtschaft sprechen - niemals aber von einer Freien Wirtschaft.
  • Die Verhandlungen HK – 04.02.10
    Ein Blick auf diese Verhandlungen würde vielen Kommentatoren helfen.
    Aber ersteinmal vorne weg. Daß die Anfangsforderungen von Gewerkschaften immer etwas hoch sind, sollte jedem klar sein. Wer hier kommt und sagt, das sei nur bei Verdi so, täuscht sich. Auch die Arbeiter in der freien Wirtschaft werden von Gewerkschaften wie IG BCE oder Metall vertreten, die auch immer erstmal sehr hohe Forderungen stellen.
    Wenn man sich nun die laufenden Verhandlungen ansieht, wird doch klar, daß hier ein ganz anderer Punkt zu diesen sehr intensiven Warnstreiks geführt hat. Denn zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht ein Angebot vorzulegen, ist eine bodenlose Frechheit der Arbeitgeberseite. So können doch keine vernünftigen Tarifverhandlungen geführt werden. Die Folge sind diese Warnstreiks.

    Und wer hier meint, daß die Arbeit im öffentlichen Dienst ja so angenehm einfach ist, soll mal einen Tag lang gerade jetzt, wo noch Eis am Fahrbahnrand sich türmt, die Mülltonnen leeren.

    Ich arbeite übrigens nicht im öffentlichen Dienst. Ich werde es auch nie tun, da der öffentliche Dienst zumindest, was mein Berufsfeld angeht, viel schlechter bezahlt als die freie Wirtschaft. So viel schlechter, daß ich lieber die größere Unsicherheit eines Jobs in der freien Wirtschaft in Kauf nehme.
  • Jake Freak – 04.02.10
    Ich kann Sie durchaus verstehen. Aber immer dieses gleiche Gerede um die bösen Bänker und der Einkommensumverteilung?

    Die perfekte Gesellschaft wie Sie die wünschen (oder soll ich Sozialismus sagen?) gibt es nicht.

    Und nein, beim ERSTEN WARNstreik ist die angedrohte ganztägige Niederlegung übertrieben. Und um nichts anderes geht es hier. Da hilft es auch nicht so viel abzuschweifen wie sie und einen langen Kommentar zu schreiben.
  • Bezeichnend für die Üstra R. IEDEL – 04.02.10
    Kürzere Bahnen auf den großen Pendlerstrecken, Abbau der Regelbedienung mit Bussen in der Region und Preiserhöhungen bei kleinerem Leistungsportfolio. Was passiert mit den Geldern, wenn die Mitarbeiter weiterhin nicht angemessen entlohnt werden?
    Vielleicht sollten die Verantwortlichen der Hannoverschen Verkehrsbetriebe die Ausgaben für ihre Liegenschaften oder das informationsarme Fahrgastfernsehen kritisch überdenken.
    Über das Image eines Verkehrsbetriebes, der bei derartigen Witterungsbedingungen bestreikt wird, bedarf es keiner weiteren Diskussion.
    Eines ist sicher, würde der Umweltgedanke nicht im Vordergrund stehen, würde ich am heutigen Tage noch einen Kleinwagen kaufen.
  • Streik Jake – 04.02.10
    Die Deutsche Bank meldet gerade einen Gewinn von satten 5 Millarden Euro und kündigt an, die Boni für seine Investmentbanker zu erhöhen.
    Schönen Dank. Ist nicht die Deutsche Bank eine der Hauptgläubiger der HRE ? -
    haben da nicht die Steuerzahler erst geholfen , daß der Ackermann und seine tollen Bänker weiter Kohle scheffeln können?
    Wie wäre es, wenn der Ackermann mit einem Sack voll Geld mal wieder mit der Merkel frühstücken geht und etwas Geld "rüberwandern" läßt. Das wäre doch mal eine Ansage - Ackermann spürt, das die Wirtschaft wieder im Aufschwung ist.
    Für wen gilt der Aufschwung?
    Und durch wessen Hilfe ist das nur möglich?
    Da zitiert man doch gerne Bertolt Brecht:"Was ist eigentlich das größere Verbrechen ? - eine Bank zu überfallen oder eine Bank zu gründen?"

    Und jetzt sollen sich wiedermal die kleinen Leute zurückhalten?
    Weiter Realverlohnverlusrte hinnehmen?

    Ein Streik nützt nichts, wenn es keiner merkt.
    Die hier so laut gegen die Gewerkschaften aufschreien, sollten sich mal überlegen, wo wir ohne Gewerkschaften stehen würden;
    aber so wie die Wahlberechtigten die Regierung zusammengewählt hat, kommt es ja so, wie es sich die Antigewerkschaftler sich wünschen:
    Entsolidarisierung der Gesellschaft. Gewinne werden privatisiert - Verluste sozialisiert, Krankheitskosten trerffen nur die Armen, Hartz-IV-Empfänger werden jetzt schon in einer einzigartigen Kampagne kriminalisiert (wo sind eigentlich die Staatsanwälte die gegen die Bänker vorgehen, wo sind die versprochenen Gesetzesänderungen gegen den Banken-Bonie-Wahnsinn?) -
    all das haben die Leute, die sich jetzt beschweren wohl schon vergessen.

    Aber gut: lösen wir die Gewerkschaften auf, der Sklavenhandel durch die Zeitarbeitsfirmen hat ja schon längst begonnen.
    Wo ist die Solidarität unter der Bevölerung aus der "Roten-Punkt- Aktion" geblieben?
    Sind die Leute schon so satt, daß sie es nicht mal mehr aushalten können, wenn Menschen friedlich Ihre Forderungen formulieren und dem etewas Nachdruck verleihen?

    Man kann nur Staunen: sind das alles die Enkel von der Kohlschen geistigen Wende?
    Dann haben wir es nicht besser verdient in der Bundesrepublik.
    Haben wir Deutsche unsere Schlächter nicht schon immer "selbst" gewählt?

    Ps.: sich als Pseudonym Hans Böckler mit einem so einen Kommentar zu nennen ist ja die größte Frechheit überhaupt. Da dreht sich der alte "Kämpfer" für soziale Gerechtigkeit doch sicher wie ein Ventilator im Grab...
  • Unverhältnismäßiger Warnstreik Jackie O. – 04.02.10
    Das Ausmaß des geplanten Streiks am Montag ist vollkommen überzogen. Ja, die Gewerkschaftsfunktionäre verweisen auf die Absicherung des Streikrechts durch das Grundgesetz, aber die Mittel sind daneben. Mal wieder sind die Kindertagesstätten betroffen. Mühsam aufgebaute und ausgeklügelte Betreuungs- und Arbeitsstrukturen brechen durch den Streik zusammen. Auch ein Ganztagesstreik bei der ÜSTRA ist ein Schlag ins Gesicht derer, die nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt sind und bei diesen Witterungsverhältnisse pünktlich zur Arbeit müssen.
    Aber wie gesagt - alles korrekt aus sicht der Gewerkschaften. Rechtlich mag das stimmen - aber moralisch?
    Apropros moralisch: Verdi fordert 5% mehr für den öffentlichen Dienst, will seinen eigenen Beschäfigten nur 1,5 Prozent sowie rückwirkend für 2009 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro zugestehen. Aber ein Streik der eigenen Leute würde die Gewerkschaft ja selbst treffen und nicht wie sonst unbeteiligte Dritte!!!
  • @solidarischer Freak – 04.02.10
    1275 NETTO für einen neuen Fahrer ist für diese Art der Tätigkeit absolut ausreichend! Die Art und Umfang der Tätigkeit lässt nun mal keinen größeren Lohn zu. So ist es nun man halt bei Tätigkeiten ohne direkten Gegenwert.

    Zudem haben Sie nicht verstanden, dass es hier vielen Kommentatoren um den übertriebenen Umfang eines WARNstreiks geht. Hierzu Ihrerseit zu drohen und mit größeren Streiks zu drohen ist ganz billiger Populismus!
  • @Solidarischer Unsolidarischer – 04.02.10
    @Solidarischer (komischer Name. Für mich ist ein Streik auf dem Rücken der Bürger stets unsolidarisch).

    Aber zur Sache: Ist es wirklich notwendig, dass diese Gewerkschaftspropaganda gleich dreimal hier erscheint?

    Und lassen Sie mich raten. Ihrem Text nach zu urteilen arbeiten Sie im öffentlichen Dienst, oder?

    Alle die, die gemütlich im öffentlichen Dienst arbeiten, sollten einmal in ihrem Leben in der freien Wirtschaft arbeiten. Danach wissen die erst, wie gut sie es doch haben.
  • Frechheit!! Kerry – 04.02.10
    Eine absolute Frechheit diese Forderung bei der derzeitigen Wirtschaftssituation!!!! Nicht nur, dass die Pendler am Mo direkt betroffen sein werden, nein, auch sollten irgendwelche Forderungen nach Gehalterhöhungen durchgesetzt werden, bleibt auch DAS wieder an den Pendlern hängen; mal davon abgesehen, dass man für Üstra & Co eh schon mehr als genug zahlt!!!! Das eigene Gehalt steigt nämlich leider NICHT um 5%!! Klar, man arbeitet ja auch in der freien Wirtschaft (wo jedes Unternehmen z.Zt. zu kämpfen hat) und NICHT im öffentlichen Dienst, wo es den Leuten sowieso schon gut genug geht, meiner Meinung nach!! Habe NULL Veständnis für den Streik!!!
  • ÜSTRA / Regiobus snow – 04.02.10
    Was für Geschütze will man eigentlich auffahren, wenn man wirklich streikt? Schon beim ersten "Warnstreik" den ganzen Tag die üstra komplett lahmzulegen, ist unverantwortlich!!! In der Vergangenheit hats auch ein WARN-Streik bis 7 Uhr getan! Nur weil die lieben Leute bei der üstra dann Probleme haben, den Verkehr im Laufe des Vormittsg wieder normal zum Laufen zu bekommen, bleiben sie gleich ganz aufm Hof! Tolle Sache! üstra üstra ungeheuer, erstens sch***, zweitens teuer! Passt immer wieder !
  • Auch Busfahrer dürfen streiken Solidarischer – 04.02.10
    So ist es nunmal beim Streik im Öffentlichen Dienst. Es trift nicht die Arbeitgeber, sondern die Bevölkerung. Aber trotzdem haben auch Busfahrer das recht zu streiken. Nur mal so zur Info, Ein neu anfangender Fahrer verdient ca 1275€ Netto, inclusive Wochenendarbeit, Feiertagsarbeit, Nachts usw. Dabei soll er noch Lust auf den Job haben und sein Fahrzeug sicher durch den Verkehr lenken.
    Natürlich trift es die Berufstätigen, das ist traurig aber nicht zu ändern.
    Was mir hier fehlt ist sie Solidarität. Aber den Vorkommentatoren ist es egal, wie es anderen geht, Hauptsache sie müssen sich nicht auf neue Gegebenheiten einstellen. Das Problem bei den Tarifverhandlungen ist nicht die Gewerkschaft oder die Angestellten/Arbeiter, sondern die Arbeitgeber, die die Streiks ja eher gut finden, denn jeder Streiktag kostet die nunmal nichts. Ist nunmal anders als im verarbeitenden Gewerbe.
    Und denkt immer dran, das ist nur ein Warnstreik, wenn sich die Arbietgeber nicht bewegen wird es ab März richtig heiss.
  • Auch Busfahrer dürfen Streiken Solidarischer – 04.02.10
    So ist es nunmal beim Streik im Öffentlichen Dienst. Es trift nicht die Arbeitgeber, sondern die Bevölkerung. Aber trotzdem haben auch Busfahrer das recht zu streiken. Nur mal so zur Info, Ein neu anfangender Fahrer verdient ca 1275€ Netto, inclusive Wochenendarbeit, Feiertagsarbeit, Nachts usw. Dabei soll er noch Lust auf den Job haben und sein Fahrzeug sicher durch den Verkehr lenken.
    Natürlich trift es die Berufstätigen, das ist traurig aber nicht zu ändern.
    Was mir hier fehlt ist sie Solidarität. Aber den Vorkommentatoren ist es egal, wie es anderen geht, Hauptsache sie müssen sich nicht auf neue Gegebenheiten einstellen. Das Problem bei den Tarifverhandlungen ist nicht die Gewerkschaft oder die Angestellten/Arbeiter, sondern die Arbeitgeber, die die Streiks ja eher gut finden, denn jeder Streiktag kostet die nunmal nichts. Ist nunmal anders als im verarbeitenden Gewerbe.
    Und denkt immer dran, das ist nur ein Warnstreik, wenn sich die Arbietgeber nicht bewegen wird es ab März richtig heiss.
  • Wieso sollen die üstra-Fahrer nicht streiken? Solidarischer – 04.02.10
    So ist es nunmal beim Streik im Öffentlichen Dienst. Es trift nicht die Arbeitgeber, sondern die Bevölkerung. Aber trotzdem haben auch Busfahrer das recht zu streiken. Nur mal so zur Info, Ein neu anfangender Fahrer verdient ca 1275€ Netto, inclusive Wochenendarbeit, Feiertagsarbeit, Nachts usw. Dabei soll er noch Lust auf den Job haben und sein Fahrzeug sicher durch den Verkehr lenken.
    Natürlich trift es die Berufstätigen, das ist traurig aber nicht zu ändern.
    Was mir hier fehlt ist sie Solidarität. Aber den Vorkommentatoren ist es egal, wie es anderen geht, Hauptsache sie müssen sich nicht auf neue Gegebenheiten einstellen. Das Problem bei den Tarifverhandlungen ist nicht die Gewerkschaft oder die Angestellten/Arbeiter, sondern die Arbeitgeber, die die Streiks ja eher gut finden, denn jeder Streiktag kostet die nunmal nichts. Ist nunmal anders als im verarbeitenden Gewerbe.
    Und denkt immer dran, das ist nur ein Warnstreik, wenn sich die Arbietgeber nicht bewegen wird es ab März richtig heiss.



  • Stellt sich die Frage whoknows – 04.02.10
    Wer eigentlich schuld ist am Streik, dazu gehören nämlich immer 2. Die Arbeitgeber wollen sich nicht bewegen, also gibt es jetzt den angekündigten Streik, die Schuld liegt damit genauso bei den Arbeitgebern, die ihre Sparwut lieber an den Bürgern auslassen, als vernünftig zu verhandeln.
  • Streik notwendig! Rainer75 – 04.02.10
    Bin auch immer mit der Üstra unterwegs.Werde am Mo auch betroffen sein und mir etwas einfallen lassen müssen, wie ich zur Arbeit komme. Trotzdem finde ich den Streik absolut notwendig, die Leute haben meine Solidarität.
    Nur so kann Druck aufgebaut werden.Es müsste in viel mehr Bereichen gestreikt werden.Die Arbeitgeber in diesem Land erlauben sich immer mehr.
    Ich hoffe, Gewerkschaft und Beschäftigte knicken nicht ein.
  • Was soll das gerade jetzt? Hans Böckler – 04.02.10
    Bei diesen Witterungsverhältnissen den öffentlichen Nahverkehr zu bestreiken und dieLeute damit aufs Fahrrad oder ins Auto zu zwingen, ist UNVERANTWORTLICH!

    Die Gewerkschaften haben schon immer ihre Interessen auf dem Rücken der Bürger durchgesetzt.

    Solidarität predigen und Egoismus praktizieren. Herzlichen Glückwunsch! Zumal die Lohn- und Sozialleistungen in Berufen mit Tarifverträgen ohnehin schon sehr gut sind. In der freien Wirtschaft kann man angesichts der Wirtschaftskrise von Lohnzuwächsen nur träumen und froh sein, wenn man seinen Job behält.

    Alle versuch Maß zu halten und die Gewerkschaften machen mal wieder ein Fass auf.

    Die Gewerkschaften müssen aber offenbar ab und an Ab und An derart auf den Putz hauen, damit deren eigene Existenzberechtigung gewahrt bleibt. Die hochbezahlten Gewerkschaftsfunktionäre wollen ja noch ein bißchen auf ihren Pöstchen bleiben.
  • Roter Punkt ILoveHannover – 04.02.10
    Ende der 60er und Anfang der 70er gab es eine Aktion Namens "Roter Punkt" bei dem sich die Hannoveraner mehrmals gegen Fahrpreiserhöhungen bei der Üstra durchsetzten.

    Die Idee war, dass alle Teilnehmer einem Auto sich einen Roten Punkt in die Windschutzscheibe klebten und so den gebeutelten Üstrakunden signalisierten, dass dieses Auto Fahrgäste an Haltestellen mitnimmt.

    Gibt es solche Solidarität noch? Ich für meinen Teil werde am Montag (und solange der Streik andauert) einige meiner Kollegen mitnehmen.


  • Fußhupen, alles. John – 04.02.10
    Kranken- und Pflegepersonal sehe ich ja noch ein. Aber gerade die Angestellten bei üstra und RegioBus in den Streik zu schicken ist eine unglaubliche Frechheit: Was in diesen Unternehmen an Gehältern und Sozialleistungen gezahlt wird, inklusive bezahlter Überstunden, Weihnachtsgeld und mehr, davon wagen sich Angestellte in der privaten Wirtschaft nicht einmal mehr zu träumen. Aber klar, lassen wir die Busse in den Depots, die alleinerziehenden Mütter werden's schon abkönnen. Privatisieren, den ganzen Verein, und zur Not einfach mal das Personal austauschen. Es gibt genügend Leute, die den Streikhanseln ihre sozialen Ruhekissen neiden, und das vermutlich sogar zu Recht.
  • Verständnis? Maloche – 04.02.10
    Wieso soll ich Verständnis haben, wenn ich zusätzliche Unannehmlichkeiten habe und nicht zur Arbeit komme? Den Verdienstausfall oder die eventuelle Taxifahrt von 40 Euro zahlt mir auch keiner, ganz davon abgesehen, ob ich überhaupt ein Taxi bekomme...
    Als Billiglöhner trifft einen das schon erheblich, aber interessiert ja keinen! Sicher würd ich mehr verdienen und könnte mir ein Auto leisten, würd mich der Streik auch nicht stören, aber so...
  • mit ver.di gewinnen F.W. Dillenberg – 04.02.10
    Wenn man ver.di dafür gewinnen könnte, 5% des Personals im öffentlichen Dienst zu entlassen, könnte man sich auch leicht auf 5% Lohnerhöhung einlassen.

    Produktivitätssteigerung und Personalabbau gegen Lohnerhöhung wäre ein Deal, von dem alle was hätten - Bürger, Stadt und ÖD-Angestellte.
  • Kosten erstatten? Frank Meyer – 04.02.10
    Guten Tag,

    ich besitze ein Monatsabo der Üstra und bezahle dafür einen stolzen Preis. Darf ich den Tag vom Preis abziehen? Immerhin erbringen sie 24 Stunden keine Leistung, also kann ich diese nicht beanspruchen.
  • Aufruf zur Vernunft Freak – 04.02.10
    Ein Streik ist zweckmäßig und auch gut. Aber in den letzten Jahren verkommt diese Art des Widerstandes zu einem reinen populistischen Druckmittel ohne Rücksicht auf Verluste!
    Den ersten Warnstreik gleich in diesem Ausmaß durchzuführen ist verantwortungslos, rücksichtslos und rein populistisch.

    So übt man KEINEN Druck auf den Arbeitgeber aus, ruft KEIN Verständnis in der Bevölkerung hervor sonder versacht nur Wut und Unverständnis den Streikenden gegenüber.

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