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Aus der Stadt Tierschützer stellen Strafanzeige gegen hannoverschen Taubenverein
Hannover Aus der Stadt Tierschützer stellen Strafanzeige gegen hannoverschen Taubenverein
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00:22 16.09.2018
Die Verantwortlichen des Vereins würden den Tod der Tiere billigend in Kauf nehmen, kritisiert Peta. Quelle: dpa
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Hannover

Hannoversche Brieftaubenfreunde sollen sich der Tierquälerei schuldig gemacht haben. Davon geht die Tierschutzorganisation Peta aus und hat jetzt Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Vereins Brieftauben-Reisevereinigung Hannover-Ost gestellt. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat den Eingang der Anzeige bestätigt. „Wir prüfen das und warten auf eine Stellungnahme des Veterinäramts der Stadt Hannover“, sagt Kathrin Söfker, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. „Es ist nicht das erste Mal, dass Peta versucht, uns in Verruf zu bringen“, sagt Herbert Bähre, der Vorsitzende des Regionalverbandes Hannover-Hildesheim des Verbands deutscher Brieftaubenzüchter. Zu dem konkreten Fall möchte er sich nicht äußern.

Nach Angaben von Peta sind im vergangenen Jahr „mindestens 441“ Vögel des hannoverschen Vereins bei Wettflügen nicht an ihrem Ziel angekommen. Die Tierschützer gehen davon aus, dass diese Tiere getötet wurden oder ihnen erhebliche Schmerzen zugefügt worden sind. „Wir beziehen uns auf die Daten, die vom Verband deutscher Brieftaubenzüchter nach den Wettkämpfen veröffentlicht werden“, sagt Christian Arleth, der Rechtsanwalt von Peta. Deshalb wollen sie alle Verantwortlichen des Vereins aus Hannover jetzt zur Rechenschaft ziehen. „Die Verantwortlichen nehmen billigend in Kauf, dass sehr viele Tiere sterben“, sagt Arleth in einer Stellungnahme. Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt und müsse strafrechtliche Konsequenzen haben. Insgesamt hat Peta 22 Vorstände von Brieftaubenvereine in Deutschland angezeigt.

Von Tobias Morchner

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