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Aus der Stadt Region will Parkplatzsuche vereinfachen
Hannover Aus der Stadt Region will Parkplatzsuche vereinfachen
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00:15 30.07.2018
Tanja Göbler (links) vom Team Verkehrsentwicklung und Verkehrsmanagement der Region Hannover und Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr, nehmen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Förderbescheid in Empfang. Quelle: BMVI
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Hannover

Mit einer bundesweit einmaligen App will die Region Hannover künftig unkoordinierten Parksuchverkehr verhindern. Autos sollen bei Großveranstaltungen wie zum Beispiel Konzerten, oder beim Maschseefest und Schützenfest zielgerichtet auf die zur Verfügung stehenden Parkplätze in der Stadt und im Umland gelenkt werden. Von dort können die Veranstaltungsbesucher dann mit Bussen und Bahnen zu den Veranstaltungen fahren, auch das wird von der App gesteuert.

Das Bundesverkehrsministerium unterstützt das Projekt mit 455.000 Euro, Minister Andreas Scheuer hat jetzt der Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region, Elke van Zadel in Berlin den Förderbescheid überreicht. Das Geld kommt aus den „Sofortprogramm Saubere Luft“ des Verkehrsministeriums.

Die Region hat vor allem ortsunkundige Autofahrer im Blick. Die App berücksichtigt individuelle Fahrempfehlungen, Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen sowie die Verkehrslenkungsvorgaben der Verkehrsmanagementzentrale. Die intelligente Verknüpfung des Autoverkehrs mit Bussen und Bahnen werde zu einer Reduzierung der Luftschadstoffe beitragen, meinte van Zadel. Das Modellprojekt hat den etwas sperrigen Titel „Intelligentes Verkehrsmanagement zur Reduktion von Parksuchverkehren bei überregionalen Events“.

In einem ersten Schritt werden jetzt die Parkplätze mit Sensoren ausgestattet, die den Belegungsgrad an die Verkehrsmanagementzentrale melden. Wenn Parkplätze voll sind, kann die App die Autofahrer dadurch auf den nächsten Verfügbaren Parkplatz leiten. Auch in den Bussen und Bahnen erfassen Sensoren, wie voll die Fahrzeuge sind. Die Daten laufen in der Verkehrsmanagementzentrale zusammen. Dort werden sie dann, laufend aktualisiert, in die App eingespeist. Die Autofahrer erfahren in der App auch die Abfahrtszeiten der Busse und Bahne an der nächstgelegenen Haltestelle.

Die Testphase startet im im Sommer kommenden Jahres. Dann soll die App auf ihre Tauglichkeit getestet werden.

Der Bund stellt insgesamt eine Milliarde Euro für die Kommunen zur Verfügung, in denen die Schadstoffwerte in der Luft überschritten werden. Für die Digitalisierung der Verkehrssysteme ist die Hälfte der Summe vorgesehen. Für Maßnahmen zur Elektrifizierung des städtischen Verkehrs und der Errichtung von Ladeinfrastruktur stehen 393 Millionen Euro zur Verfügung, die Nachrüstung von Dieselbussen zur Abgasreinigung unterstützt der Bund mit 107 Millionen Euro.

Von Mathias Klein

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