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Aus der Stadt So viele Waffen wurden in Hannover abgegeben
Hannover Aus der Stadt So viele Waffen wurden in Hannover abgegeben
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08:07 10.07.2018
Ein Jahr lang konnten Besitzer ihre illegalen Waffen straffrei abgeben. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Rund ein Jahr lang hatten Besitzer von unerlaubt geführten Waffen Zeit, Gewehre, Pistolen und Messer straffrei abzugeben. Mit dem zweiten Gesetz zur Änderung des Waffengesetzes trat vom 6. Juli vergangenen Jahres bis zum 1. Juli 2018 eine sogenannte Amnestieregelung in Kraft. „In Hannover wurden in dieser Zeit 360 Waffen abgegeben. Darunter Langwaffen sowie Kurzwaffen wie Pistolen, Revolver oder Stichwaffen“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Zum Ende der straffreien Abgabefrist habe es noch einmal einen leichten Anstieg gegeben, sagte er gegenüber der HAZ.

Wer seine Waffe abgeben wollte, konnte das bei der Waffenbehörde oder bei der Polizei tun. „Eine Person kommt und gibt die Waffe ab. Dann wird geprüft, ob die Waffe im Waffenregister gespeichert ist – was bei illegalen Waffen in der Regel nicht der Fall ist“, sagt Möller zum Abgabeverfahren. Wer jetzt, nach Ablauf der Frist noch unerlaubt Munition oder Waffen besitzt, muss mit einem Strafverfahren rechnen.

Straffreiheit als Anreiz

Das neue Waffengesetz der Bundesregierung war am 6. Juli 2017 in Kraft getreten. Durch die Amnestie sollte ein Anreiz geschaffen werden, Waffen und Munition einer zuständigen Behörde oder Polizeidienststelle zu überlassen. Außerdem wurden die Sicherheitsstandards für die Aufbewahrung in Tresoren verschärft. So sollen weniger Waffen abhanden kommen. Im Stadtgebiet sind 15.700 erlaubnispflichtige Waffen gemeldet, in der Region etwa 30.000.

In den 15 Städten und Gemeinden der Region wurden während der einjährigen Amnestieregelung 100 Waffen zurückgegeben. „Die Waffen werden in der Regionsverwaltung im Tresor gelagert, bis sie von einem zuständigen Unternehmen abgeholt und vernichtet werden“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. „Das Unternehmen vernichtet im Auftrag des Bundes Waffen und Munition.“

Von Manuel Behrens

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