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Aus der Stadt Straßenumbau In der Rehre beginnt erst 2019
Hannover Aus der Stadt Straßenumbau In der Rehre beginnt erst 2019
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12:00 09.11.2018
Die Baustelle der B3-Ortsumgehung zerfurcht zurzeit die Felder zwischen Wettbergen und Devese. Im Hintergrund ist das Zero:e-Gebiet zu sehen, hinter dem die Straße In der Rehre verläuft. Quelle: Andreas Zimmer
Wettbergen/Oberricklingen

Die Straße In der Rehre war jüngst wieder einmal gesperrt. Gut zwei Wochen gab es keine Verbindung von und zur Göttinger Chaussee – das Land arbeitete dort an einem Teilstück der neuen B 3. Für die leidgeprüften Anlieger war das ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt: Der komplette Neubau der Trasse In der Rehre hat nun endgültig einen Starttermin. Nicht mehr in diesem Jahr, wie ursprünglich geplant, sondern im Juni 2019 beginnt die Stadt mit dem Umbau. Der Abschluss dieses Vorhabens verschiebt sich voraussichtlich um ein Jahr. Statt einer wird es zwei Bauphasen geben. Mehrere Sperrungen bringen zudem erneut Verkehrsprobleme und Schleichverkehr in den angrenzenden Wohnvierteln mit sich.

Die Stadt musste das Projekt noch einmal neu kalkulieren. „Wir stellen bei Baumaßnahmen große Kostensteigerungen fest“, sagte Sabine Kniep vom Fachbereich Tiefbau in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Ricklingen. Anfang dieses Jahres plante die Verwaltung noch mit 3 Millionen Euro für die komplette Strecke. Dieser Finanzierungsplan ist nicht mehr zu halten, die Stadt muss die Bauaufträge neu ausschreiben. Um den Plan aber so gut wie möglich zu erfüllen, wird in einem ersten Abschnitt das gebaut, was das bereits eingeplante Budget hergibt. Er reicht vom Margot-Büttner-Weg bis zum Anschlussstück zur Göttinger Chaussee, das vom Land Niedersachsen bereits 2016 im Zuge der B-3-Bauarbeiten neu angelegt wurde. Auch damals war die Straße In der Rehre voll gesperrt.

Die letzten rund 100 Meter zwischen Margot-Büttner-Weg und der Kreuzung Bergfeldstraße werden zu einem späteren Zeitpunkt angepackt. Dieser zweite Bauabschnitt soll sich – das ist ausdrücklich Ziel der Stadt – möglichst nahtlos anschließen. Die Baukosten dafür stehen noch nicht fest, auch die Finanzierung muss noch gesichert werden. Geht der städtische Plan auf, dann ist die neue Trasse In der Rehre bis Ende 2020 komplett fertig.

Sorge um Schleichverkehr

Mit Sorge sehen Anwohner und Bezirksratspolitiker auf die bevorstehenden Bauphasen. Zwar wird die Straße In der Rehre nicht die ganze Zeit über voll gesperrt. Aber noch ist die Dauer nicht klar. „Das werden wir noch vorstellen“, sagte Kniep zu. So oder so: Die Trasse ist trotz vehementer Kritik etlicher Anwohner eine beliebte Abkürzung zwischen den Bundesstraßen 217 und 3. In den Sperrphasen wird die Stadt zwar versuchen, den Durchgangsverkehr weiträumig umzuleiten, etwa über die Bückeburger Allee. Aber die jüngst vom Land verursachte Vollsperrung der Straße In der Rehre im Oktober zeigte einmal mehr, was tatsächlich passiert. „Der Umfahrungsverkehr lief durch unsere Straße Am Grünen Hagen“, kritisierte ein Anwohner. Die Oberricklinger Trasse ist eine Fahrradstraße. Doch immer, wenn In der Rehre verstopft oder gesperrt ist, staut es sich Am Grünen Hagen. An manchen Stelle sei man während des Berufsverkehrs als Fußgänger nicht mehr über die Fahrbahn gekommen, berichtete der Anwohner.

Dieses Problem hat auch der Bezirksrat erkannt. Die Stadt solle während des Umbaus die üblichen Schleichrouten, zu denen auch Am Grünen Hagen zählt, verhindern – das gab das Gremium der Verwaltung auf den Weg. „Und bitte bringen Sie rechtzeitig vor dem Baubeginn Hinweisschilder und Umleitungsempfehlungen an“, mahnte Bezirksbürgermeister Andreas Markurth.

Das ist geplant

Die Straße hat den Umbau dringend nötig. Die angrenzende Neubausiedlung Zero:e-Park hat viele neue Familien angezogen. Das bedeutet mehr Verkehr und auch Bedarf für eine neue Buslinie. Es fehlt zudem an Rad- und Fußwegen. Eine breitere Fahrbahn, neue Seitenanlagen und auch Busstopps – in Höhe auf dem Grethel und am Rewe-Markt – sind vorgesehen. Die Kreuzung Bergfeldstraße bekommt eine neue Ampelanlage, auch Querungshilfen sollen für Sicherheit sorgen. Einen Wunsch von Bürgern und Bezirksrat wird die Stadt wohl nicht erfüllen: Auf der Hauptverkehrsstraße bleibt die erlaubte Fahrgeschwindigkeit bei 50 Kilometern je Stunde, eine Tempo-30-Zone wird nicht eingerichtet. Das hat die Verwaltung jüngst den Ratsgremien empfohlen – die endgültige Entscheidung steht noch aus. Der Bezirksrat stimmte dem neuen Plan für das Projekt In der Rehre dennoch einhellig zu.

Von Marcel Schwarzenberger

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