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Aus der Stadt So wollen Uni und MHH zur Elite werden
Hannover Aus der Stadt So wollen Uni und MHH zur Elite werden
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00:16 01.10.2018
Die Leibniz-Uni und die MHH wollen im Exzellenzwettbewerb weiter punkten. Quelle: Dillenberg/Steiner
Hannover

Die Leibniz-Universität und die Medizinische Hochschule (MHH) wollen sich zusammen einen Spitzenplatz in der deutschen Hochschullandschaft sichern. Beide Hochschulen werden als Exzellenzverbund im bundesweit wichtigsten Wissenschaftswettbewerb antreten. „Die Vorbereitungen für einen gemeinsamen Antrag laufen“, kündigte Uni-Präsident Prof. Volker Epping mit seinem Kollegen von der MHH, Prof. Christopher Baum, am Freitag an. Einen großen Erfolg hatten beide Hochschulen bereits tags zuvor gefeiert: Im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder konnten die Leibniz-Uni und die MHH in der Summe mit vier ausgewählten Forschergruppen punkten. Besser waren im bundesweiten Vergleich nur die Unis in Berlin und Bonn.

Bis zu 28 Millionen Euro Förderung pro Jahr

Sollten Leibniz-Uni und MHH sich auch in der nun anstehenden Exzellenzrunde durchsetzen, gibt es eine weitere Millionenförderung. „Zwischen 15 und 28 Millionen Euro pro Jahr sind möglich“, sagt Epping. An den Start gehen bundesweit 19 Kandidaten – 17 einzelne Unis und zwei Hochschulverbünde. „Unsere langjährige Zusammenarbeit hat sich bewährt – darum bewerben wir uns nun natürlich auch gemeinsam“, betont MHH-Chef Baum. Dabei werde es um die zentralen Themen Gesundheit und Technologie gehen, die unter einer „Dachmarke“ präsentiert werden sollten. Mit einer Auszeichnung als Exzellenzverbund gewinne der Wissenschaftsstandort Hannover auch international weitere Strahlkraft und werde für Spitzenforscher noch attraktiver, sind die Präsidenten überzeugt.

Mehr zum Thema:Was wissen schafft – Deutschlands Spitzenforschung sortiert sich neu, Hannover und Niedersachsen sind ganz vorn mit dabei. Das ist gut, aber es reicht nicht, meint unser Kommentator.

Zusammenarbeit seit den Siebzigerjahren

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit reicht bis in die Siebzigerjahre zurück. Eines der jüngsten erfolgreichen Beispiele ist das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE), in dem Ingenieure, Naturwissenschaftler und Mediziner an innovativen medizinischen Implantaten arbeiten. Auch gemeinsame Promotionsprogramme und Lehrkooperationen gibt es. „Dies alles wollen wir nun stärker ausbauen, auf allen Ebenen institutionalisieren und inhaltlich fokussieren“, sagt Baum. Ziel sei es, auch für Studierende einen Mehrwert zu bieten. „Es wird auch neue Impulse für die Wirtschaft geben“, kündigt Epping an.

Zunächst sieben Jahre Förderung

Bewerbungsschluss für den Exzellenzverbund ist am 10. Dezember dieses Jahres. Im März 2019 werden internationale Gutachter die beiden hannoverschen Hochschulen besuchen, und am 19. Juli fällt die Entscheidung, welche Unis bundesweit zu den Auserwählten gehören. Die Förderung läuft zunächst über sieben Jahre. Epping sagt, wenn die gesteckten Ziele in diesem Zeitraum erreicht würden, sei eine Verlängerung vorgesehen.

Von Juliane Kaune

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