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Shootingstar

Ein Elefantenmädchen startet im Zoo Hannover durch


Der jüngste Minifant im Zoo Hannover erweist sich als besonders pfiffig und guckt viel von seinen vier Geschwistern ab. Zwei der Geschwister nehmen bereits an leichtem Training mit den Pflegern teil.
Schubsen, rangeln, toben: Der Elefantennachwuchs bleibt auch gern mal unter sich – und ist gerade deshalb eine der Hauptattraktionen im Zoo.

Schubsen, rangeln, toben: Der Elefantennachwuchs bleibt auch gern mal unter sich – und ist gerade deshalb eine der Hauptattraktionen im Zoo.

© Michael Thomas

Das kleine Elefantenmädchen, das jüngst im Zoo geboren wurde, erweist sich als richtiger Shootingstar. „Mit ihrem Alter von fünf Wochen ist sie deutlich weiter, als es die anderen Minifanten waren“, sagt Tierpfleger Lorenz Schwellenbach. „Wir bilden uns das nicht ein. Man merkt einfach, dass sie vier Geschwister hat.“ Und von denen gucke sie sich natürlich alles ab.

Schubsen, rangeln, toben, sich im Sand wälzen und klettern: „Sie probiert alles, was die anderen machen, und mischt überall mit.“ Nur wenn ihre Brüder und Schwestern auf den Hügel im Dschungelpalast stürmten, müsse sie noch passen. Es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis die freche Kleine auch dabei mithalten kann.

Die beiden ältesten Geschwister des kleinen Mädchens, Saphira und Nuka, die am 7. und am 11. Mai vergangenen Jahres geboren wurden, sind unterdessen bereits alt genug für die „Grundschule“. Sie üben mit den Pflegern, auf Kommando Rüssel und Beine zu heben. Was dank der Bananen, die es dabei stets gibt, schon vorzüglich klappt. „Wenn sie uns sehen, rennen sie hinter uns her und halten den Rüssel hoch. Sie sind scharf auf die Belohnung“, erzählt Schwellenbach. Als besonders talentiert zeigt sich bei diesem Training übrigens Saphira, deren Mutter Sayang der uneingeschränkte Star der Elefanten-Shows ist. „Sie drängt auch in die Show. Wir hoffen, dass sie in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt.“ Nuka, der ebenso gelehrig wie Saphira ist, ist eher ein schüchternes Tier. Auch er kommt nach seiner Mutter. „Farina hat ebenfalls ein ruhiges Gemüt“, sagt der Pfleger.

Als Freigeist in der Elefantenrunde gilt der am 25. Juli vergangenen Jahres geborene Felix. „Er ist ein wilder Feger.“ Bananen hin, Bananen her: „Felix ignoriert die Pfleger komplett und tobt nach Herzenslust über die Anlage.“ Da kann sein einige Tage älterer Bruder Dinkar nur staunend zusehen. Er ist ein kleiner Träumer, der immerzu gestreichelt werden will. „Dinkar rüsselt gerne an den Pflegern herum“, erzählt Schwellenbach.

Vater aller Minifanten ist Elefantenbulle Nikolai. Seine Hilfe ist bei der Erziehung der Kleinen allerdings nicht gefragt. In Elefantenclans herrscht das Matriarchat. Weshalb Nicolai im Zoo in einem Separee lebt. Doch von dort drüben guckt er natürlich immer mal rüber – zu seiner kleinen Rüsselbande.

Susanne Hildebrandt-Heene

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