Menü
Anmelden
Hannover Hier gibt's Wassersport in und um Hannover

Hier gibt's Wassersport in und um Hannover

Kanufahren auf der Leine: Und jetzt links paddeln“, rufe ich meiner Freundin nervös zu. Wir sitzen zusammen in einem Kanu auf der Leine und schrammen gerade so an der Uferböschung vorbei. Hinter uns biegt schon das nächste Kanu um die Ecke. Seit einer guten Stunde sind meine Freundin und ich unterwegs. Beim „Kanuverleih Hannover“ haben wir uns das Boot geliehen, um die „Hannover-City“-Tour zu machen. Die kostet 20 Euro pro Person. Insgesamt soll sie zweieinhalb Stunden dauern und uns vom Maschseewehr, die Ihme hoch, bis zum Strandleben an der Leinemündung führen. Danach geht es weiter bis zum Hohen Ufer - und wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Während der Tour sind wir auf uns gestellt. Auf der Karte, die wir zur Orientierung in die Hand gedrückt bekommen haben, fahre ich unsere Route mit dem Finger nach. Obwohl wir auf der Karte sehen, wo wir sind, erkenne ich nichts wieder. Aus der Kanufahrer-Perspektive nimmt man die Stadt ganz anders war. Es ist ruhig und wir genießen den Anblick der idyllischen Bootsanleger, auf denen kleine Sitzgruppen stehen. Von der Straße aus kann man die kleinen Gärten nicht sehen. „Achtung Sarah!“, der Schrei meiner Freundin reißt mich aus meinen Gedanken. Fast wären wir mit einem anderen Kanu kollidiert.

Komplett abschalten kann man beim Kanufahren also nicht. Das merke ich auch am Hohen Ufer, wo die Gegenströmung deutlich stärker wird. Dagegen anzupaddeln geht auf die Arme. Als wir wieder am Maschseewehr ankommen, bin ich stolz, dass wir die Tour ganz allein und ohne zu kentern gemeistert haben. Als wir das Kanu wieder an Land schleppen, sind wir trotzdem froh, wieder Boden unter den Füßen zu haben.

Quelle: Alexander Körner

Tretbootfahren auf dem Maschsee: Was meine Freunde so toll daran finden, im Sommer für Stunden regungslos am See zu liegen, habe ich noch nie verstanden. Dieses Jahr möchte ich auf jeden Fall eine Alternative mit etwas mehr Bewegung parat haben. Die perfekte Mischung: Tretboot fahren.

Das Tretboot gibt’s etwa an der Segel- und Yachtschule am Nordufer des Maschsees. Eine Stunde Fahrt mit zwei Personen kostet 14 Euro. Unter uns plätschern leise die Wellen gegen den Bootsboden. Meine Freundin und ich treten weniger in die Pedale, als dass wir vor uns hin dösen. Viel passiert nicht um uns herum, und wir können uns einfach treiben lassen.

Als wir am Restaurtant Pier 51 vorbeikommen, springe ich schnell an Land und besorge uns zwei große Kugeln Eis. Wir essen genüsslich und schauen dabei den vielen Menschen zu, die am Ufer spazieren gehen, picknicken, oder joggen. Wir fühlen uns wie in einer Blase, in der alles stillsteht. Hier, mitten auf dem Maschsee, kommt einem die Stadt ganz weit weg vor.

Ich mache die Augen zu und lausche Mumford and Sons, die leise aus unseren mitgebrachten Boxen kommen. Die Füße im Wasser sorgen für eine kleine Abkühlung, doch in der prallen Sonne lässt es sich nur kurz aushalten. Wir suchen uns einen schattigen Platz auf der Westseite. Hier gibt es Bäume, unter denen man mit dem Boot etwas Schutz vor der Sonne suchen kann.

Nach der Stunde auf dem Maschsee denke ich: vielleicht eine nette Idee für den Besuch von Oma und Opa, aber mir persönlich fehlt da auf jeden Fall die Action.

Quelle: Villegas

Wakeboardfahren am blauen See: „Seid auf jeden Fall eine halbe Stunde früher da!“, wurde uns im Vorfeld gesagt. Jetzt ist meiner Begleitung und mir auch klar, warum: Seit 15 Minuten kämpfen wir mit unseren Neoprenanzügen in der Umkleide der Wasserski- und Wakeboardanlage am Blauen See. Zwei Stunden Wakeboarden kosteten hier 27 Euro. Nachdem die ungewohnten Anzüge endlich sitzen, geht es mit einem Wake­board und einer Schwimmweste unter dem Arm runter zur Anlage. Schon von Weitem sieht man die Wakeboarder ihre Runden drehen.

Über den See verläuft im Oval eine Art Lift, der lange Seile mit Griffen hinter sich herzieht. Die Wakeboarder halten sich an den Griffen fest und werden so über das Wasser gezogen. In einer Reihe warten wir, bis wir dran sind. Bei den ersten drei Versuchen scheitere ich schon am Start. Entweder ich lehne mich zu weit nach hinten oder ich bringe die Arme nicht weit genug an die Seite meines Körpers.

Bei meiner Freundin läuft es besser. Der Ehrgeiz packt mich und endlich klappt der Start. Dann mache ich allerdings einen eleganten Bauchklatscher. Durch den Zug des Seils sind Arme, Beine und Bauch während der Fahrt angespannt.
Nach ein paar weiteren Versuchen schaffe ich es bis zur dritten Kurve. Wird man aus der Bahn geworfen, muss man entweder zurück schwimmen,was gut 200 Meter sein können, oder an Land schwimmen und um den See zurücklaufen. Das zehrt ganz schön an meinen Kräften. Ich beschließe, dass die dritte Kurve als Ziel für heute reicht. Meine Begleitung und ich werden wiederkommen. Und dann schaffen wir eine ganze Runde!

Quelle: Samantha Franson
Anzeige