Hannover. Auch die Zahl der Menschen, Firmen und Einrichtungen, die Hannovers größte Hilfsaktion für Menschen in Not unterstützt haben, ist erneut leicht angestiegen – auf 10.838 Spender. Die Aktion verzeichnet damit in ihrer 37. Saison einen neuen Rekord. Nur im Jahr 2005 hatte die Spendenhöhe auch dank einer großen Erbschaft mit 1,125 Millionen Euro noch höher gelegen.
Die Solidaritätsaktion hat das ausgesprochen gute Ergebnis allein der Hilfsbereitschaft der HAZ-Leser zu verdanken. „Wir sind darüber ebenso erfreut wie überrascht“, sagt Hannovers Sozialdezernent Thomas Walter, dessen Fachbereich bei dem Projekt eng mit der HAZ zusammenarbeitet. Schließlich berichteten große Hilfsorganisationen bundesweit eher von einem Rückgang der Spendenbereitschaft. „Offenbar ist diese jedoch ungebrochen groß, wenn deutlich wird, dass das Geld Menschen aus dem eigenen Umfeld, aus der eigenen Stadt zugutekommt“, sagt Walter. Bei der HAZ-Weihnachtshilfe geht jeder Euro an Menschen aus der Region Hannover, die in Not geraten sind – ohne jeden Abzug von Verwaltungskosten.
Mit zahlreichen Initiativen hatten HAZ-Leser die Aktion unterstützt – und dabei viel Kreativität und Tatkraft an den Tag gelegt: So richteten beispielsweise Schüler einen Adventsbasar aus und spendeten den gesamten Erlös. Firmen verzichteten auf überflüssige Weihnachtskarten und spendeten stattdessen, Belegschaften sammelten in der Mittagspause oder bei Weihnachtsfeiern Geld. Und auch vor der HAZ-Bühne auf dem Weihnachtsmarkt baten „Engel“, die teils ehrenamtlich im Einsatz waren, Passanten um eine Spende. Allein dabei kamen genau 3221,48 Euro zusammen.
Im vergangenen Jahr konnte die HAZ-Weihnachtshilfe in rund 2450 Fällen auf schnelle und unbürokratische Weise Menschen helfen, die in Not geraten sind. Unter diesen finden sich ebenso kinderreiche Familien wie etwa Menschen, die durch eine schwere Krankheit aus der Bahn geworfen wurden, oder behinderte Kinder Im Schnitt half die HAZ-Weihnachtshilfe in jedem Fall mit einer Zahlung von gut 400 Euro. In Einzelfällen wurden auch höhere Beträge ausgezahlt. „Manchmal jedoch konnten wir schon mit 30 Euro den Kauf einer Lesebrille oder die Bezahlung eines Medikaments ermöglichen“, sagt Angela Müller vom Fachbereich Soziales der Stadt. Auf ihrem Schreibtisch stapeln sich derzeit noch Hunderte von Anträgen, täglich kommen neue hinzu. Denn die Arbeit der HAZ-Weihnachtshilfe ist nicht mit den Festtagen zu Ende. Und auch Spenden werden das ganze Jahr über gebraucht.
- Spenden sind weiterhin möglich an die HAZ-Weihnachtshilfe, Konto 572 500 bei der Sparkasse Hannover, Bankleitzahl 250 501 80.
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