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Erste Wahlplakate in Hannover aufgestellt

Kommunalwahl Erste Wahlplakate in Hannover aufgestellt

Nun ist es auch
 in der Stadt zu 
sehen: Im September
 ist Kommunalwahl. 
SPD und Grüne haben
 die ersten Plakate
 aufgestellt, aber die
 Konkurrenz sieht sich
 nicht im Hintertreffen.

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In Hannover steht schon eine beachtliche Anzahl von Wahlplakaten.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Wie man’s macht, macht man’s falsch“, sagt FDP-Ratsfraktionschef Jens Meyburg, und CDU-Chef Dirk Toepffer sagt so etwas Ähnliches. All die Jahre hat es in jedem Wahlkampf irgendwann dieses Gemecker gegeben: über die Plakatierwut der Parteien, das Zupflastern des Stadtbildes, die Sinnlosigkeit der Plakatwahlwerbung an sich. Jetzt aber, zur Kommunalwahl im September, sind SPD und Grüne schneller gewesen beim Plakatieren und haben zu Beginn der Woche angefangen, sich im Stadtbild bemerkbar zu machen. Und Meyburg und Toepffer müssen sich plötzlich fragen lassen: Schlaft ihr? Es geht irgendwie immer ungerecht zu im Wahlkampf.

Während sich viele Kommunalpolitiker vor dem kurzen, aber heftigen Wahlkampf noch schnell in den Urlaub verabschiedet haben, nehmen viele Hannoveraner überhaupt erst in diesen Tagen so recht Notiz von der Wahl. Am 11. September sollen sie über die Zusammensetzung der Kommunalparlamente und der Regionsversammlung entscheiden – nicht aber über einen neuen Oberbürgermeister oder Regionspräsidenten. Die Herren Weil und Jagau werden, wenn überhaupt, erst 2014 wieder zur Wahl stehen. Dieser Umstand lässt in den Parteien die generelle Sorge vor einer geringen Wahlbeteiligung noch wachsen. In den Parteizentralen gilt es als vorrangiges Ziel, die potenziellen Wähler überhaupt an die Urne zu bekommen.

Noch stehen kaum
 Plakate, aber schon gibt’s Streit

Ob das mit einem Frühstart in die Plakatwerbung wie bei SPD und Grünen oder einer kürzeren Kampagne wie bei CDU, FDP und Linken besser zu machen ist, ist Ansichtssache. Aber weil Wahlkampf ist, fängt man vorsichtshalber schon einmal an, sich über die Plakate der Konkurrenz zu mokieren und so eine kleine Kabbelei vom Zaun zu brechen. So erregt sich FDP-Fraktionschef Jens Meyburg über ein Plakat der Grünen, auf dem ein Bus der Üstra an einer Haltestelle zu sehen ist, und darüber die Worte: „Wir sorgen für Ihre Beförderung.“ Eine Komposition, die Meyburg als „relative Sauerei“ bezeichnet. Der Grund: „Die Grünen tun so, als gehöre ihnen die Üstra.“ Dabei setze sich die FDP genauso für die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs ein. Grünen-Chefin Friederike Kämpfe weist unterdessen darauf hin, man habe sämtliche Üstra-Embleme von dem fotografierten Bus entfernt. „Der Bus steht für den Nahverkehr in Niedersachsen insgesamt“, sagt sie und versteht die Aufregung nicht.

So könnte man noch eine Weile weitermachen. CDU-Chef Toepffer etwa kündigt die Enthüllung der christdemokratischen Plakate in zwei Wochen mit dem Hinweis an, seine Partei werde sich darauf tatsächlich auch mit Kommunalpolitik beschäftigen. Das wiederum könne man von den Anti-Atomkraft-Plakaten der Grünen nicht behaupten.

Derweil werben die Grünen bereits jetzt mit Slogans wie „Nicht kürzen bei den Kurzen“ oder, zum Thema Atomkraft, „Alles muss aus“. Die Linkspartei bringt sich mit Sätzen wie „Privatisierung ist Raub“ oder „Fahrpreise runter“ ins Gespräch, die SPD macht ihrerseits „Ganztagsschule möglich“. Noch aber, sagt SPD-Geschäftsführer Kolja Baxmann, kann man die Plakate erst in der Innenstadt sehen. „In den Stadtteilen fangen die Ortsvereine erst in den kommenden Tagen und Wochen an.“

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