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SPD wirbt mit dem ehemaligen OB Schmalstieg

Wahlplakat SPD wirbt mit dem ehemaligen OB Schmalstieg

Wer an den kleinen Läden am Lindener Markt entlangbummelt, steht plötzlich vor einem Rätsel. Ein Plakatständer zeigt neben den neuen Motiven der SPD zur Kommunalwahl auch das Konterfei eines alten Bekannten.

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Der Hannoveraner: Ein Wahlplakat mit Schmalstieg-Foto am Lindener Markt.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. „Der Hannoveraner“ ist zurückgekehrt, und man ist versucht, die Augen zusammenzukneifen, um den eigentlich längst in den politischen Ruhestand verabschiedeten Herbert Schmalstieg scharf zu bekommen. Doch der ehemalige Oberbürgermeister bleibt eigentümlich verschwommen.

Schon im Wahlkampf anno 2001 stritten die Hannoveraner darum, ob es sich bei dem unscharfen Herbert um einen genialen Werbecoup handelt, oder aber der Fotograf einfach seinen Apparat nicht richtig bedienen konnte. Schmalstieg hat die Kampagne damals nicht geschadet, er warf seine Konkurrentin Rita Pawelski (CDU) aus dem Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters, und die SPD heimste fast 43 Prozent der Wählerstimmen ein.

Heute stellt sich die Frage, was der verschwommene Schmalstieg inmitten der neuen SPD-Plakate zu suchen hat? Bemühen die Genossen jetzt ihre Veteranen, um die 40-Prozent-Hürde doch noch zu schaffen? Bei den alten Römern gab es das Sprichwort „res ad triarios rediit“, was frei übersetzt heißt: Nun sind die Veteranen an der Reihe. Damit beschrieben die Römer eine verzweifelte Situation in einer kurz vor der Niederlage stehenden Schlacht.

Den Sozialdemokraten liegt ein solcher Gedanke fern – sie bieten andere Erklärungen an. „Vielleicht haben einige Genossen das Plakat aus Wehmut aufgehängt“, sagt kein Geringerer als Schmalstiegs Sohn Philipp, inzwischen Vorsitzender des SPD-Ortsverbands Linden-Limmer. Parteichef Alptekin Kirci glaubt an eine Panne. „Auf dem Ständer hing vermutlich noch das alte Schmalstieg-Plakat, und das neu geklebte Bild hat sich wieder abgelöst“, sagt er.

Wie es mit dem Schmalstieg-Plakat weitergehen soll, ist Philipp Schmalstieg als dem für Linden zuständigen Genossen noch unklar. „Vielleicht lassen wir es einfach hängen, ist doch ganz lustig“, findet er. Solange das Bild nicht flächendeckend in der Stadt plakatiert werde, sei doch alles in Ordnung.

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