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Bürgermeister: Keine zweite Chance

Verwaltung Bürgermeister: Keine zweite Chance

Sechs Kommunen wählen am 11. September 2011 einen neuen Rathauschef: Burgdorf, Burgwedel, Lehrte, Neustadt, Sehnde und Springe. Hier lesen Sie, wie die Ausgangslage ist.

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Bei der Bürgermeisterwahl gibt es für die Kandidaten erstmals keine zweite Chance. Wer am 11. September die meisten Stimmen holt, ist sofort als Rathauschef und oberster Repräsentant gewählt. Eine Stichwahl gibt es seit der Reform des Kommunalwahlgesetzes nicht mehr.

So ist die Ausgangslage in den Städten:

Burgdorf: Amtsinhaber ist der Lehrer Alfred Baxmann (SPD). Er gilt als Favorit, wird unterstützt von den Grünen und der Wählergemeinschaft, die keine eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Gewichtigster Herausforderer ist der Jurist Mirco Zschoch (CDU). Stimmen kosten könnte Baxmann auch die Kandidatur des selbstständigen Journalisten Michael Fleischmann. Vierter Bewerber ist der Polizist Frank Michael Voigt (parteilos).

Burgwedel: Ein ungleiches Bürgermeisterduell liefern sich in Burgwedel Hendrik Hoppenstedt (CDU) und Karin Beckmann (SPD). Der erste hauptamtliche Bürgermeister wurde 2004 als Neuling immerhin mit 58,53 Prozent der Stimmen gewählt. Eine Wechselstimmung ist in Burgwedel nicht spürbar. Auf den biblischen David-Effekt kann die Herausforderin des kommunalpolitischen Goliaths kaum hoffen.

Lehrte: Weil es keine Stichwahl mehr gibt und eine einfache Mehrheit im ersten Wahlgang ausreicht, ist das Rennen zwischen Klaus Sidortschuk (SPD), Björn Rust (CDU) und Ronald Schütz (Grüne) äußerst spannend. Zwar gilt Sidortschuk als Favorit – doch der profilierte und bisher gut wahlkämpfende Schütz könnte ihm viele Stimmen abspenstig machen. Auch der junge Björn Rust führt einen dynamischen Wahlkampf.

Neustadt: Der Grüne Uwe Sternbeck hat sich in den fast sieben Jahren als erster hauptamtlicher Bürgermeister Neustadts an der Verwaltungsspitze profiliert. 2010 schickte die CDU die Ratsvorsitzende Cornelia Schulze ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Die Sparkassenbetriebswirtin zeigt massiv Präsenz an der Seite des Diplom-Verwaltungswirts. Weil sie sich mit der Kritik an der Stadtverwaltung nicht zurückhält, macht sie sich aber nicht nur Freunde.

Sehnde: Beide sind in Sehnde gut bekannt und verwurzelt, beide sind erfahrene Kommunalpolitiker und beide gelten als leidenschaftliche Sehnder. Trotzdem geht Amtsinhaber Carl Jürgen Lehrke (CDU) als Favorit ins Rennen gegen den SPD-Kandidaten Wolfgang Toboldt. Denn Lehrke kann in einer Zeit steigender Gewerbesteuereinnahmen und ansteigender Einwohnerzahl auf einen Amtsbonus hoffen.

Springe: Silvia Jünke aus Arnum (SPD), Elke Thielmann-Dittert (Grünen) aus Bennigsen und Friedrich Woltmann aus Alvesrode (CDU) haben eines gemeinsam: Sie wollen sich beruflich neu orientieren und Jörg-Roger Hische aus Bennigsen (parteilos) an der Spitze der Springer Verwaltung ablösen. Der ehemalige Leiter des Streifendienstes der Polizei Barsinghausen ist seit 2002 hauptamtlicher Bürgermeister.

Bei mehreren Kandidaten und keinem erklärten Favoriten wäre bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren auch nach dem ersten Wahlgang noch alles offen gewesen. Zwischen den beiden mit den meisten Stimmen wäre es zur entscheidenden Stichwahl gekommen. Doch dieses Stechen hat der Landtag abgeschafft. Nun ist es wie beim Hundertmeterlauf: Wer am Wahlabend, auch wenn es nur knapp ist, die Nase vorn hat, regiert acht Jahre lang im Rathaus.

zusammengestellt von den Redaktionen der Madsack Heimatzeitungen

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