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Ein edles Kunsthandwerk

50 Barsinghäuser besuchen Glashütte Ein edles Kunsthandwerk

Auf Einladung des Seniorenbüros machten sich 50 Barsinghäuser auf den Weg zur Glashütte in Petershagen-Ovenstädt. Zwei versierte Führer wiesen sie in die Geschichte und die Herstellung von Glas ein.

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Barsinghausen. Auf Einladung des Seniorenbüros machten sich 50 Barsinghäuser auf den Weg zur Glashütte in Petershagen-Ovenstädt. Zwei versierte Führer wiesen sie in die Geschichte und die Herstellung von Glas ein.

Die Glashütte Gernheim ist heute ein Industriemuseum. Sie entstand 1812 direkt an der Weser und wurde von den Kaufleuten Schrader und Lampe aus Bremen gegründet. Der Standort wurde gewählt, weil auf dem Wasserwege kostengünstig Rohstoffe und Produkte transportiert werden konnten.

Die Barsinghäuser wurden zunächst in den imposanten, 21 Meter hohen Glashüttenturm geführt. Sie erlebten, wie zu Demonstrationszwecken Glas geblasen wird aus hierfür zuvor eingeschmolzenen Glaspellets. Die eigentliche Glasherstellung, so wie man sie früher hier betrieb mit bis zu 200 Beschäftigten, gibt es heute nicht mehr. In der Zeit von 1812 bis 1877 wurde in der Hütte Glas produziert, dann verfiel die Anlage und wurde erst in den neunziger Jahren restauriert und als Museum hergerichtet.

Die Besucher erfuhren, dass Glas im Wesentlichen aus drei Stoffen - 70 Prozent Quarzsand, 20 Prozent Soda (Steinsalz, Pottasche) und zehn Prozent Kalk - besteht. Diese Stoffe bilden das sogenannte Gemenge, das bei einer Schmelztemperatur von 1628 Grad Celsius zu Glas geschmolzen und in vorbereitete Formen gegossen wird.

Man besichtigte auch die Glasschleiferei, wo die Artikel, zum Beispiel Gläser, Scheiben und Figuren geschliffen und mit Gravuren versehen werden. Im Verkaufsraum waren edle, schöne Glasartikel zu bewundern. Mit Recht sagt man, dass Glasmacher Kunsthandwerker sind.

Der Besuch einer Korbflechterei schloss sich an. Mit Staunen vernahmen die Barsinghäuser, dass die Tagesleistung eines Korbflechters 16 Weidenkörbe für Glasballons betrug. Abschließend führte der Besuch durch eine Arbeitersiedlung, bestehend aus hübschen Fachwerkhäusern mit 30 Wohnungen. Für damalige Verhältnisse waren die Wohnungen recht komfortabel. Die Besucher waren angetan von den niedlichen kleinen Stuben, die anschaulich vermittelten, wie es hier vor 150 Jahren ausgesehen hatte.

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