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Schmuckstück aus der Zeit Kaiser Karls

Barsinghausen Schmuckstück aus der Zeit Kaiser Karls

Für den Monat Juni war vom Seniorenbüro der Stadt Barsinghausen das Kloster Corvey als Besuchsziel ausgegeben. Mit vollbesetztem Bus reisten die Besucher an, um diese große Benediktinerabtei zu besichtigen.

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Barsinghausen. Zwei Führer nahmen sich ihrer an, führten sie durch die weitläufigen Anlagen und versorgten sie mit Informationen. Die Entstehung der Abtei wird auf das Jahr 822 zurückgeführt und beruht auf Planungen Karls des Großen und einer Stiftung Ludwigs des Frommen. Die ersten Mönche kamen vom Mutterkloster Corbie im heutigen Frankreich. Vor zwei Jahren wurde Corvey zum Weltkulturerbe ernannt und erlangte damit auch international große Anerkennung.

Die Barsinghäuser registrierten, dass das heutige Schloß Corvey - ehemals ein barockes Benediktinerkloster - im Schnittpunkt zwischen der Weser sowie dem von Ost nach West verlaufenden Hellweg liegt. In Sichtweite ist auch der Weserradweg. Sie bewunderten das Westwerk, ein wuchtiger karolingischer Bau mit imposanter Doppelturmfassade, die den Dreißigjährigen Krieg nahezu unversehrt überstanden hatte. Sehenswert sind die Fresken aus dem 9. Jahrhundert. Die ehemalige Abteikirche ist ein Denkmal barocker Kunst. Neben der Kirche ist auf dem Friedhof das Grab Hoffmann von Fallerslebens zu sehen, dem Dichter der deutschen Nationalhymne.

Der Außenrundgang führte zur 112 Meter langen Westfront, die Durchfahrt zum Innenhof wird von den Stifterfiguren Karl und Ludwig flankiert. Im Innern des Westflügels betraten die Besucher den barocken Kaisersaal, der den Äbten als Repräsentationsraum diente.

Zum Schluss besuchten die Senioren die fürstliche Bibliothek, in der seinerzeit Hoffman von Fallersleben als Bibliothekar wirkte. Man staunte über die riesige Anzahl von Büchern - etwa 74 000 Exemplare - die wohlgeordnet in 200 Schränken übersichtlich gelagert sind und sich über 15 Säle verteilen.

Die Barsinghäuser waren angetan von allem , was sie gesehen und erfahren hatten.

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