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Von Neuschanz über Westerbroek nach Spier

Barsinghausen Von Neuschanz über Westerbroek nach Spier

Erstmals nach Beginn der Deutschlandtour vor 31 Jahren planten die Wintersportler des TSV Barsinghausen erstmals eine Reise außerhalb Deutschlands.

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Barsinghausen. War fast jeder der 27 Teilnehmer schon einmal im Urlaub, zu einem Städtetrip oder als Besucher des Keukenhofs in den Niederlanden gewesen, so bot die viertägige Fahrt mit dem Fahrrad ein sehr viel intensiveres Bild des westlichen Nachbarlands.

Eine Reisebus nebst Anhänger brachte die Radler und ihre Fahrräder nach Neuschanz kurz hinter der nordöstlichen Landesgrenze - der Ausgangspunkt der Tour. Die Wetterprognose war nicht gut für diese Radfahrwoche gewesen. Doch die eigentlich immer schönsten Momente einer Fahrradtour, die Fahrten früh am Morgen durch die erwachende sonnige Natur, waren jeden Tag zu genießen. Nachmittags zogen dann Regenschauer und kurze Gewitter auf. Die Fahrt führte über gut ausgebaute Radwege durch Wälder, Heide und Felder. Allerdings besteht deren Kennzeichnung aus Nummern ohne den Zusatz von Städtenamen, sodass es nicht immer leicht war für die Tagesführer, den richtigen Weg zu finden. Über Westerbroek führte die Tour nach Groningen, eine Universitätsstadt mit etwa 50 000 Studenten.

Die Stadtführung hier war ein Highlight der Tour: Jahrhundertealte Gebäude wie das „Goudkantoor“, ehemaliges provinziales Steuerbüro und späteres Goldprüfungsamt, ein Renaissance-Gebäude von 1635, das „Akademiegebouw“, die 1896 fertigstellte Bahnhofshalle, eine der schönsten Europas, sowie das Wahrzeichen der Stadt, der 97 Meter hohe Martiniturm. In Groningen leben etwa 200 000 Menschen, die jedoch gefühlt 300 000 Fahrräder besitzen. Die Ortskenntnisse der in den Niederlanden beheimateten Tagesführerin gewährleisteten nach einem kleinen „Auffahrunfall“, dass die Teilnehmer sicher aus der Stadt herausfahren konnten.

Überrascht haben unterwegs die doch sehr großflächigen Felder rund um die Höfe und auch die großen Flächen der Heide- und Moorlandschaften. In den Ortschaften begeisterten die hübschen Wohnhäuser mit ihren Backsteinfassaden und weißen Ornamenten und der, anstelle von Gardinen, wunderschönen Dekorationen in den Fenstern.

Die Stadt Assen, Hauptstadt der Provinz Drenthe, ist vielen als Austragungsort der niederländischen Motor-Weltmeisterschaft bekannt, die hier in jedem Jahr Ende Juni stattfindet. Für die Wintersportler war hier jedoch das „Pannenkoek“-Essen auf einem zu einem Restaurant umgebauten Schiff eine willkommene Überraschung.

Ziel der Tour war der Ort Spier. Nach einem Ausflug in das Museumsdorf Orvelte, wo das malerische Dorfbild vergangener Zeiten mit vielen Künstlerateliers und -galerien nachgebildet worden war, waren insgesamt etwa 200 Kilometer in diesem wunderschönen Nachbarland Deutschlands geradelt.

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