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Alle vier Jahreszeiten an einem Tag

Wennigsen/Gehrden Alle vier Jahreszeiten an einem Tag

15 Frauen des Kneipp-Vereins Wennigsen/Gehrden haben das Walterbachtal durchwandert.

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Wennigsen/Gehrden. Während der 13 Kilometer langen Tour unter der Leitung von Gisela Gehrmann sind sie mit dem legendären Aprilwetter konfrontiert worden. Mit Bus und Bahn ging es zum Ausgangspunkt, dem Forsthaus in Nienstedt. Das Gebiet des Walterbachtals steht seit 1987 unter Naturschutz.

Alle erfreuten sich an dem reichen Vorkommen von Frühjahrsblumen, unter anderem der vielen Schlüsselblumen. Buchen, Eichen und Hainbuchen säumen den naturnahen Bachlauf an zum Teil steilen Böschungen; die saftig grünen Wiesenlandschaften auf der gegenüberliegenden Seite bieten idealen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.

Gelegentliche Wetterkapriolen auf dem Rundwanderweg WE 2 wie Schnee-, Hagel- und Regenschauer konnten die Wanderer nicht in ihrem Elan stoppen. Rechtzeitig zur Mittagspause am Rande des Waltershagener Baches erstrahlte aber die Sonne und ermöglichte ein Picknick im warmen Sonnenschein.

Auf dem Nienstedter Panoramaweg verlief die Wanderung an einer großen Wildkirschenpflanzung vorbei Richtung des neu angelegten Waldfriedhofs der vergessenen Kinder von Zwangsarbeitern aus Hannover. In der Zeit von 1943 bis 1950 wurden diese im Nienstedter Ausweichkrankenhaus der Hannoverschen Kinderheilanstalt aufgenommen. Allerdings konnte die dortige medizinische Behandlung und Pflege ihren Tod nicht verhindern.

Im weiteren Verlauf führte der naturbelassene Wanderweg stets entlang des rauschenden Baches begleitet vom herrlichen Geruch des feuchten Waldbodens, der Bärlauchflächen und der Blütenpracht an Bäumen und Sträuchern.

Die Kneippfreunde erfuhren von der Wanderführerin während eines kleinen Stopps an den Hexenteichen, dass dieser Name auf grausame Zeiten der Hexenverfolgungen im Mittelalter hinweist. Mehrere Frauen sollen hier in einer sogenannten „Wasserprobe“ ertränkt worden sein. Danach bog der Wanderweg über eine alte Gewölbe-Steinbrücke Richtung Eimbeckhausen ab.

Bergan entlang blühender Schlehenhecken gelangte die Gruppe zu einem fantastischen Aussichtspunkt über leuchtend gelbe Rapsfelder hinweg in das Deister-Süntel-Tal zu den Ausläufern des Weserberglandes und Richtung Lauenau. An einer Abbiegung kurz vor Eimbeckhausen wanderten die Teilnehmerinnen auf Wiesenpfaden zurück Richtung Nienstedt vorbei an einem Denkmal in einem kleinen Hain, das an den Förderer des Turnsports, Ludwig Schlepper, erinnert.

Diese April-Wanderung mit all den unterschiedlichen Eindrücken wird den Teilnehmerinnen noch lange in bester Erinnerung bleiben.

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