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Immer an der Weinstraße entlang

Gehrden Immer an der Weinstraße entlang

Nachdem die Rennradgruppe „Masters“ der Strammen Kette Gehrden bereits 1992 und 2002 ihre Jahresfahrt an der Pfälzer Weinstraße erlebt hatten, sollte es in diesem Jahr wieder in diese schöne Landschaft gehen.

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Nur eine Schafherde
brachte die Fahrer der
„Strammen Kette“ Gehrden
auf ihrer Jahresfahrt an
der Pfälzer Weinstraße
kurzzeitig zum Stehen.

Gehrden. Acht Rennradler, denen sich vier Tourenradler der Trekkinggruppe anschlossen, machten sich begleitet von Partnern auf den Weg nach Maikammer im Herzen dieser schönen Landschaft. Das Hotel Goldener Ochse liegt im Zentrum dieses Weindorfes. Die an sieben Tagen zu fahrenden Radtouren hat einmal mehr ein früheres und jetzt in der Pfalz lebendes Vereinsmitglied, Johannes Bentz, ausgearbeitet. Die Tourenradler profitierten auch von der Anwesenheit des ebenfalls in der Pfalz lebenden ehemaligen Mitglieds Thorsten Lange, der die Gruppe mehrere Tage führte.

Am ersten Tourentag schien die Sonne. Es wurde eine relativ flache Strecke in Richtung Rhein gefahren, entlang am Rheinauenweg bis Germersheim und von dort zurück nach Maikammer. Der Durst, den einige kleine Steigungen, die in dieser Gegend nicht zu vermeiden sind, hervorrief, konnte in den Schenken und Besenwirtschaften am Ziel nachhaltig gelöscht werden. Alkoholfreies Bier, aber auch schon einmal eine gut gekühlte Weinschorle wurden nicht verachtet. Am Montag sollte es in das benachbarte Elsass gehen. Auch hier war ein sehr hügeliges Gelände zu überwinden, sodass nach dem Grenzübertritt auf kürzerem Weg in Richtung Wissenbourg gefahren wurde. Nach der „Wiedereinreise“ in Deutschland wurde in Schweigen in einem sehr rustikalen Gasthaus Pause gemacht. Der Wirt, ein ehemaliger Kollege Eberhards, bewirtete die Gruppe trotz Ruhetag mit Kaffee, Kuchen und anderen Speisen. Am Dienstag war von der vorhergesagten Sommerhitze doch schon einiges zu spüren, daher wurde eine Strecke in den Pfälzer Wald gewählt, wo zwar sehr bergiges Gelände, aber auch Schatten erwartet wurde. Vor Annweiler/Trifels brachte eine mehrere hundert Köpfe starke Schafherde nicht nur die Radgruppe, sondern auch den übrigen Verkehr zum Stillstand. Trotzdem war es ein schönes Erlebnis. Rast wurde hinter der Schuhstadt Hauenstein an dem Paddelweiher gemacht, bevor es zurückging.

Der Mittwoch ist traditionell ein Familientag, daher trafen sich nur vier Fahrer zu der Tour. Diese konnte man als Königsetappe bezeichnen; sie sollte zwei Anstiege mit jeweils 500 Höhenmetern beinhalten. Weil die Temperaturen schon früh an die 30 Grad herankamen, entschloss man sich, den ersten Berg, den Kalmit, auszusparen. Über Neustadt führte die Route in das Elmsteiner Tal und von dort hinauf zum Johanneskreuz, auf fast 600 Meter. Dort versprach ein Bergrestaurant zur Pause Erfrischung und Stärkung. Da der Rückweg meist bergab verlief, war dieser schon recht entspannt. Am Donnerstag wurde die Sonntagstour nachgeholt. Mit einer Fähre ging es über den Rhein. Bis Germersheim wurde rechtsrheinisch gefahren und dann über die Brücke zurück. Zur Pause wurde ein gemütliches Gartencafé gefunden. Freitag wurde die nördliche Weinstraße bis Freinsheim befahren, einem historisch sehr interessanten Weinort, und am Sonnabend gingen vier Fahrer noch einmal auf eine Bergetappe zum Forsthaus Taubensuhl auf 550 Meter Höhe. Die abschließende „Siegerehrung“ fand in St. Martin statt, wo die vergangene schöne und sehr heiße Woche besprochen wurde.

Insgesamt haben die Fahrer über 600 Kilometer auf dem Fahrrad verbracht. Außer einer Reifenpanne waren keine besonderen Ereignisse zu verzeichnen. Es war also unterm Strich einmal mehr eine schöne Woche, die allen Beteiligten in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

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