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Auf den Spuren der Topfbrenner

Ingeln-Oesselse Auf den Spuren der Topfbrenner

Bei der Wanderabteilung des TSV Ingeln-Oesselse hat eine Tour im Leinebergland/Pottland auf dem Programm gestanden. 21 Wanderer fanden sich am Treffpunkt ein und fuhren in Fahrgemeinschaften Richtung Duingen zum Parkplatz „Alter Sportplatz“ am Rande des Naturschutzgebiets Duinger Wald.

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Ingeln-Oesselse. Auch diesmal waren wieder zwei verschieden lange Wanderstrecken im Angebot, die beide auf sehr schönen Wegen begleitet von munterem Vogelgezwitscher durch das historische Pottland führten. Pottland, so nennt man dieses Gebiet schon seit dem späten Mittelalter. Weil es an der nahen Oberfläche sehr guten Ton gab, mit dem die Töpfer Steinzeug herstellen konnten, entwickelte sich hier das wichtigste Zentrum der niedersächsischen Töpferei.

In der Region Duingen gab es im Jahr 1689 schon 38 Werkstätten mit 41 Topfbrennern. Die Töpferware wurde zu Fuß in Kiepen, mit Pferdefuhrwerken, auf Schiffen und Flößen bis nach Holland, Ostpreußen, ins Baltikum und von dort sogar bis nach Nordamerika und Indien gebracht. Heute gibt es in Duingen keine berufsmäßige Töpferei mehr, aber man kann im Töpfermuseum viel von der über 800jährigen, einst berühmten Töpfertradition erfahren.

Die längere Wanderstrecke führte die Teilnehmer durch Wald und Flur zum Duinger Seengebiet und weiter bergauf und bergab mit teilweise sehr schönen Ausblicken ins Leinebergland durch Capellenhagen. Im Duinger Wald wurde dann die aus bis zu 300 Jahre alten Eichen bestehende Königsallee erreicht und auf dieser ging es zurück zum Parkplatz.

Die Teilnehmer der kürzeren Tour wanderten hauptsächlich im Duinger Wald. Am Papenkamp, beim ehemaligen Sitz der Försterei, deren Gebäude sich heute im Privatbesitz befinden, wurde eine Erholungspause eingelegt. Vorbei an der Krubbenmühle, der Alten Köthe und dem Hutewald ging es dann auch auf der Königsallee zurück zum Parkplatz. In dem vor etwa 10 Jahren eingerichteten Hutewald befinden sich laut Revierförster Meyer zurzeit fünf Galloway Rinder.

Zum Abschluss des schönen Wandertages wurde auf dem Rückweg im Scheunencafé Ockensen eine Pause eingelegt, und die Wanderer konnten sich an kühlen oder warmen Getränken sowie herrlichen Torten oder Eis erfrischen.

n Die nächste Wanderung findet am Sonntag, 21. August 2016, statt und führt in die Heide.

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