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„Gründlicher auf der Toilette suchen“

Laatzen „Gründlicher auf der Toilette suchen“

Mit 42 Einsatzkräften und insgesamt acht Fahrzeugen ist die Ortsfeuerwehr Laatzen zum Stadthaus am Marktplatz ausgerückt.

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Laatzen. Aus dem ersten Obergeschoss der Kindertagesstätte im Anbau zum Stadthaus quoll dichter Rauch. Alles sah nach einem Feuer aus, es handelte sich allerdings „nur“ um eine Übung.

Bei Eintreffen der ersten Fahrzeuge wurde die Situation noch dramatischer: Übungsleiter Thomas Kitzhofer berichtete von sechs Vermissten in den Räumen. Sofort rüsteten sich mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten aus und betraten die Kita durch den Haupteingang und über den Nebeneingang an der Hofseite. In Bergetüchern und auch auf Tragen wurden die roten Übungspuppen nach unten und dann weiter ins Freie gebracht.

Die weiteren Helfer verlegten derweil mehrere Schlauchleitungen zu nahen Hydranten und stellten so die Wasserversorgung zum „Löschen des Feuers“ sicher. Über eine Steckleiter erreichte ein Trupp das Obergeschoss von außen durch ein Fenster.

Im Bereich der Robert-Koch-Straße mussten Autofahrer über eine Schlauchbrücke fahren, da der Hydrant in Richtung Rathaus lag. Von der Marktstraße aus versorgte das LF 10 die Helfer ebenfalls über einen Hydranten mit Löschwasser. Die Vermissten im Obergeschoss wurden von der Feuerwehr schnell entdeckt und gerettet. Im Bereich des Rathauses richteten die Einsatzkräfte eine Verletztensammelstelle ein.

„Nur auf der Toilette im Erdgeschoss hättet ihr gründlicher suchen sollen“, sagte Kitzhofer am Ende der 60-minütigen Übung. Denn dort war eine Kabine verschlossen, und diese muss im Einsatzfall natürlich auch kontrolliert werden. Sonst war die Übungsleitung mit den gezeigten Leistungen der Helfer voll zufrieden.

Eine stattliche Anzahl von Anwohnern verfolgte die Lösch- und Rettungsarbeiten von der Galerie an der Wohnscheibe aus. Die starke Rauchentwicklung „lockte“ etliche Schaulustige an. Behindert wurde die Feuerwehr dadurch allerdings nicht. Die Mitglieder der Feuerwehr waren an diesem Abend bei ihrer Arbeit nicht zu beneiden, da die Übung bei kalten Temperaturen und Dauerregen stattfand. Trotzdem waren alle Helfer mit vollem Einsatz dabei.

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