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Wo die Ruhr ein kleines Rinnsal ist

Laatzen Wo die Ruhr ein kleines Rinnsal ist

Herbstwanderungen wie aus dem Bilderbuch hat eine Gruppe mit 21 Teilnehmern des Christlichen Seniorenbundes Laatzen im Hochsauerland erlebt.

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Laatzen. Die fünftägige Freizeit fand vom Heide-Hotel im Winterberger Stadtteil Hildfeld am Fuße des Clemensberges aus statt. Die Wege führten zum großen Teil über den Rothaarsteig durch artenreiche Wiesentäler, hochgelegene Heideflächen und bewaldete Höhen.

Gleich nach der Ankunft wurden die Rucksäcke geschultert, und es ging zum nahe gelegenen Hille-Stausee, an dem eine Kaffeepause und für einige sogar eine kurze Schwimmrunde im recht kalten Wasser abgehalten wurde. Nach der Rückkehr am Abend wurde den Gästen ein Drei-Gänge-Menü nach Wunsch präsentiert. Jeden Morgen konnten sie sich am vielfältigen leckeren Frühstücksbüfett unter anderem mit vom Hotelpersonal selbst gemachten Köstlichkeiten aus regionalen Zutaten stärken.

Am zweiten Tag ging es mit einem Shuttle-Service hinauf zum Neuen Hagen, einer Hochheidelandschaft, die sich nördlich von Hildfeld an den Hängen des Clemensberges (839 Meter) erstreckt und weite Aussichten auf die blauen Berge des Sauerlandes bietet.

Hier befindet sich am Südhang ein Diabas-Steinbruch, der Einblicke in die Entstehung des Gebirgssockels durch den vor 300 Millionen Jahren untermeerischen Vulkanismus am Rothaarkamm bietet. Während die tonig-sandigen Ablagerungen mit der Zeit verschwanden, widerstand der harte Diabas (unter anderem genutzt für Straßenbelag) in Form von Klippenzonen dieser Abtragung.

Aus vielen dort oben in der Heide abzweigenden und gut ausgeschilderten Wegen entschied sich die Gruppe zunächst für den 5 Kilometer langen „Goldenen Pfad“, einen Erlebnispfad. Hier konnte an zehn verschiedenen Stationen entspannt die Natur und klare Bergluft genossen werden, und an der Hoppecke-Quelle sang man fröhliche Wanderlieder. Ab und zu kreuzten Wanderer aus verschiedenen Richtungen die Wege, mit denen sich die Laatzener über die jeweilig bestrittenen oder noch geplanten Wanderrouten austauschten. Die Sonne zeigte sich immer häufiger, und gegen Mittag kehrten die Wanderfreudigen in die Hochheidehütte Niedersfeld ein, bevor der zweieinhalbstündige Rückmarsch ins Tal begann.

An den folgenden Tagen hatten die Teilnehmer ideales Wanderwetter, und es ging durch Täler und sanft ansteigende Höhen unter anderem auch zum Kahlen Asten mit Möglichkeiten für kürzere oder längere Rundwege. Hier konnte jeder seinen Aufenthalt nach Lust und Laune gestalten.

Eine Wanderung zur Ruhrquelle, hier noch ein eher kleines Rinnsal nahe dem Ort Grönebach, war ein weiteres Ziel. Von dort ging es auf bequemen Wald- und Wiesenwegen nach Winterberg, das dann mit dem „Kappe-Express“, einer kleinen Stadt-Bummelbahn, erkundet wurde und an den bekannten Wintersport-Wahrzeichen vorbeiführte. Am Abschiedsabend sorgte ein Musiker für entsprechende „Lockerungsübungen“ nach den Anstrengungen der vergangenen Tage.

Für die Wandergruppe und die Organisatoren Gaby Böer und Peter Wilhelm gingen viel zu schnell fröhliche, unbeschwerte Tage zu Ende.

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