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Vom Bagger zum Königsstein

Mandelsloh Vom Bagger zum Königsstein

Die Landfrauen aus Mandelsloh haben sich nach Bad Schandau in die Sächsische Schweiz begeben. Unterbrochen wurde die Anfahrt durch eine Besichtigung des Braunkohletagebaugebiets Profen südlich von Leipzig.

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Mandelsloh. Mit einem Mannschaftstransportwagen wurde die Gruppe durch das riesige Abraumgelände gefahren und erhielt spannende Einblicke: Technische Details zu den gigantischen Abraumschaufelbaggern, anschauliche Informationen zur Umsiedlung ganzer Ortschaften und beeindruckende Infos zur Flutung der abgeräumten Flächen, um einen großen Freizeitpark mit Seenlandschaft herzustellen.

Weiter ging es nach Bad Schandau - ein kleines Städtchen direkt an der Elbe, das bei jedem Elbehochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Bewunderung brachte die Gruppe der Bevölkerung entgegen, die in kürzester Zeit alle Schäden wieder beseitigt. Hochwassermarken an den Häusern lassen nur erahnen, welche Wassermassen dort durch die Straßen geflossen sind.

Am nächsten Tag startete die 53 Kilometer lange Radtour von Bad Schandau nach Dresden. Nichtradler konnten mit dem Schiff fahren. Der Abschluss des Tages war die Turmbesteigung der Frauenkirche und die Besichtigung des schönsten Milchladens der Welt.

Der dritte Tag sollte der Entspannung dienen und begann mit einer Führung im Haus der deutschen Kunstblume in Sebnitz. In der Schauwerkstadt wurde die Herstellung der filigranen Kunstblumen bestaunt, die auch heute noch in Handarbeit angefertigt werden. Seit 1834 ist die Kunstblumenherstellung in Sebnitz zu Hause. Bis zur Wende mussten Frauen und auch Kinder so die Familien in Heimarbeit unterstützen. Die Stadt trägt auch heute noch den Namen Seidenblumenstadt.

Nach diesem lehrreichen Vormittag ging es ins Kirnitzschtal. Zu Fuß oder mit einer Kutsche erreichte die Gruppe die „Obere Schleuse“ in Hinterhermsdorf. In kleinen Kähnen ging es durch eine wildromantische Klamm mit bis zu 80 Meter hohen, bizarren Felswänden. Einziges Geräusch bei diesem Naturschauspiel war das Staken der Kahnführer und das Singen der Vögel. Eine Besichtigung der Bastei durfte dann auf keinem Fall fehlen und rundete den Tag ab.

Der Königstein war das letzte Ziel dieser Reise. Die Festung, in früheren Jahrhunderten auch Stein des Königs genannt, galt als uneinnehmbar. 800 Jahre Festungsgeschichte, Führung in verborgene Winkel wie unterirdische Kasematten, Weinfasskeller oder den Offiziersgarten ließen diese Landfrauenfahrt zu einer sehr interessanten, individuellen Reise werden, die so in keinem Reisemagazin zu finden ist.

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