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Ein Vortrag am Telefon

Linderte Ein Vortrag am Telefon

Nachdem in Vertretung der erkrankten Vorsitzenden des Historischen Vereins Linderte, Birgit Hildebrand, Herbert Voges die gut besuchte Veranstaltung des Calenberger Autorenkreises eröffnet hatte, stellten diese im Heimatmuseum die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz und ihre „Telefongespräche“ und ihr Buch „Orte“ vor, die auf starke Resonanz der angereisten Gäste stießen.

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Schauspielerischer Einsatz war bei den Telefongesprächen gefordert.

Quelle: Picasa

Linderte. Es war etwas Besonderes, einiges von der nicht so sehr in der Öffentlichkeit wahrgenommenen Künstlerin zu hören, die 1901 geboren, 1955 mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet wurde und am 10. Oktober 1974 starb.

Friedrich Pape verstand es hervorragend, die vielseitige Künstlerin in einer Kurzbiografie den Gästen vorzustellen und geschickt zu den von verschiedenen Mitgliedern des Autorenkreises vorgetragenen Werken der Künstlerin überzuleiten.

Die schon erwähnten Telefongespräche, die den vorlesenden Calenberger Autoren - Karla und Ursula Kühn, Martina und Uwe Märtens und Wolfgang Nieschalk - auch ein erhebliches Maß an schauspielerischem Können abverlangten, wurden vom Publikum ebenso begeistert aufgenommen wie die nach der Pause verlesenen Essays aus dem Buch „Orte“.

Über diese Essays schrieb zum Beispiel ein Journalist für „Die Zeit“: „Ich halte es für das reifste und schönste Buch dieser Frau. Es ist in seiner Weise vollkommen. Erst hier hat diese Frau, so meine ich, ihre vollkommene Identität ihrer Existenz erreicht. Noch genauer und sparsamer ist zeitgenössische Prosa nicht denkbar.“

Zum Schluss der Veranstaltung, die lang anhaltenden Applaus auslöste, kündigte Herbert Voges den nächsten im Historischen Museum Linderte geplanten Vortrag durch die Calenberger Autoren an, der am Sonntag, 29. Mai, um 17 Uhr stattfindet. Karla Kühn tritt dann mit ihrem Referat über „Mascha Kaleko“ in der Heimatstube des Historischen Vereins Linderte vor die Öffentlichkeit.

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