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„Nächstes Mal bitte ohne Spinnen und knarrende Treppen“

Schliekum „Nächstes Mal bitte ohne Spinnen und knarrende Treppen“

„Anwohner melden starke Rauchentwicklung aus einer Scheune in Schliekum. Brand droht auf das angrenzende Wohnhaus überzuspringen. Mehrere Personen im Wohnhaus.“

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Realistisches Szenario: Während die einen Feuerwehrleute den Brand bekämpfen, retten die anderen die Verletzten aus dem Wohnhaus.

Schliekum. Mit dieser Einsatzmeldung ist der stellvertretende Schliekumer Ortsbrandmeister Friedrich Rohlfs bei einer Einsatzübung des dritten Zuges der Stadtfeuerwehr Sarstedt konfrontiert worden. Auf einem Hof in der Ringstraße übten die Ortsfeuerwehren Giften, Ruthe und Schliekum gemeinsam Brandbekämpfung, Menschenrettung und Türöffnung.

Aufgrund der Meldung war schnelles Handeln gefragt. Schon nach wenigen Minuten schoss Löschwasser aus den Schliekumer Strahlrohren, um ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Parallel begann die Evakuierung des Wohnhauses. Um die Wasserversorgung kümmerte sich die Ortsfeuerwehr Ruthe. Alle sechs Saugschläuche waren nötig, um aus der Leine Wasser herauszupumpen. Die Brandschützer der Ortsfeuerwehr Giften verlegten derweil eine Schlauchleitung von der nahegelegenen Leinebrücke bis zur Einsatzstelle und unterstützten bei der Brandbekämpfung. Das Herunterspritzen der Dachziegel, um an den Brandherd zu gelangen, gestaltete sich dabei schwieriger als gedacht.

Die Schliekumer Jugendfeuerwehr hatte sich im gesamten Wohnhaus verteilt. Bei der Evakuierung aus dem Wohnhaus, das nach dem Übungsdrehbuch nicht verqualmt war, konnten die Mitglieder der Einsatzabteilung verschiedene Rettungsmethoden ausprobieren, um alle Nachwuchsbrandschützer in Sicherheit zu bringen. Die gesamte Jugendfeuerwehr stand Schlange, als der weitere Rettungsweg darin bestand, sie auf der Trage liegend über eine Steckleiter einen kleinen Abhang hinunterzuführen. Bei dreizehn Jugendlichen brachte das die Einsatzkräfte aus Ruthe ordentlich ins Schwitzen.

Da das Übungsobjekt in den nächsten Tagen abgerissen werden soll, konnten die Einsatzkräfte im Innenbereich einmal ohne Rücksicht auf Beschädigungen verschiedenste Arten der Türöffnung erproben. Und so wurden sämtliche Innentüren mehr oder weniger sanft aus den Angeln gehoben. Diese seltene Übungsmöglichkeit machte den Einsatzkräften sichtlich Spaß.

Noch bevor alles weggeräumt war, fragte die Jugendfeuerwehr mit glänzenden Augen, wann sie bei einer derartigen Übung der Einsatzabteilung wieder unterstützen dürften. Als Bedingung forderten sie allerdings, dass beim nächsten Mal ein Objekt ohne Spinnen und knarrende Treppe ausgesucht werde.

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