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Ein Schiffbruch auf der Weser

Hellendorf Ein Schiffbruch auf der Weser

Die Freiwillige Feuerwehr Hellendorf ist zur alle zwei Jahre stattfindenden gemeinsamen Tagesfahrt gestartet - diesmal zu einer Weserfahrt.

Hellendorf. Um 8 Uhr ging es los bei bedecktem Himmel. Kaum aber hatte die Busfahrt begonnen, lockerte die Bewölkung auf. Um 9 Uhr erwartete die Teilnehmer in Nienburg ein Schiff zu einer fünfstündigen Weserfahrt. An der frisch und frühlingshaft blühenden Natur vorbei konnte man neben Hunderte brütender Gänse, Enten und Kormorane auch friedlich äsende Rehe sowie Schafe mit Lämmern am Ufer sehen. Vereinzelt ließ sich auch ein bunt schillernder Fasan erblicken. Müde Angler und erste mutige Camper ließen sich von den Weserfahrern nicht stören.

Höhepunkt waren mehrere Schleusenfahrten. Alle staunten, wie schnell und reibungslos so eine Schleusung über sechs Meter Höhe funktioniert. Nach einem leckeren Grillbüfett an Bord erreichten die Hellendorfer die Schleuse Petershagen. Durch einen technischen Defekt brach leider das Steuer des Schiffes. Mit voller Wucht krachte es an die Schleusenmauer. Fast die Hälfte der Gläser am Tresen und das Geschirr an Bord gingen zu Bruch. Einige Mitreisende stürzten und zogen sich schmerzhafte Prellungen zu. Andere Fahrgäste bekamen Herzflimmern und das große Zittern und Beben. Viele brauchten nach dem Schrecken zur Beruhigung erst mal einen Schnaps.

Froh, dass weiter nichts passiert ist, erreichte die Ausflugsgesellschaft kurze Zeit später Minden. Zwei Stadtführer holten die Feuerwehrleute ab und zeigten ihnen den Kaiser-Dom sowie die sehr gepflegte historische Altstadt mit ihrer Stadtmauer. Unerwarteter Höhepunkt war das Antreten des historischen Mindener Bürgerbataillons in seinen schmucken Uniformen zur Fahnenweihe.

Einige Mitreisende verzichteten aufgrund des Schreckens der Schiffsreise auf die Führung, um sich in einem gemütlichen Kaffee zu erholen. Gemeinsam begann gegen 16 Uhr die Heimreise per Bus durch das schöne Weserbergland. Vorbei an Porta Westfalica ging die Fahrt zum Schloß Bückeburg und dem Hubschraubermuseum. Ziel war Hameln. Eine kurze Stadtrundfahrt mit Erklärungen wurde von allen begrüßt. Vorbei an Klüt, Weserhafen und Rattenfängerhalle konnten alle noch einen kurzen Blick in die schöne Altstadt werfen. Die Weiterfahrt führte Richtung Süntel und Deister an der schönen Schaumburg vorbei.

Trotz drohender Regenwolken genossen alle den herrlichen Ausblick über die gelb leuchtenden Rapsfelder und grünenden Wälder. Punkt 19 Uhr erreichten alle müde, aber zufrieden wieder den Heimatort.

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