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Kampf gegen eine gefährliche Pflanze

Wedemark Kampf gegen eine gefährliche Pflanze

Den Naturschützern macht die Ausbreitung des Riesenbärenklaus große Sorge. Daher unterstützen Mitglieder des Nabu Wedemark die Gemeinde und den Unterhaltungsverband Wietze bei der Bekämpfung der Pflanze an der Wietze.

Wedemark. Seit vielen Jahren verbreitet sich der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, in der Wedemark. Es gibt inzwischen mehrere Stellen, von denen aus sich die Pflanze ausbreitet. Die Pflanze liebt feuchte Standorte. An Gewässern oder feuchten Wegrändern verbreitet sie sich besonders schnell, in der Wedemark zum Beispiel auf feuchten Wiesen in der Gemarkung Wennebostel, an Regenrückhaltebecken und entlang der Wietze.

Diese Pflanze ist aus zwei Gründen problematisch. Zum Einen breitet sie sich rasant aus und verdrängt die heimischen Pflanzen. Die heimische Vegetation, die bereits durch die Landwirtschaft zurückgedrängt wird, verliert dadurch immer mehr Standorte. Eine Blüte produziert mehrere tausend Samen. Es reicht nicht, die Blüte der Pflanze abzuschlagen, um die Ausbreitung zu verhindern. Die Blüte reift nach und produziert erneut Samen. Der unterirdische Vegetationsteil muss abgestochen werden. Gerade jetzt kurz vor der Samenreife besteht akuter Handlungsbedarf.

Zum Anderen geht von der Pflanze eine Gesundheitsgefährdung für Menschen aus. Bei Sonneneinstrahlung kann man sich bei Berührung der Pflanze Verbrennungen zuziehen. Bei Arbeiten an den Pflanzen muss man sich daher auch schützen: langärmelige Kleidung, Handschuhe und kein direkter Kontakt sind Pflicht.

Peter Griemberg und Detlef Schwertmann vom Nabu Wedemark haben den Bestand der Herkulesstauden an der Wietze im Bereich der Gemeinde Wedemark erfasst. Dazu sind sie mit Peter Griembergs Kajak die Wietze abgefahren. Das Boot wurde am Waldkaterweg eingesetzt. Mit einem GPS-Gerät wurden alle Standorte der Pflanzen markiert. Insgesamt haben die beiden Naturschützer 73 Standorte zwischen dem Waldkater und der nördlichen Gemeindegrenze Am Hellern festgestellt. Die Anzahl der Pflanzen wurde, so gut es vom Boot aus ging, geschätzt und auf dem Gerät festgehalten. Nach der Addition aller Werte waren sie ziemlich überrascht, denn sie hatten knapp 1000 Pflanzen ausgemacht. Am schlimmsten betroffen war eine Stelle im Bereich Bissendorf Wietze mit etwa 400 Pflanzen rechts und links am Ufer.

Im Ortsbereich Bissendorf-Wietze beseitigt eine Firma im Auftrag des Unterhaltungsverbands die Pflanzen. Die übrigen Stellen nehmen sich einige Mitglieder des Nabu nach und nach vor.

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